BAföG Reform bringt mehr Geld für Studenten in 2020

BAföG Reform bringt mehr Geld für Studenten in 2020

Seit dem 01. August 2019 ist die neue BAföG-Reform bereits wirksam. Geändert hat sich Vieles für Deutschlands Studierende. Durch das 26. BAföG Änderungsgesetz profitieren sie jetzt unter anderem durch höhere Zuschläge zum Wohnen, zur Krankenversicherung und höheren Einkommensfreibeträgen.

Anpassung des Förderungshöchstsatzes

Das grundlegende Preisniveau und die Nettolöhne steigen jährlich an. Um eine Anpassung an die höheren Lebenshaltungskosten zu gewährleisten, wurde auch der Förderungshöchstsatz zum WiSe 19/20 für Studierende von 735 Euro auf 861 Euro angehoben. Die Bedarfssätze sind 2019 bereits um 7 Prozent angehoben und sollen in 2020 noch einmal um 2 Prozent steigen.

Mehr Berechtigte durch höhere Einkommensfreibeträge

Außerdem ist eine dreistufige Erhöhung der Einkommensfreibeträge vorgesehen. Im Jahr 2019 erfolgte die erste Erhöhung um 7 Prozent, 2020 sind 3 Prozent geplant und 2021 soll es eine weitere Erhöhung um 6 Prozent geben. Diese Erhöhung wird zur Folge haben, dass mehr Schülerinnen, Schüler und Studenten einen Bafög Anspruch geltend machen können.

Wohnzuschlag, Rücklagen und Freibeträge

Steigende Mieten und Wucherpreise für Wohnungen in Großstädten werden auch im nächsten Jahr ein großes Problem für viele Menschen darstellen. Die Bundesregierung will mit einem höheren Wohnzuschlag von 325 Euro anstatt 250 Euro Studenten, die nicht mehr bei ihren Eltern leben, entlasten.

Weiterhin steigt im nächsten Jahr der Freibetrag für Vermögen von 7.500 Euro auf 8.200 Euro. Der Kinderbetreuungszuschlag für eigene Kinder erfährt eine Erhöhung von 130 Euro auf 150 Euro monatlich.

Berücksichtigung des Krankenkassen Zusatzbeitrags

Ebenfalls neu ist, dass der Zuschlag zur Krankenversicherung jetzt auch den durchschnittlichen kassenindividuellen Zusatzbeitrag berücksichtigt, womit der Zuschlag zur Krankenversicherung von 71 Euro auf 84 Euro steigt und der Pflegeversicherungszuschlag von 15 Euro auf 25 Euro.

Alle Anpassungen sind im 26. Gesetz zur Änderung des Bundsausbildungsförderungsgesetzes (26. BAfÖGAndG) vom 8. Juli 2019 festgehalten. Veröffentlicht wurde dieses im Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil 1 Nr. 26, ausgegeben zu Bonn am 15. Juli 2019. 

Titelbild: Oleh1 / shutterstock.com

0 Kommentare

Eine Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*