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Schüler BAföG – Voraussetzungen und Höhe

Schüler können – wie Studenten – einen Anspruch auf BAföG haben

Ebenso wie Studenten einer Hochschule kannst du als Schüler BAföG erhalten, denn das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) differenziert nicht explizit nach Schülern und Studenten sondern spricht von Auszubildenden. Maßgeblich ist die Schulform, also die Art der schulischen Ausbildung, die du anstrebst. Danach richtet sich in erster Linie, ob du generell einen Anspruch auf Schüler BAföG hast.

Wer hat Anspruch auf Schüler-BAföG?

Wie bereits eingangs erwähnt, entscheidet der Schultyp, ob du überhaupt einen Anspruch auf Schüler BAföG hast. Ist das der Fall, richtet sich auch die Förderungshöhe nach der Ausbildungsstätte. So fällt der Schüler BAföG Höchstsatz unterschiedlich aus, je nachdem, welche Schule du besuchst.

Daneben ist auch deine Wohnsituation von Bedeutung. Wohnst du noch bei deinen Eltern, so hast du z.B. beim Besuch der 10. Klasse eines Gymnasiums keinen Anspruch auf Schüler-BAföG. Lebst du jedoch in einer eigenen Wohnung, kommt die Förderung durchaus infrage.

Förderfähige Schulen

§ 2 Abs. 1 Nr. 1 BAföG

  • Weiterführende allgemeinbildende Schule (Hauptschule, Gesamtschule, Realschule, Gymnasium) ab der 10. Klasse
  • Berufsfachschule, einschließlich der Klassen aller Formen der beruflichen Grundbildung (z.B. Berufsvorbereitungsjahr) ab der 10. Klasse
  • Fachschule und Fachoberschule, für deren Besuch keine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt wird

Schüler BAföG in diesen Fällen ist nur möglich, wenn Du aus zwingenden Gründen nicht bei deinen Eltern wohnst. Zwingende Gründe liegen dabei in folgenden Fällen vor:

  • Du bist oder warst verheiratet oder verpartnert und führst einen eigenen Haushalt.
  • Du lebst mit mindestens einem Kind zusammen und führst einen eigenen Haushalt.
  • Von der elterlichen Wohnung aus ist eine zumutbare Ausbildungsstätte nicht zu erreichen.

§ 2 Abs 1 Nr. 2 BAföG

  • Berufsfachschule und Fachschule ohne vorherige Berufsausbildung als Voraussetzung, mit berufsqualifizierendem Abschluss nach mindestens zwei Jahren

§ 2 Abs. 1 Nr. 3 BAföG

  • Fachschule und Fachoberschule, für deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt wird

§ 2 Abs. 1 Nr. 4 BAföG

  • Abendhauptschule
  • Abendrealschule
  • Abendgymnasium
  • Berufsaufbauschule
  • Kolleg

§ 2 Abs. 1 Nr. 5 BAföG

  • Höhere Fachschule
  • Akademie

§ 2 Abs. 1 Nr. 6 BAföG

  • Hochschule
  • Fachhochschule

Wie viel Schüler BAföG steht mir zu?

Abhängig von der Schulart und der Wohnsituation ergeben sich nachfolgende Beträge, gegliedert nach förderungsfähigen Ausbildungsstätten.

Fachschule (die eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt), Abendgymnasium oder Kolleg

bei Eltern wohnendeigener Hausstand
Grundbedarf421 €421 €
Wohnpauschale59 € 360 €
Höchstbetrag ohne KV/PV480 €781 €
KV-Zuschlag*94 €94 €
PV-Zuschlag*28 €28 €
BAföG-Höchstsatz602 €903 €
* Bist du beitragsfrei familienversichert, verringert sich der Höchstsatz für dich um den KV- und PV-Zuschlag.
Quelle: § 13 BAföG und § 13a BAföG

Berufsfachschule oder Fachschulklasse (die keine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt), sofern diese in einem mindestens zweijährigen Bildungsgang einen berufsqualifizierenden Abschluss vermitteln

bei Eltern wohnendeigener Hausstand
Grundbedarf262 €632 €
KV-Zuschlag94 €94 €
PV-Zuschlag28 €28 €
BAföG-Höchstsatz384 €754 €
* Bist du beitragsfrei familienversichert, verringert sich der Höchstsatz für dich um den KV- und PV-Zuschlag.
Quelle: § 12 BAföG und § 13a BAföG

