Studieren mit Kind

Tipps und Infos

Studium mit Kind(22.03.2017) Ein Studium und ein eigenes Kind organisatorisch auf einen Nenner zu bringen, ist definitiv keine leichte HĂŒrde. Neben der Finanzierung des Studiums und des Lebensunterhaltes muss auch fĂŒr eine ausreichende Kinderbetreuung gesorgt werden, obwohl nicht immer die passenden Angebote bereit stehen. Aus diesem Grund erfordert gerade das Studieren mit einem Kind eine effiziente Zeitplanung und die sinnvolle Ausnutzung aller gegebenen finanziellen Ressourcen, ohne die diese Aufgabe kaum zu meistern wĂ€re. 

Im Folgenden wird deshalb eine Übersicht ĂŒber die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten, aber auch ĂŒber entsprechende Kinderbetreuungsangebote zur VerfĂŒgung gestellt. Die Informationen dĂŒrften eine große Hilfestellung bieten und Studenten, die sich trotz Kind fĂŒr ein Studium entscheiden, eine sehr gute Übersicht ĂŒber die Möglichkeiten geben.

Finanzierung eines Studiums mit Kind

Finanzierung Studieren mit KindEin Studium mit Kind ist eine Doppelbelastung, der nur wenige Eltern wirklich standhalten können. Neben den zeitlichen Problemen spielt dabei natĂŒrlich auch der finanzielle Aspekt eine sehr wichtige Rolle. Oftmals ist das Geld in der Studienzeit auch fĂŒr normale Studenten knapp bemessen, aber mit einem Kind liegen die Ausgaben nochmal ein ganzes StĂŒck höher, was sich oftmals als das grĂ¶ĂŸte Problem beim Studieren mit Kind darstellt. Der zeitliche Spielraum fĂŒr einen Studentenjob ist zumindest fĂŒr die Mutter relativ gering, so dass man in der Regel auf Hilfsmaßnahmen verschiedener Art zurĂŒckgreifen sollte.

In diesem Bereich gibt es Ă€ußerst viele Möglichkeiten, die man einzeln oder in Kombination nutzen kann und die einem den Studienalltag zumindest in finanzieller Hinsicht stark erleichtern können. Zu den Leistungen gehören das Elterngeld, das Mutterschaftsgeld, der Kinderbetreuungszuschlag beim BAföG, spezielle Stipendien fĂŒr Studentinnen mit Kindern und der Bildungskredit. Weitere Möglichkeiten ergeben sich unter UmstĂ€nden aus dem ALG II, einem eventuellen Unterhaltsvorschuss, oder aus Leistungen der Bundesstiftung Mutter und Kind. Die einzelnen Punkte werden nachfolgend alle detailliert beschrieben, um genau aufzuzeigen, bei welchen Voraussetzungen und in welcher Höhe sie das Studieren mit Kind finanziell erleichtern können.

Elterngeld

Das Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung fĂŒr entfallenes Einkommen aus ErwerbstĂ€tigkeit. Widmen sich die Eltern nach der Geburt eines Kindes der Betreuung und verzichten zunĂ€chst auf die Karriere, so erhalten sie 65 bis 100 Prozent (höchstens 1.800 Euro) des durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten zwölf Monate vor der Geburt als Elterngeld vom Jugendamt fĂŒr bis zu 14 Monate.

Studenten erhalten im Regelfall den Mindestbetrag

Wer vorher kein oder nur sehr niedriges Einkommen hatte, erhĂ€lt den Mindestbetrag von 300 Euro, was auf Studenten in den meisten FĂ€llen zutreffen wird. Voraussetzung fĂŒr Eltern ist, dass diese nach der Geburt ihrer ErwerbstĂ€tigkeit auch höchstens 30 Wochenstunden herunterschrauben. Diese Grenze gilt allerdings nicht fĂŒr Studenten und Auszubildende, die sich in Berufsausbildung befinden.

FĂŒr Studenten mit einem Neugeborenen ist das Elterngeld eine unverzichtbare Einnahmequelle, die zudem auch mit anderen Sozialleistungen (außer Hartz IV) kombiniert werden kann. AusfĂŒhrliche Infos zu Berechnung und Höhe, Geschwisterbonus, Anrechnung etc. finden Sie unter Elterngeld.

