bafoeg-aktuell.de » Studium » Fernstudium

Fernstudium - Fernuni - Fernlehrgang - Fernuniversität

Wer die Karriereleiter weiter hinauf will als nur bis zu einem Posten mit kleineren Verantwortungsbereichen muss auf dem heutigen Arbeitsmarkt einige Kompetenzen vorweisen können. Hierfür ist bisweilen ein Studium notwendig, das an einer Hochschule oder Universität, alternativ auch an einer Fernakademie absolviert werden kann. Ein Fernstudium ermöglicht ebenso wie ein normales Studium an einer Universität oder Hochschule die persönliche Weiterbildung.

In einem Fernstudium erlangt der Student das Wissen durch die eigenverantwortliche Aufarbeitung der Schulungsunterlagen. Anders als in einem normalen Studium, in welchem die jeweiligen Dozenten die Geschwindigkeit des jeweiligen Studiengangs diktieren und der Student bei den Vorlesungen einer Anwesenheitspflicht unterliegt, kann in einem Fernstudium die Lerngeschwindigkeit an den persönlichen Alltag angepasst werden. Das bedeutet, dass auch ein im Berufsleben stehender Mensch an der Fernakademie studieren kann, ohne seinen Lebensunterhalt zu gefährden.

Die Studiengänge sind im Fernstudium so aufgebaut, dass der Student durch eine festgesetzte wöchentliche Arbeitsleistung in der Lage sein soll, dem Unterrichtsstoff zu folgen, seine Hausarbeiten zu bewerkstelligen und durch deren Einsendung den jeweiligen Studiengang zu bestehen. Somit kann der Fern-Student seine berufliche Weiterbildung neben dem Beruf vorantreiben, neue Kenntnisse erlangen und je nach angedachtem Studiengang einen staatlich anerkannten Abschluss von zuhause aus umsetzen, der ihn auf der Karriereleiter ein gutes Stück weiter nach oben bringen kann.

Dauer und Einteilung eines Fernstudiums

Das Fernstudium dauert je nach gewähltem Studiengang und Studienform zwischen einem und vier Jahren, wobei Ausnahmen möglich sind. In Bezug auf die Studienform steht der angehende Student vor der Wahl zwischen einem Vollzeit- und einem Teilzeitstudium. Für das Teilzeitstudium wird in der Regel ein deutlich verlängerter Studienzeitraum veranschlagt, der bis zur doppelten Dauer der Regelstudienzeit reichen kann.

Beim Fernstudium werden die Lernmaterialien in Pakete unterteilt, die in regelmäßigen Abständen dem Studenten zugesandt werden. Dem Studenten steht dann jeweils ein größerer Zeitraum (häufig bis zu vier Wochen) zur Verfügung, in welchem er die verschiedenen Lektionen durcharbeiten muss. Während dieser Lernphase steht dem Studierenden der Dozent telefonisch oder via Email für Fragen und Antworten zur Verfügung und korrigiert die im Anschluss an die jeweilige Lektion geforderten Hausarbeiten.

Die zeitliche Einteilung des Studiums bleibt dabei zu jedem Zeitpunkt dem Studenten überlassen. Er kann entsprechend seiner eigenen Lerngeschwindigkeit und seines Zeitrahmens selbst entscheiden, wie lange er für das Studium benötigt, darf jedoch die dem Studium zu Grunde liegende Studienzeit nur bis zu einem festgelegten Rahmen überschreiten. Dieser Rahmen hängt zumeist von der Gesamtstudienzeit ab und liegt zwischen drei und sechs Monaten, während welcher der Student ohne zusätzlichen (Kosten-)Aufwand überziehen darf. Natürlich steht es aber auch jedem Studenten frei, das Fernstudium schneller als geplant zu beenden.

Unterschiede zum Studium an der Uni oder FH

Der gravierendste Unterschied zwischen einem Fernstudium und dem Studium an einer Universität oder Fachhochschule ist die räumliche Distanz zwischen dem Studierenden und den Dozenten. Während sich an Uni und Hochschule die Studierenden versammeln, um gemeinsam den Anleitungen und Ausführungen der Dozenten zu folgen, wird im Fernstudium das Lehrmaterial in Form diverser Medien wie Briefe, CDs, Email etc. direkt zum Lernenden gebracht.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Fernstudium und einem herkömmlichen Studium an Uni oder FH ist der Kostenfaktor: Sicher stöhnen einige Studierende angesichts von Studien- und Semestergebühren laut auf – diese Kosten sind aber nicht vergleichbar mit den Kosten, die bei einem Fernstudium anfallen. Ein Fernstudium ist in der Regel immer kostenpflichtig, wobei sich die Kosten natürlich entsprechend der Länge des Fernstudiums erhöhen. Einziger Lichtblick: Die Kosten für das Fernstudium können gegebenenfalls steuerlich abgesetzt werden.

Wer mit dem Fernstudium einen staatlich anerkannten Abschluss erreichen möchte, muss dabei im Gegensatz zu einem herkömmlichen Studium auf die jeweiligen Siegel des Fernstudienanbieters achten. Die Staatliche Zentralstelle für Fernstudien (ZFU) kontrolliert in regelmäßigen Abständen im Auftrag des Staates die Qualität der Fernstudienlehrgänge auf ihre Umsetzungstauglichkeit sowie die Möglichkeit zum Erwerb der notwendigen Fertigkeiten für die spätere Tätigkeit. Ohne das Siegel der ZFU darf ein Studiengang generell nicht beworben werden. 

Berufschancen 

Ob sich durch ein Fernstudium die Chancen auf einen gut oder besser bezahlen Job verbessern, lässt sich nur schwer vorhersagen. Wirtschaftslage, Studiengang, Nachfrage, Persönlichkeit – das sind nur einige Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen. Eine Garantie, dass ein mit „sehr gut“ abgeschlossenes Studium schneller zum Erfolg führt, gibt es jedenfalls nicht. Das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Fernstudium von vielen Personalchefs durchaus wohlwollend zur Kenntnis genommen wird, insbesondere, wenn das Studium neben dem Beruf oder mit Kind absolviert wurde. Dazu trägt weniger die Tatsache bei, dass überhaupt studiert wurde, sondern vielmehr der Aspekt, dass die Bewerberin/der Bewerber Job bzw. Familie und das Studium unter einen Hut gebracht und Durchhaltewillen gezeigt hat. 

Das sind Eigenschaften, die in der freien Wirtschaft durchaus gefragt sind. Es erfordert sehr viel Eigeninitiative, ein gutes Zeitmanagement und Biss, um ein Fernstudium zu Ende zu führen. Viele scheitern entweder, weil sie den zeitlichen Aufwand unterschätzt haben oder nicht konsequent genug waren. Ein Abschluss beweist, dass man diese Widrigkeiten umschifft hat und Organisationstalent besitzt. Über die fachliche Qualifikation sagt das zwar noch nichts, wohl aber über den Charakter. Und der zählt inzwischen mindestens genauso viel, wenn es um die Vergabe von Jobs geht. Bringt man zudem noch das gewünschte Fachwissen mit, kann sich das Fernstudium später sehr wohl als „Türöffner“ erweisen. 

Fernstudium Anbieter

Akademische Fernstudiengänge und anderweitige Fernlehrgänge werden inzwischen von vielen Seiten angeboten. Hier eine Übersicht zu den bekannteren und größeren Hochschulen:

Die letzten Nachrichten
VGW 656