Weiterführende allgemeinbildende Schule, Berufsfachschule, Fach- oder Fachoberschulklasse (die keine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt)

Hier gilt die Besonderheit, dass du nur dann BAföG erhalten kannst, wenn du nicht bei deinen Eltern wohnst. Zusätzlich muss eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Du bist oder warst verheiratet oder verpartnert und führst einen eigenen Haushalt.
  • Du lebst mit mindestens einem Kind zusammen und führst einen eigenen Haushalt.
  • Von der elterlichen Wohnung aus ist eine zumutbare Ausbildungsstätte nicht zu erreichen.

Erfüllst du einen der Aufzählungspunkte und scheitert die Voraussetzung „nicht bei den Eltern wohnend“ allein daran, dass die Wohnung, in der du lebst, deinen Eltern gehört, ist die vorige Tabelle und dort die Spalte „bei Eltern wohnen“ für dich einschlägig mit der Folge, dass der Bedarf geringer ausfällt.

Grundbedarf632 €
KV-Zuschlag*94 €
PV-Zuschlag*28 €
BAföG-Höchstsatz754 €
* Bist du beitragsfrei familienversichert, verringert sich der Höchstsatz für dich um den KV- und PV-Zuschlag.
Quelle: § 12 BAföG und § 13a BAföG

Fachoberschulklasse (die eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt), Abendhauptschule, Berufsaufbauschule oder Abendrealschule

Zu den Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, gehören alle Klassen 12, in die Auszubildende aufgrund ihrer beruflichen Vorbildung ohne vorherigen Besuch der Klasse 11 aufgenommen werden.

bei Eltern wohnendeigener Hausstand
Grundbedarf474 €736 €
KV-Zuschlag*94 €94 €
PV-Zuschlag*28 €28 €
Höchstbetrag596 €858 €
* Bist du beitragsfrei familienversichert, verringert sich der Höchstsatz für dich um den KV- und PV-Zuschlag.
Quelle: § 12 BAföG und § 13a BAföG

Die allgemein geltenden Voraussetzungen für den BAföG-Anspruch finden Sie unter: BAföG Anspruch – Habe ich Anspruch auf Ausbildungsförderung?

Kinderbetreuungszuschlag

Solltet ihr mit eigenen Kindern unter 14 Jahren zusammenleben und diese betreuen, ist es möglich, einen Kinderbetreuungszuschlag nach § 14b BAföG zusätzlich zum Schüler-BAföG zu erhalten, der für jedes Kind pauschal 160 Euro monatlich beträgt (150 Euro für Bewilligungszeiträume vor dem 01.08.2022).

Damit soll gewährleistet werden, dass neben dem Kindergeld und eventuellem Unterhalt sowie Wohngeld auch während der Aus- und Weiterbildung die eigenen Kinder versorgt werden können.

Welche Sonderfälle gelten bezüglich des eigenen Haushaltes?

In einigen Fällen wird eine Förderung mittels Schüler-BAföG für Schüler bewilligt, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, obwohl sie noch keine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Hierfür werden jedoch strengere Kriterien angelegt, weil man in der Regel davon ausgeht, dass eine Person ohne Berufsausbildung zur Vollendung seiner Ausbildung noch zu Hause wohnt, solange keine besonderen Umstände vorliegen.

Zu große Entfernung zwischen Elternhaus und Ausbildungsstätte

Besondere Umstände sind im Sinne dieser Regelung vor allem dann gegeben, wenn deine Ausbildungsstätte zu weit vom Elternhaus entfernt ist. Dabei geht es jedoch nicht um eine frei gewählte Schule, sondern um die dem Elternhaus am nächsten gelegene, entsprechend zumutbare Schule, an der du den gewünschten Abschluss machen kannst.

Die Entfernung zwischen Elternhaus und Ausbildungsstätte gilt dann als zu weit, wenn an 3 Wochentagen eine Wegzeit für Hin- und Rückfahrt von mindestens 2 Stunden anfällt. Hinzugerechnet werden können sowohl die Wartezeiten auf Verkehrsmittel, als auch der Fußweg, wobei hier für jeden angefangenen Kilometer 15 Minuten angesetzt werden dürfen.

