P-Konto einrichten

Ein Pfändungsschutzkonto wird in der Regel nicht separat neu eröffnet, es wird lediglich ein bestehendes Girokonto bei einer Bank oder Sparkasse in ein P-Konto umgewandelt. Die Bankverbindung ändert sich dadurch nicht.

Die Umwandlung eines Girokontos in ein P-Konto erfolgt nur auf Antrag des Kunden. Den Wunsch ablehnen können Banken dabei nicht, da sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, die Kontoumstellung binnen vier Geschäftstagen kostenlos vorzunehmen. Auch wenn das Girokonto bereits gepfändet wurde, kann der Kontoinhaber die Fortführung als Pfändungsschutzkonto verlangen.

Die Einrichtung eines P-Kontos setzt keine drohende oder vorliegende Kontopfändung voraus. Verbraucher können ihr Girokonto jederzeit und ohne besonderen Anlass in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln lassen.

Zwar haben Verbraucher einen Rechtsanspruch auf die Umwandlung eines bestehenden Girokontos in ein P-Konto, jedoch gibt es noch keinen gültigen Rechtsanspruch auf die Eröffnung eines Girokontos selbst. So kann es hier auch zu einer Ablehnung kommen, wenn Verbraucher ein Girokonto eröffnen und es sofort als Pfändungsschutzkonto einrichten möchten.

Sollte die Bank eine Kontoeröffnung ablehnen, ist das Bürgerkonto der Sparkassen eine gute Alternative. Es ist ein Guthabenkonto, welches von jeder Privatperson unabhängig vom Alter, Einkommen oder der Nationalität eröffnet werden kann. Weiter Infos dazu unter:

http://www.sparkasse.de/s_finanzgruppe/schlichtungsstelle/buergerkonto.html

Mehrere P-Konten nicht möglich

Jede Person darf nur ein Pfändungsschutzkonto führen, das ist gesetzlich vorgeschrieben (§ 850k Abs. 8 ZPO). Bei der Umstellung auf ein P-Konto müssen Kontoinhaber auch versichern, dass kein weiteres P-Konto eingerichtet ist.

Umwandlung in ein P-Konto wird der SCHUFA gemeldet

Um Missbrauch zu vermeiden, wird ein P-Konto der SCHUFA gemeldet. Damit soll sichergestellt werden, dass Privatpersonen nicht mehrere Pfändungsschutzkonten eröffnen und so höhere Pfändungsfreibeträge in Anspruch nehmen, als ihnen gesetzlich tatsächlich zustehen.

Keine negativen Auswirkungen auf die Bonität

Die SCHUFA erfasst lediglich als neutralen Vermerk, dass ein P-Konto geführt wird. Im SCHUFA-Score darf das Pfändungsschutzkonto somit nicht negativ gewertet werden und sich demnach auch nicht negativ auf die Bonität auswirken.

Wie die Banken und Sparkassen selbst, insbesondere die kontoführende Bank, ein P-Konto bewerten, ist vom Einzelfall abhängig.