Beiträge von nataly

    Aber wenn ich mir morgen z.B. ein Auto oder Laptop kaufe, wird es mir dann in einigen Monaten beim BaFög-Antrag wieder als Vermögen angerechnet oder ist lediglich der Eurobetrag auf dem Konto zum Zeitpunkt des Bafög-Antrages rellevant?


    1. In den amtlichen Erläuterungen zum BAföG-Antrag wird ausgeführt, dass der Stand bei Antrag maßgeblich ist. Nur Vermögensverschiebungen (Schenkungen an Verwandte) dürfen nicht vorgenommen werden.


    2. Du kannst deine Knete für beliebige Dinge ausgeben, sie müssen nicht für das Studium nützlich sein.


    3. Der Einkommensfreibetrag bezieht sich auf den gesamten Bewilligungszeitraum; es ist egal, ob er gleichmäßig auf die Monate aufgeteilt wird oder ob er nur auf einen Monat entfällt.


    Lies bitte die Erläuterungen, dann musst du weniger fragen.

    Ab September erhöht sich der Betrag (22.BAföG-Änderungsgesetz):


    BAföG-Grundbedarf (§12 (1) 1.) 383,00 €
    + Mietzuschlag (bei Miete > 57 €) +72,00 €
    = Gesamtbedarf ("BAföG-Bedarf") = 455,00 €

    BAföG-Anspruch pro Monat: 455,00 €


    "Und müsste ich dann das Geld zur Hälfte zurückzahlen, oder wie ist das ?"


    Nein.Schüler-BaföG ist zu 100 % Zuschuss.


    "Dass die Schule Geld kostet wird beim BAföG nicht berücksichtigt."


    Das Bafög erhöht sich dadurch nicht, es gibt lediglich die Möglichkeit für den Schüler,von seinem Nebenverdienst einen höheren Freibetrag zu bekommen (§ 23 Abs. 5 BAflG).

    Andy: Den Schülertarif bei der KV gibt es mW nur für Fachschüler und Berufsfachschüler (§ 240 Abs. 4 Satz 4 SGB V).


    Hyuri: Was für eine KV hast du? Freiwillig in der GKV oder Pflichtversicherung in der GKV? Bezahlst du voll selber oder beteiligt sich ein Arbeitgeber?

    "Warum bekomm ich dann nur 383,- € .. und nicht den vollen Satzm, das Versteh ich jetzt nicht.


    Denn wie schon gesagt, will ich mich, ja bei meiner Mutter ein Mieten, denn wir haben ne etwas größere Wohnung die wir sonst nicht halten könnten (weil mein Mittelsterbruder jetzt auszieht). ... Meine Mom würde ja die max. 45 m² die Ihr zustehen anmieten und ich den rest von 30 m² ...
    Zudem muss ich schon seit längerem mein Mietanteil, durch mein Verdienst selbst begleichen"


    Das steht halt so im Gesetz (§ 13 BAföG). Mehr Knete gibt es nur bei auswärtiger Unterbringung:


    "§ 13 Bedarf für Studierende
    (1) Als monatlicher Bedarf gelten für Auszubildende in


    1.
    Fachschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, Abendgymnasien und Kollegs 310 Euro,
    2.
    Höheren Fachschulen, Akademien und Hochschulen 333 Euro.


    (2) Die Bedarfe nach Absatz 1 erhöhen sich für die Unterkunft, wenn der Auszubildende


    1.
    bei seinen Eltern wohnt, um monatlich 44 Euro,
    2.
    nicht bei seinen Eltern wohnt, um monatlich 133 Euro.


    (2a) (weggefallen)
    (3) 1Soweit Mietkosten für Unterkunft und Nebenkosten nachweislich den Betrag nach Absatz 2 Nr. 2 übersteigen, erhöht sich der dort genannte Bedarf um bis zu monatlich 64 Euro. 2Satz 1 findet keine Anwendung, wenn bei Auslandsausbildungen bei dem Bedarf ein Zu- oder Abschlag nach Maßgabe des Absatzes 4 vorgenommen wird.
    (3a) Ein Auszubildender wohnt auch dann bei seinen Eltern, wenn der von ihm bewohnte Raum im Eigentum der Eltern steht."


    P.S.Die obigen Zahlen verändern sich ab Herbst nach oben.

    Die FOS verlangt eine abgeschlossene Berufsausbildung?
    Dann handelt es sich um eine nach § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 BAföG förderungsfähige Ausbildung. Einkommen deiner Eltern wird nicht angerechnet, wenn du 5 Jahre erwerbstätig warst oder nach einer zumindest dreijährigen berufsqualifizierenden Ausbildung drei Jahre oder im Fall einer kürzeren Ausbildung entsprechend länger erwerbstätig warst (§ 11 Abs. 3 BAföG).
    Für das anschließende Studium kannst du ebenfalls BaföG bekommen, obwohl du dann 30 bist, weil du die Zugangsvoraussetzungen für das Studium in einer Fachoberschulklasse, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, erworben hast (§ 10 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 BAföG).
    In welchem Bundesland, an welchem Ort befindet sich die FOS? Wie heißt sie? Dazu verdienen kannst du 400 EUR. Verdienst du mehr, dann wird das BaföG gekürzt.
    Hast du noch Eltern? Können sie dich unterstützen?

