Vor- und Nachteile des Auslandsstudiums

Gruppe internationaler Studenten

Oft eröffnet ein Auslandsstudium einen ganz neuen Blick nicht nur auf ein anderes Land, sondern auch auf das eigene Fach. Eine unterschiedliche Gewichtung der Studienbestandteile, andere Lehrmethoden und nicht zuletzt ein anderer kultureller Hintergrund können das eigene Fach auf einmal völlig anderes und ganz neu erscheinen lassen.

Das Wichtigste in Kürze

Warum sollte man im Ausland studieren?

Ein Studium im Ausland fördert Selbstständigkeit, Unabhängigkeit, Flexibilität und ermöglicht Sprachkenntnisse, die fast immer weit über das hinaus gehen, was im Sprachkurs möglich ist. Außerdem kommt der Auslandsaufenthalt im Lebenslauf bei den meisten Arbeitgebern gut an und kann für einen Karrierevorsprung sorgen.

Was spricht gegen ein Auslandsjahr?

Gegen ein Studium im Ausland sprechen oftmals die hohen Kosten. Hier ist eine gute Planung der Finanzen im Vorfeld enorm wichtig. Zudem besteht auch das Risiko einer hohen Doppelbelastung durch das gleichzeitige Lernen einer neuen Sprache und der Studieninhalte. Auch Heimweh kann gegen den Auslandsaufenthalt sprechen, allerdings ist dies meist von kurzer Dauer.

Karrierevorsprung durch Auslandsstudium

Das neue Umfeld während des Auslandsstudiums fordert Unabhängigkeit, Selbständigkeit und Flexibilität, Eigenschaften, die in jedem Beruf hoch bewertet werden und dementsprechend gefragt sind.

Zudem gehen die Sprachkenntnisse, die man während des Auslandsstudiums fast „nebenher“ erwirbt, meist über alles hinaus, was man in einem Sprachkurs lernen könnte.

Doppelbelastung durch Studium und Fremdsprache

Viele unterschätzen die doppelte Belastung durch ein Studium in einer Fremdsprache.

Oft scheitert das Verständnis im Unterricht schon an einem Dozenten, der die Fremdsprache nicht so spricht, wie man sie selbst gelernt hat, sondern der eben einen Dialekt hat.

Diese Hürde lässt sich allerdings mit etwas Geduld meist überwinden.

Oft unterschätzt: Heimweh

Ein weiterer Nachteil eines Auslandsstudiums ist zweifellos die Trennung vom eigenen sozialen Umfeld. Der Faktor Heimweh wird oft unterschätzt, trifft aber fast jeden Auslandsstudenten einmal während seines Auslandsstudiums.

Meist ist das Heimweh aber nur von kurzer Dauer, da gerade im Ausland oft schneller Freundschaften geschlossen werden als in der gewohnten Umgebung.

Heimatkontakt? Per E-Mail, Brief und Telefon

Beim Auslandsstudium in Europa sind Besuche der Familie oder Heimatbesuche, beispielsweise an Feiertagen, meist kein Problem.

Je exotischer und weiter entfernt das Studienland allerdings ist, desto geringer werden die Chancen, die Familie, den Freund oder die Freundin oder überhaupt den Freundeskreis während des Auslandsstudiums zu sehen.

Teures Auslandsstudium

Besuche in der Heimat oder Besuche von Familie und Freunden während des Auslandsstudiums sind meist aus finanziellen Gründen unwahrscheinlich bis unmöglich.

Geld ist aber nicht nur deshalb ein Faktor, der ein Auslandsstudium gefährden kann. Allein die Finanzierung des Aufenthalts ist eine echte Herausforderung, schließlich verlangen die Universitäten in den meisten Ländern Studiengebühren – auch wenn es sich um ein Auslandsstudium handelt.

Finanzierung gut planen

Ohne vorherige ausgiebige Finanzplanung sollte sich niemand auf das Wagnis Auslandsstudium   einlassen, ständige Geldsorgen fördern weder die persönliche Entwicklung noch den Studienerfolg.

Man muss sich vorher gründlich über die Finanzierungsmöglichkeiten informieren, beispielsweise durch BAföG oder Stipendien.

Titelbild: Rawpixel.com / shutterstock.com

Zuletzt aktualisiert: 15.10.2021

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