Mutterschaftsgeld

Das Mutterschaftsgeld ist eine staatliche Leistung, die man im Zeitraum von 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt eines Kindes erhĂ€lt. Nur wer vorher eine ErwerbstĂ€tigkeit ausgeĂŒbt hat, kann das Mutterschaftsgeld beantragen, wobei es wichtig ist, ob man selbst krankenversichert oder aber ĂŒber eine Familienversicherung abgesichert ist. Im ersten Fall kann man die entsprechenden Leistungen von der eigenen Krankenkasse beantragen und maximal bis zu 13 Euro tĂ€glich (403 Euro monatlich) als Lohnersatzleistung erhalten.

Familienversicherte und Versicherte in der privaten Krankenversicherung können dagegen lediglich eine Einmalzahlung in Höhe von 210 Euro vom Bundesversicherungsamt beantragen. Das Mutterschaftsgeld kann sowohl bei einer VollbeschĂ€ftigung, einem Teilzeitjob, als auch bei der AusĂŒbung eines Minijobs beantragt werden.

Quelle: http://www.familien-wegweiser.de

Kindergeld

FĂŒr minderjĂ€hrige Kinder wird Kindergeld ohne Voraussetzungen von den Familienkassen (auf Antrag!) gezahlt. Damit haben auch studierende Eltern einen Anspruch fĂŒr ihren Sprössling und sollten unbedingt einen Kindergeldantrag stellen. Die Höhe des Kindergeldes betrĂ€gt seit dem 01.01.2017:

  • 1.+ 2. Kind: 192 €
  • 3. Kind: 198 €
  • 4. Kind und mehr: 223 €

Studierende fĂŒr sich selbst Kindergeld?

Bekommen Studenten ein Kind, erlischt der Anspruch auf das eigene Kindergeld nicht. Vielmehr ist der Kindergeldanspruch bei VolljĂ€hrigen davon abhĂ€ngig, ob diese sich in einer Berufsausbildung/ Studium befinden. In diesem Fall wird Kindergeld bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt. Mehr dazu unter Kindergeld fĂŒr volljĂ€hriges Kind

Mehrbedarf nach Hartz IV

In der Regel sind Studenten vom ALG II ausgeschlossen, jedoch gibt es einige besondere HĂ€rtefĂ€lle, in denen entsprechende Leistungen doch bewilligt werden. Hier mĂŒssen jedoch schon ganz triftige GrĂŒnde vorliegen, zumal die Entscheidung dafĂŒr im Ermessen der jeweiligen Behörde liegt. Nur wenn die Verweigerung unzumutbar ist und als besondere HĂ€rte und unbillig bezeichnet werden kann, besteht eine Chance, einen bestimmten Mehrbedarf des ALG II geltend zu machen. Ein HĂ€rtefall liegt beispielsweise bei einer Behinderung, Schwangerschaft oder bei bestehender Mutterschaft vor. Dabei gehen die Mehrbedarfe prozentual vom Hartz IV Regelsatz aus, der aktuell ab 2017 bei 409 Euro liegt (Bis 31.12.2016 404 Euro).

Diese Mehrbedarfe sind unterschiedlich eingeteilt, denn es gibt sowohl einen Mehrbedarf fĂŒr Schwangere ab der 12. Schwangerschaftswoche (§ 21 Abs. 2 SGB II), der 17% des Regelsatzes und damit 69,53 Euro fĂŒr Alleinstehende und 62,58 Euro fĂŒr Paare betrĂ€gt. Ein weiterer Mehrbedarf gilt fĂŒr Alleinerziehende (§ 21 Abs. 3 SGB II) , die ein Kind unter 7 Jahren oder 2 Kinder unter 16 Jahren betreuen, wobei hier 36% des Regelsatzes, beziehungsweise 147,24 Euro veranschlagt werden. Die dritte Möglichkeit ist eine einmalige Leistung wegen der Schwangerschaft und zur Erstausstattung, die gewĂ€hrt werden kann, wenn das eigene Einkommen unterhalb des ALG II-Regelsatzes liegt und man bestimmte Dinge wie einen Kinderwagen, Babykleidung oder auch ein Kinderbett benötigt.

Wer sich wegen der Schwangerschaft beurlauben lĂ€sst, kann wesentlich einfacher an Leistungen des ALG II kommen, erhĂ€lt dafĂŒr wĂ€hrend der Urlaubszeit jedoch auch keine BAföG Förderung mehr.

