Semestergebühren: Ausbildungsbedingte Mehraufwendungen beim Kindergeld

Semestergebühren: Ausbildungsbedingte Mehraufwendungen beim Kindergeld

Mit den SemestergebĂŒhren als abzugsfĂ€hige Aufwendungen beim Kindergeld hatte sich der Bundesfinanzhof (BFH) zu beschĂ€ftigen und stellte fest, dass es sich bei diesen GebĂŒhren um einen ausbildungsbedingten Mehrbedarf handelt, der bei der Höhe des Einkommens fĂŒr das Kindergeld abgezogen werden muss.[ad1]


Im vorliegenden Fall ging es um einen Vater, fĂŒr dessen Sohn das Kindergeld verweigert wurde, da er die Einkommensgrenze ĂŒberschritten hatte. Den Abzug der SemestergebĂŒhren gestattete die Familienkasse allerdings nicht, da sie auch mit privaten Vorteilen dieser „Mischkosten“ argumentierte. Schließlich könne der Student mit dem darin enthaltenen Semesterticket auch private Fahrten unternehmen.

Als Mischkosten sah der BFH mit Urteil Az.: III R 38/08 vom 22.09.2011 nicht an, so dass das Semesterticket als ausbildungsbedingter Mehrbedarf beim Kindergeld anzusehen ist. Als BegrĂŒndung nannte der BFH, dass die Ausbildung (Studium) ursĂ€chlich fĂŒr die Kosten ist, weshalb diese voll abzuziehen sind.

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