Nur die günstigste Verkehrsanbindung zählt

Es zählt dabei immer die günstigste Verkehrsanbindung, sodass in Kauf genommene Umwege nicht in die Berechnung mit einfließen dürfen. Natürlich können individuelle Krankheiten oder Behinderungen auch schon bei wesentlich geringeren Wegzeiten dazu führen, dass trotzdem Schüler-BAföG bewilligt wird.

Wohngemeinschaft zählt als eigener Haushalt

Ein eigener Haushalt ist zudem in den oben beschriebenen Fällen erst dann gegeben, wenn dafür neben einer eigenen Wohnung auch entsprechend eigene Haushaltsutensilien vorhanden sind. Das Leben in einer WG wird im Regelfall als eigener Haushalt anerkannt, wohingegen ein möbliertes Zimmer oftmals nicht ausreicht, um ein eigenen Hausstand nachzuweisen.

Wie beantrage ich Schüler BAföG?

Der Antrag beim Schüler BAföG erfolgt ebenso wie bei dem „normalen“ Studierenden BAföG über die Formblätter (siehe: BAföG Antrag).

Wenn beide Eltern zusammenleben oder in einem (Land-)kreis, dann gilt das Amt für Ausbildungsförderung, in dem Gebiet in dem die Eltern leben.

Sollten die Eltern in verschiedenen (Land-)kreisen getrennt leben, so muss man Schüler BAföG bei dem Amt beantragen, das für den Ort der besuchten Schule zuständig ist.

Tipp: Anders als beim Studierenden BAföG müssen beim Schüler BAföG keine Leistungsnachweise erbracht werden, womit das Formblatt 5 nicht nötig ist. Um keine Verzögerungen in Kauf zu nehmen, sollte man Schüler BAföG rechtzeitig beantragen, am besten 6-8 Wochen oder früher, vor dem Schulbeginn.

Der Unterschied beim Schüler-BAföG liegt lediglich darin, dass für bestimmte Schularten der maximal erreichbare Grundbetrag niedriger ist als für Studenten, Auszubildende eines Abendgymnasiums, einer Fachschule, die eine Berufsausbildung voraussetzt und eines Kollegs.

Es werden dabei vom Gesetzgeber insgesamt 5 Abstufungen festgelegt. Weiterführende Informationen zu den einzelnen Bedarfen und deren Höhe im Detail unter BAföG Bedarf.

Ist für Schüler auch eine elternunabhängige Förderung möglich?

Die Regelungen bezüglich der Anrechnung von eigenem Einkommen (§§ 21 ff.) und Vermögen (§§ 26 ff.) beim BAföG für Studierende gelten für das Schüler-BAföG analog (§ 11 Abs. 2 und Abs. 3 BAföG). Dies bedeutet, dass sowohl das eigene Einkommen und Vermögen, als auch das eines eventuellen Ehegatten und die Einkünfte der Eltern zu bestimmten Teilen angerechnet werden und so den eigenen Anspruch auf Schüler-BAföG mindern können.

Das elternunabhängige BAföG stellt also, wie auch beim Studierenden BAföG, eine Ausnahme dar.

Gängige Sonderfälle

Es gibt jedoch einige Sonderfälle, in denen das Einkommen der Eltern nicht auf das Schüler-BAföG angerechnet wird. Hierzu zählen der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) auf dem zweiten Bildungsweg (z.B. Abendgymnasium oder Kolleg)  sowie

  • die Oberstufe der Oberstufen in Baden-Württemberg
  • Berufsoberschulen in Bayern
  • 13. Klassen der Berufsoberschulen in Niedersachsen

Mehr Infos unter Elternunabhängiges BAföG.

Wann muss man Schüler BAföG zurückzahlen?

Schüler-BAföG wird in der Regel als Vollzuschuss (§ 17 BAföG) gewährt, was bedeutet, dass man das Geld vom Staat geschenkt bekommt. Es fallen also keinerlei Rückzahlungen an, wie dies beim Studierenden-BAföG der Fall ist.

Ausnahmefälle

Eine Ausnahme bilden Schüler und Auszubildende an

  • höheren Fachschulen
  • Akademien

Diese erhalten, wie auch Studierende an Universitäten und Fachhochschulen, das Schüler BAföG zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Darlehen. Somit muss die Hälfte der Förderung zurückgezahlt werden.