Den gesamten Artikel zum Thema Arbeitslosengeld II lesen Sie im Magazin unter Hartz IV fĂŒr Studenten

BAföG-Kinderbetreuungszuschlag als finanzielle UnterstĂŒtzung

Wer sein Studium wegen der Schwangerschaft nicht lĂ€nger als 3 Monate ruhen lĂ€sst, kann verbesserte Bedingungen beim BAföG in Anspruch nehmen. So steht studierenden Eltern zum Beispiel ein Kinderbetreuungszuschlag nach § 14 b BAföG zu, der fĂŒr jedes Kind 130 Euro betrĂ€gt. Bis zum 31.07.2016 wurden fĂŒr das erste Kind 113 Euro und fĂŒr jedes weitere immerhin noch 85 Euro gezahlt. Der Antrag dafĂŒr muss gesondert gestellt werden, jedoch bekommt man den Zuschlag dann auch rĂŒckwirkend gezahlt, wenn der Antrag noch vor Ende des Bewilligungszeitraumes beim BAföG-Amt eintrifft.

DarĂŒber hinaus kann das Studieren mit Kind jedoch auch noch andere Erleichterungen in Bezug auf BAföG mit sich bringen. So wird generell die Förderungshöchstdauer um ein Semester angehoben und vom ersten bis zum fĂŒnften Lebensjahr des Kindes ist eine Erhöhung von einem Semester pro Lebensjahr möglich. FĂŒr das 6. und 7. Lebensjahr wird zusammen ein weiteres Semester zur Förderhöchstdauer addiert, sowie genauso noch einmal fĂŒr das 8. – 10. Lebensjahr.

Stipendium

Dass ein Studium mit Kind keine leichte Aufgabe ist, haben sich auch einige Stiftungen verinnerlicht, die speziell auf die Probleme von Studierenden mit Kindern fokussiert sind. Oftmals sind die dort vergebenen Stipendien allerdings an bestimmte Bedingungen geknĂŒpft. Diese Bedingungen können vom Geschlecht, der sozialen Herkunft, aber auch des Studiengangs ausgehen, dass der Student gewĂ€hlt hat.

Als Beispiel fĂŒr ein solches Stipendium gilt die Heinrich-Böll Stiftung, die sich speziell um Belange von Frauen kĂŒmmert und somit eine gute Möglichkeit bietet, sich beim Studieren mit Kind finanziell unterstĂŒtzen zu lassen. Es wird allerdings eine gewisse ökologische Grundhaltung und eine gewaltfreie Einstellung erwartet und darĂŒber hinaus werden bevorzugt geisteswissenschaftliche StudiengĂ€nge gefördert.

Eine weitere Anlaufstelle fĂŒr solche Stipendien ist die Christiane NĂŒsslein-Volhard-Stiftung, die allerdings nur Frauen fördert, die sich fĂŒr eine Doktorarbeit in naturwissenschaftlichen FĂ€chern oder im medizinischen Bereich bewerben.

Unterhaltsvorschuss

Der Unterhaltsvorschuss ist eine Leistung, die nur von alleinerziehenden Eltern beantragt werden kann. Dies ist immer dann möglich, wenn der andere Elternteil, der nicht im gleichen Haushalt lebt, entweder keinen Unterhalt zahlen kann oder will. Der Antrag auf den Unterhaltsvorschuss muss beim örtlichen Jugendamt gestellt werden, wobei jedoch maximal bis zu einem Kindesalter von 12 Jahren ein Unterhaltsvorschuss geleistet wird. Dieser ist wie folgt gestaffelt und richtet sich nach den Regelungen im BGB zum Mindestunterhalt fĂŒr MinderjĂ€hrige, der ab 01.01.2017 in folgender Höhe gilt:

  • Kinder von 0 – 5 Jahren: 150 Euro monatlich
  • Kinder von 6 bis 12 Jahren: 201 Euro monatlich

Dabei liegen die Werte jeweils bei 342 Euro und 3393 Euro, jedoch wird von diesen BetrÀgen das volle Kindergeld (192 Euro) abgezogen, so dass sich oben genannte BetrÀge ergeben.

