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Fernstudium Kosten - Gebühren - Lehrgangsgebühren

Ein Fernstudium ist genau wie ein Präsenzstudium mit Kosten verbunden. In welcher Höhe sie anfallen, richtet sich nach dem Anbieter und dem Bundesland, in dem die Uni ansässig ist, dem gewählten Fach, dem gewünschten Studienabschluss und letztlich auch danach, wie schnell das Studium abgeschlossen werden kann. Bevor man sich für ein Fernstudium entscheidet, sollte man sich darüber informieren, wie hoch die Gebühren sind und mit welchen Kosten insgesamt gerechnet werden muss.

Die Großen der Branche wie die Fernuniversität Hagen bieten sehr genaue Übersichten zu den Gebühren und weisen zudem auf die voraussichtlichen Gesamtkosten hin. Voraussichtlich deshalb, weil sich sie Gebührenstrukturen im Laufe der Zeit ändern können.

Studien- und Kursgebühren

Als recht großer Brocken erweisen sich für viele Studierende die Studiengebühren, die in einigen Bundesländern verlangt werden. Beim Fernstudium sind sie noch nicht von Belang. Die einzige staatliche Fernuniversität (Hagen) arbeitet derzeit an einem eigenen System zu den Studiengebühren.

Der wichtigste Posten im Rahmen eines Fernstudiums sind allerdings die reinen Kursgebühren. Wie sie berechnet werden, ist von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. Teilweise werden Pauschalen je Monat oder Semester erhoben, auf die dann jeweils die Kosten für das Studienmaterial aufgeschlagen werden.

Bei der Fernuniversität Hagen werden lediglich Gebühren für den Bezug der Fernstudienkurse in Rechnung gestellt: 20,00 Euro je Semesterwochenstunde (SWS), zuzüglich 10,00 Euro Betreuungsgebühr je SWS beim Akademiestudium. Umgerechnet ergibt das Gesamtkosten (an der Uni) für einen Bachelorabschluss im Fach Bildungswissenschaften von rund 1.800 Euro, bei Rechtswissenschaften sind es 2.500 Euro. Hinzu kommen gegebenenfalls Ausgaben im Zusammenhang mit Prüfungen oder Praktika, sofern vorgesehen, wie zum Beispiel Fahrtkosten und Unterkunft.

Private Fernschulen teurer als staatliche Fernuniversitätet

Private Hochschulen sind teilweise erheblich teurer. Je nach Studiengang und Abschluss sind Beträge von über 10.000 Euro keine Seltenheit. Allerdings: Das Studium an einer privaten Einrichtung unterscheidet sich durchaus von dem an einer staatlichen Fernuniversität: nicht nur im Ansatz – wissenschaftlich-theoretisch versus wissenschaftlich-praxisorientiert –, sondern auch in der Vermittlung der Inhalte.

Private Universitäten stellen ihren Studierenden zum Teil alle benötigten Materialien inklusive der Fachliteratur zur Verfügung, die bei anderen Einrichtungen eigens gekauft werden muss. Hier gilt es abzuwägen, welche Form als besser erachtet wird, wobei es vor allem auf die persönlichen Wünsche und Vorstellungen ankommen sollte.

Lernmaterialien

Ein weiterer Kostenfaktor, der durchaus ins Gewicht fallen kann, abhängig davon, was von der Uni zur Verfügung gestellt wird, sind die Lernmaterialien. Darunter fällt nicht nur das klassische Büromaterial wie Stifte, Papier, Toner oder Tintenpatronen sowie Aktenordner, sondern in erster Linie Literatur, je nach Fach spezielle Software und gegebenenfalls auch ein moderner PC.

Ganz ohne Bücher funktioniert kein Studium. Sie können das Budget erheblich belasten. Fernleihe und Kopien sind zwar ein gangbarer Weg, die Kosten zu dämpfen. Dafür nimmt das Kopieren sehr viel Zeit in Anspruch, die gerade bei einem berufsbegleitenden Fernstudium oder einem Fernstudium mit Kind eher Mangelware ist. An einer gewissen „Grundausstattung“ kommt man in den meisten Fällen nicht vorbei. Sie gebraucht zu kaufen, ist möglich. Dabei muss jedoch auf die Auflage geachtet. Es zählt immer nur die neueste Version. Das gilt auch im Bezug auf die Software. Text- und Tabellenkalkulationsprogramme reichen in den meisten Fällen zwar aus und sind als Freeware kostenlos zu haben. Wenn es aber um spezielle Programme geht, muss oder sollte man investieren, um ordentlich studieren zu können. Dazu bedarf es eines Rechners, der zum einen internettauglich ist, zum anderen den Anforderungen gerecht wird, um sich zum Beispiel per Videokonferenz mit dem Dozenten austauschen oder an einer virtuellen Vorlesung teilnehmen zu können.

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