Übrigens: Der Kinderbetreuungszuschlag nach § 14b BAföG wird immer als Vollzuschuss gewährt und muss also auch von Studierenden an Hochschulen nicht zurückgezahlt werden!

Wie lange wird Schüler BAföG gezahlt?

Das Schüler-BAföG wird im Normalfall bis zum Abschluss der Ausbildung gewährt, da man in der Regel davon ausgeht, dass eine schulische Laufbahn durch den Unterricht und die Anwesenheitspflicht fast automatisch voranschreitet (§ 15 BAföG).

Schüler BAföG rechtzeitig beantragen

Man sollte den Antrag auf Schüler-BAföG früh genug stellen, da die Förderung erst frühestens mit dem Monat der Antragsstellung beginnen kann. Wer sich hier also verspätet, verschenkt unter Umständen bares Geld.

Unterrichtsfreie Zeit beachten

Ein weiterer wichtiger Punkt liegt in der Begrenzung der unterrichtsfreien Zeit, die vom Gesetzgeber auf 77 Ferienwerktage pro Jahr festgelegt wurde. Liegt der unterrichtsfreie Zeitraum darüber, wird die Förderung für je 26 angefangene Ferienwerktage um einen Monat gekürzt.

Leistungsnachweise nur an Akademien oder höheren Fachschulen

Basierend auf der fehlenden Förderhöchstdauer wird bei einer schulischen Ausbildung normalerweise auf entsprechende Leistungsnachweise verzichtet. Man geht davon aus, dass die Ausbildung wie geplant voranschreitet und der geförderte Schüler am Ende den Abschluss erhält.

Dies gilt auch für den Fall, dass der Schüler eine Klasse wiederholen muss. Mit einer Wiederholung erlischt der Anspruch auf BAföG nicht, denn es wird weiter davon ausgegangen, dass der Schüler den angestrebten Abschluss schafft.

Nur bei Ausbildungen an einer Akademie oder höheren Fachschule müssen entsprechende Lernfortschritte wie im Studium nachgewiesen werden, um auch weiterhin eine Förderung durch das Schüler-BAföG zu erhalten.

Ist beim Schüler-BAföG ein Fachrichtungswechsel möglich?

Wer als Studierender BAföG beantragt und nach dem 4. Semester einen Fachrichtungswechsel vollzieht, kann nur noch mit einer weiteren Förderung rechnen, wenn ein unabweisbarer Grund für den Wechsel vorliegt. (§ 7 Abs. 3 BAföG)

Genauso verhält es sich auch, wenn man an einer Akademie oder höheren Fachschule eine entsprechende Aus- oder Weiterbildung absolviert. Oftmals ist es jedoch schon nach dem 3. Fachsemester schwierig, einen entsprechenden Fachrichtungswechsel vorzunehmen, weil dann oftmals der wichtige Grund aberkannt wird.

Unkompliziert bei allgemeinbildenden und öffentlichen Schulen

Ein Fachrichtungswechsel ist dagegen sowohl bei den allgemein bildenden Schulen, als auch bei berufsqualifizierenden Ausbildungsgängen an öffentlichen Schulen wesentlich unkomplizierter und kann auch später noch problemlos in Angriff genommen werden.

Da bei diesen Ausbildungen das Schüler-BAföG eigentlich immer bis zum erfolgreichen Abschluss gezahlt wird, verliert man durch einen Fachrichtungswechsel auch keine Förderdauer, wie es beispielweise bei Studiengängen an Universitäten und Hochschulen der Fall ist.

Erst ab der zweiten Wiederholung einer Schulklasse muss begründet werden, warum der Erfolg der Ausbildung solange auf sich warten lässt.

Gibt es Schüler BAföG im Praktikum?

Generell wird das Absolvieren eines Praktikums nicht durch Schüler-BAföG gefördert. Sollte das Praktikum allerdings ein integraler und zwingend notwendiger Bestandteil einer bestimmten Ausbildung sein, wird auch während dieser Zeit Schüler-BAföG ausgezahlt (§ 14 BAföG).