Mehr zu diesem Thema auf der Seite www.unterhaltsvorschuss.org

Bundesstiftung Mutter und Kind

Die Bundesstiftung Mutter und Kind ist ein sogenannter Retter in letzter Not, was soviel bedeutet, dass man dort nur finanzielle Leistungen erhĂ€lt, wenn andere Sozialleistungen absolut nicht ausreichen. Wer also in einer echten Notsituation steckt und sein Studium mit Kind sonst abbrechen mĂŒsste, kann sich an die Bundesstiftung Mutter und Kind wenden. Diese prĂŒft die Einkommenssituation und entscheidet im Einzelfall, ob Leistungen gewĂ€hrt werden oder nicht. Voraussetzung fĂŒr eine Förderung ist allerdings ein stĂ€ndiger Wohnsitz in Deutschland und darĂŒber hinaus auch der Besuch einer Beratungsstelle fĂŒr Schwangere. Ein Rechtsanspruch auf Leistungen der Stiftung besteht leider nicht.

Wer merkt, dass die eigenen finanziellen Mittel im Studium nicht ausreichen, der sollte sich auf jeden Fall an die Bundesstiftung Mutter und Kind wenden. Allerdings ist es wichtig, vorher bereits den Versuch gestartet zu haben, andere Sozialleistungen zu erhalten. Nur wenn diese Leistungen nicht ausreichen, kann entsprechende Hilfe bewilligt werden.

Die Leistungen aus der Bundesstiftung werden nicht auf andere Sozialleistungen angerechnet, insbesondere nicht auf ALG II, Sozialhilfe etc. Mehr dazu auf der Seite der Bundesstiftung Mutter und Kind des BMJ: http://www.bundesstiftung-mutter-und-kind.de/informationen.html

Kinderbetreuung

KinderbetreuungNeben den finanziellen Problemen muss beim Studieren mit Kind auch immer darauf geachtet werden, dass eine entsprechende Kinderbetreuung gewÀhrleistet ist. Mittlerweile gibt es wirklich viele Angebote, die man in Anspruch nehmen kann, jedoch kosten einige nicht gerade wenig Geld.

Die gĂŒnstigste Alternative ist oftmals, Angebote direkt an der UniversitĂ€t wahrzunehmen, an der man studiert. Vor allem in grĂ¶ĂŸeren Unis werden mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten geboten wie zum Beispiel ein Uni-Kindergarten, WickelrĂ€ume und auch Stillzimmer. Diese Optionen sind jedoch von Uni zu Uni verschieden und sollten bereits vor der Geburt des Kindes recherchiert werden, damit man weiß, ob das Angebot ausreichend ist.

FĂŒr Kinder unter 3 Jahren bieten sich Krabbelgruppen oder Tageseltern an

Da man Kinder unter 3 Jahren nur Ă€ußerst selten in einem Kindergarten oder gar einer KindertagesstĂ€tte unterbringen kann, muss man andere Angebote in Anspruch nehmen. Eine gute Möglichkeit sind sogenannte Kinderkrippen oder auch Krabbelstuben, die entweder von den Kirchen, von staatlicher Seite oder von privaten TrĂ€gern angeboten werden. Eine weitere Möglichkeit sind Tageseltern, die man am einfachsten ĂŒber einschlĂ€gige Vereine kontaktieren kann. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass bei besonders geringem Einkommen die Kosten einer Tagesmutter vom Jugendamt getragen werden können.

KindertagesstÀtten haben oftmals unflexible Zeiten

FĂŒr Kinder ĂŒber 3 Jahren ist es oftmals kein Problem, einen Platz in einer KindertagesstĂ€tte zu finden. Auch diese werden meist entweder staatlich oder von kirchlichen TrĂ€gern angeboten, bringen jedoch auch einen nicht unerheblichen monatlichen Kostenbeitrag mit sich. Dieser variiert zwar mit dem verfĂŒgbaren Einkommen, kann jedoch mitunter bis zu 380 Euro monatlich betragen. DarĂŒber hinaus sind die Zeiten der KindertagesstĂ€tte keinesfalls so abgestimmt, dass sie sich immer mit einem Studium vereinbaren lassen. Vor allem bei abendlichen Vorlesungen muss eine Alternative in der Kinderbetreuung gefunden werden.

