Anerkennung des Fernstudiums

Die Anerkennung des Fernstudiums ist ein Aspekt, der viele Studierwillige verunsichert. Es besteht dabei ein Unterschied zwischen einem staatlich geprüften und einem staatlich anerkannten Studium. Absolventen eines Fernstudiums an einer zertifizierten Fernuniversität oder –schule erhalten in ihrem Zertifikat nach bestandener Prüfung die Bezeichnung „staatlich anerkannt“.


Absolventen eines reinen Präsenzstudiums an einer Universität oder Hochschule werden als „staatlich geprüft“ bezeichnet. Den Unterschied macht die Anwesenheitspflicht des Studenten während des Präsenzstudiums mit einer festgelegten Stundenzahl, welche belegen soll, dass der Student sich umfangreich mit der studierten Thematik befasst hat. Ein Fernstudent kann diesen Beleg nicht vorweisen.

Sofern der Studiengang des Fernstudiums jedoch mit einem staatlichen Abschluss beendet wird, steht er dem eines vergleichbaren Präsenzstudiums in kaum etwas nach. In der Arbeitswelt wird teilweise sogar das Fernstudium gegenüber dem Präsenzstudium höher bewertet, weil die Durchführung eines hohen Maßes an Selbstdisziplin, organisatorischem Denken und Arbeiten sowie einer guten Auffassungsgabe bedarf, um es erfolgreich zu Ende zu führen – Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Arbeitgeber hoch einschätzen.

In vereinzelten Fällen kann es jedoch auch vorkommen, dass einige Fernstudiengänge nur bedingt in der Arbeitswelt anerkannt werden, weil sie beispielsweise inländischen Vorgaben entsprechen, die nicht mit denen im Ausland konform gehen. Hierbei kann es bisweilen Einschränkungen in der Anerkennung geben, die zumeist jedoch durch einen zusätzlichen Lehrgang, welcher die Differenzen auffängt, behoben werden können.