Beiträge von SiriusT5

    Sie müssen Ihre Tochter während der gesamten (Erst-)Ausbildung unterstützen. Wieviel das sein wird hängt von Ihrem Einkommen ab. Der Regelbedarfsatz für Ihre Tochter wird meines Wissens mit 640,- €/Monat angesetzt (670,-€/Monat ab 2011 nach Neuregelung). Prüfen lassen sollten Sie, ob Ihre Tochter Anspruch auf sogenanntes SchülerBaföG hat, wenn sie nicht mehr bei Ihnen wohnt.

    Hallo zusammen,


    wir hatten neulich eine spannende Diskussion, welche wir nicht klären konnten. Vielleicht hat einer von Euch eine gute Idee.


    Folgende Situation: Ein Vater zahlt seiner Tochter aus erster Ehe seit deren Geburt regelmässig den vollen geschuldeten Unterhalt. Vater ist wieder verheiratet und hat aus dieser Ehe noch 3 weitere Kinder (15,13,6). Nunmehr ist die Tochter aus erster Ehe volljährig (18 J.), mitten im Abitur und hat bereits jetzt einen Ausbildungsvertrag bei einem Unternehmen in der Tasche. Mit Antritt der Ausbildung wird sie eine monatliche Ausbildungsvergütung in Höhe von 800,- € erhalten sowie auf dem Campus des Ausbildungsbetriebes wohnen. Soweit bekannt, werden als Unterhaltsbedarf der Tochter 640,- € angesetzt. Nun die Frage welche nicht zu klären war: ist das Ausbildungsentgelt steuer- und sozialabgabenpflichtig? Hier vorherrschende Meinung war: Sozialabgaben ja, Steuerpflicht nein. Das würde bedeuten, von den 800,- € werden 90,- ausbildungsbedingter Mehrbedarf + Sozialabgaben abgezogen, so dass der Tochter nach Abzug in etwa ein monatliches Entgelt in Höhe des Unterhaltsanspruches verbleibt und der Vater somit nicht mehr unterhaltspflichtig ist. Gegensätzliche Meinung sagt, dass auch noch Steuerpflicht auf die Ausbildungsvergütung anfällt, daher das Einkommen unter den Unterhaltsanspruch sinkt und somit weiterhin Unterhalt zu zahlen wäre. Was stimmt?


    Ich freue mich, wenn jemand den Knoten entwirren könnte.
    Grüße an alle.