Seit 01. August 2013 haben alle Eltern einen gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kita oder Kindergarten. Diese Regelung wurde zusammen mit dem Betreuungsgeld eingefĂŒhrt, wobei das Betreuungsgeld wieder ausgesetzt wurde.

Kinderhort als Alternative fĂŒr Ă€ltere Kinder

Wer sein Studium mit Kind erst beginnt, wenn die Tochter oder der Sohn bereits Àlter ist, kann die Option des Kinderhortes nutzen. In einem Kinderhort können Kinder oftmals bis zum 12. Lebensjahr untergebracht werden und erhalten neben einem Mittagessen meist auch noch eine Betreuung bei der Erledigung der Hausaufgaben. Auch hier fÀllt ein monatlicher Kostenbeitrag an, der sich in den meisten FÀllen im Rahmen von 120 Euro bewegt, jedoch auch vom Einkommen abhÀngig gemacht wird.

Fazit: Viele verschiedene Optionen sind möglich

Die Kinderbetreuung beim Studieren mit Kind ist mittlerweile ein Thema, welches auch von staatlicher Seite ernst genommen wird. Man versucht, ein möglichst breites Angebot zur VerfĂŒgung zu stellen, so dass jeder Student seinen Nachwuchs zu den benötigten Zeiten in geschulte HĂ€nde geben kann. GrundsĂ€tzlich kann man sagen, dass solche Betreuungsangebote in GroßstĂ€dten meistens wesentlich ausgeprĂ€gter sind, als in kleineren Orten, wo auch die Infrastruktur der UniversitĂ€t eher klein ausfĂ€llt. Wer also die Möglichkeit hat, sein Studium an einer großen Uni zu absolvieren sollte dies in Bezug auf die Kinderbetreuung auf jeden Fall tun.

Studienplanung

Das Studieren mit Kind ist grundsĂ€tzlich ein Prozess, der sich besonders schwierig planen lĂ€sst. Trotzdem ist es Ă€ußerst sinnvoll, bereits ganz am Anfang zu schauen, in welchem Zeitraum man sein Studium abschließen möchte. Ein Studienverlaufsplan kann hier also sehr hilfreich sein, wobei man aber immer damit rechnen sollte, dass man ein bis zwei Semester dranhĂ€ngen muss, weil das Kind vielleicht krank geworden ist, oder Probleme mit der Kinderbetreuung entstehen, die man zunĂ€chst in den Griff kriegen muss. Von solchen RĂŒckschlĂ€gen darf man sich jedoch nicht entmutigen lassen, sondern man sollte einfach da anknĂŒpfen, wo man vorher aufgehört hat. Wichtig ist vor allem, immer das Ziel im Blick zu haben und sich nicht irgendwann im Alltag zu verlieren und das Studium deshalb letztendlich aufzugeben.

Weitere Hilfe kann hier zum Beispiel auch ein intensiver Dialog mit den Professoren oder den Studierendenvertretern sein, die einen in schwierigen Situationen unterstĂŒtzen können. Wenn ein Lehrender weiß, dass man in einer besonders schwierigen Lage steckt, ist er nĂ€mlich auch eher bereit, entsprechende Hilfestellungen zu geben. DarĂŒber hinaus sollte das Ganze natĂŒrlich auch mit dem eigenen Lebenspartner so koordiniert werden, dass man sich gegenseitig so gut wie möglich entlastet.

Gesamt-Fazit

Wer sich dafĂŒr entscheidet, ein Studium mit Kind zu absolvieren, sollte sich vorher verinnerlichen, dass eine Mammutaufgabe vor ihm liegt. Es gibt zwar sowohl im Bereich der Finanzierung, als auch in der Kinderbetreuung jede Menge Möglichkeiten, Erleichterungen zu erhalten, aber es ist daneben auch einfach eine sehr starke nervliche Belastung, die auf einen zu kommt. Die finanziellen Optionen sind mittlerweile so vielfĂ€ltig, dass es fast immer eine Möglichkeit gibt, das Studieren mit Kind durchzuziehen. Auch die Kinderbetreuung wird stetig ausgebaut und bietet mittlerweile mannigfaltige Möglichkeiten, die die verschiedensten EinzelfĂ€lle abdecken. Trotzdem ist und bleibt ein Studium mit Kind eine schwierige Sache, bei der man davon ausgehen sollte, dass man die Regelstudienzeit oftmals um mehrere Semester ĂŒberschreitet.