Die Bedingungen und Einschränkungen gelten für das Praktikum genauso wie für die normale Förderung der entsprechenden Schulform, die der Praktikant gewöhnlich besucht. So wird ein Praktikum bei allgemein bildenden Schulen also nur durch Schüler-BAföG gefördert, wenn der Antragssteller nicht mehr bei seinen Eltern wohnt und auch alle anderen Bedingungen erfüllt sind. (§ 2 Abs. 4 BAföG)

Welche Ausbildungen sind nicht BAföG förderungsfähig?

Zu den nicht förderungsfähigen Ausbildungen gehört der Besuch der normalen Berufsschule, der im Zuge einer Berufsausbildung ansteht. Auch Ausbildungen im dualen System, die also eine betriebliche Komponente haben, werden nicht durch das Schüler-BAföG gefördert.

Eventuell besteht hier aber die Möglichkeit, Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) (bzw. Ausbildungsgeld bei Auszubildenden mit Behinderung) zu beantragen, wenn die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind. 

Man geht in solchen Fällen davon aus, dass die Absolventen eine Ausbildungsvergütung erhalten und deshalb nicht zwingend auf entsprechende BAföG-Leistungen angewiesen sind.

Schüler-BAföG oder Meister-BAföG?

Manche Ausbildungen sind sowohl mit der Schülerförderung als auch mit dem Meister BAföG bzw. Aufstiegs-BAföG nach dem AFBG förderungsfähig, wobei es sich nach dem AFBG um eine Aufstiegsausbildung handelt muss, die bereits auf einer abgeschlossenen Ausbildung aufbaut. Darunter sind schulische Ausbildungen an Fachschulen berechtigt, wie beispielsweise zum staatlich geprüften Erzieher, Techniker, Informatiker, Fachwirt etc.

Geringere Voraussetzungen für Aufstiegs-BAföG

Dabei bleibt zu sagen, dass die Voraussetzungen für das Meister BAföG weitaus geringer sind, denn diese Leistungen nach dem AFBG werden ohne Berücksichtigung der Eltern erbracht, was beim Schüler-BAföG nicht der Fall ist.

Das Einkommen der Eltern spielt keine Rolle und auch beim eigenen Vermögen gibt es nach § 17a AFBG einen Freibetrag von mindestens 45.000 Euro für den Antragsteller.

Schüler-BAföG muss nicht zurückgezahlt werden

Doch im Gegensatz zum Meister BAföG muss das Schüler BAföG nicht zurückgezahlt werden, während die Meisterförderung nur zu einem Drittel aus einem Zuschuss besteht und der Rest nur als Darlehen gewährt wird. Dafür ist die Schülerförderung auch wesentlich geringer.

Einen pauschalen Ratschlag, welche Förderung man nun in Anspruch nehmen soll, kann es hier nicht geben. Die Entscheidung muss daher ganz individuell unter Berücksichtigung der gegebenen Umstände getroffen werden.

Informiere dich über das Aufstiegs-BAföG, um eine Entscheidungsgrundlage zu haben.

Noch Fragen zum Thema?

Schildere deinen Fall einfach im Schüler-BAföG Forum. Vielleicht hatte auch schon jemand eine ähnliche Frage, die bereits geklärt wurde.

Das Wichtigste in Kürze

Wer hat Anspruch auf Schülerbafög?

Ist der Schulweg vom Elternhaus zu weit oder wohnt der Schüler nicht mehr bei den Eltern und betreut in seinem eigenen Haushalt ggfs. Kinder oder ist bereits verheiratet, kann Schüler-BAföG bezogen werden. Wichtig ist dabei auch die besuchte Schulform, förderungsfähig sind bspw. Berufsfachschulen, Hochschulen und Gymnasien, Realschulen oder Hauptschulen ab der 10. Klasse.

Wann bekommt man kein Schüler-BAföG?

Sind die allgemein geltenden Voraussetzungen nicht erfüllt, hast du keinen Anspruch auf Schüler-BAföG: Schule nicht weit genug vom Elternhaus weg (Hin- und Rückfahrt weniger als 2 Stunden an 3 Wochentagen), kein eigener Haushalt, keine eigenen Kinder oder keine bestehende / geschiedene Ehe. Auch darfst du nicht älter als 45 sein.

Titelbild: Dmytro Zinkevych / shutterstock.com

Zuletzt aktualisiert: 25.07.2022