    Wenn du nicht bei deinen Eltern wohnst, bekommst du:


    BAföG-Grundbedarf (§13 (1) 2.) 512,00 €
    + Mietzuschlag (bei Miete > 146 €) +54,00 €
    = Gesamtbedarf ("BAföG-Bedarf") = 566,00 €

    BAföG-Anspruch pro Monat:
    (davon Staatsdarlehen: 283,00 €) 566,00 €

    Die Rückzahlung des Darlehens beginnt 5 Jahre nach Ablauf der Förderungshöchstdauer, die monatliche Tilgungsrate beträgt 105,00 EUR. Falls du ein niedriges Einkommen hast, kannst du einen Freistellungsantrag stellen.
    Du kannst nebenher jobben; da du Schulgeld zahlen musst, kannst du nicht nur 400 EUR nebenher verdienen, sondern 600,00 EUR (§ 23 Abs. 5 BAföG),dafür ist allerdings ein Antrag erforderlich.

    "Bekomme ich dann Bafög (also die 333 Euro wie oben genannt)?"


    Wenn du bei deinen Eltern wohnst, bekommst du:



    BAföG-Grundbedarf (§13 (1) 2.) entspricht in diesem Fall
    dem Gesamtbedarf ("BAföG-Bedarf") 414,00 €

    BAföG-Anspruch pro Monat:
    (davon Staatsdarlehen: 207,00 €) 414,00 €

    "und nächstes Jahr würde ich gerne mit einem studium weitermachen, was aber nur geht wenn mein Vater zahlt."


    Wenn er nicht zahlen will,kannst du einen Antrag nach § 36 BaföG stellen.

    Mir scheint es auch so, dass das Bafög zu niedrig berechnet ist.Gefördert wird die BOS elternunabhängig wie das Kolleg.Da du nicht bei deinen Eltern wohnst und 300,00 EUR Miete bezahlst,ergibt sich ein Bafög-Anspruch von 417,00 EUR:



    BAföG-Grundbedarf (§12 (1) 2.) entspricht in diesem Fall
    dem Gesamtbedarf ("BAföG-Bedarf") 417,00 €

    Anrechnung eigenes Einkommen durch Jobben



    Monatseinkommen (§ 21(1)) 250,00 €
    - Werbungskosten -76,67 €
    - Sozialabzüge -37,27 €
    - Freibetrag vom Einkommen (§ 23(1)) -153 €
    = Anrechenbares eigenes Einkommen = 0 €


    => Vom BAföG abzuziehen -0 €

    BAföG-Anspruch pro Monat: 417,00 €


    Demnach wäre das Bafög um 25,00 EUR zu niedrig berechnet.

    Für das Kolleg gibt es elternunabhängiges Bafög (§ 11 Satz 1 Nr.1 BAföG). Kindergeld gibt es dazu.Das BAföG ist in Ost und West gleich. Du hast Anspruch auf 383,00 EUR.Ich nehme an, dass du bei deiner Mutter krankenversichert bist, sonst gäbe es dafür noch einen Zuschuss. Du kannst nebenher noch jobben (bis 400 EUR). Ob du deiner Mutter einen Mietanteil zahlst oder nicht, wirkt sich auf die Bafög-Höhe nicht aus.

    Du solltest Bafög beantragen. Für den Besuch einer Berufsfachschule gibt es grundsätzlich Bafög. um welche Ausbildung handelt es sich? Welche Schule (Name,Ort,Bundesland)? Ist für den Besuch der Berufsfachschule eine abgeschlossene Berufsausbildung Voraussetzung? An welchem Ort wohnst du?An welchem Ort wohnen deine Eltern? Wäre es grundsätzlich möglich, von der Wohnung deiner Eltern aus die von dir angestrebte Ausbildung zu machen oder wäre die Wegzeit zu lang?

    "Denn viele-unter anderem auch der Andy hier- meinen, dass man sein Geld vor Antragsstellung nicht sinnlos verpulvern darf und man bei den Ausgaben an einen Studiumszweck derer gebunden ist, um diese Ausgaben nicht weiter seinem Vermögen zurechnen zu müssen."


    Und wo steht das? Behaupten allein reicht nicht aus.

    Ich würde mich auf die Formulare und die amtlichen Erläuterungen verlassen. Dort steht nichts darüber, dass man Geld nicht fü+r Fernseher oder Auto ausgeben darf. Die Aussagen von Andy sind aus der Luft gegriffen, er kann sie nicht belegen.



    "Nur war mir jetzt nicht klar wie das Bafög-Amt auf meine plötzlichen Ausgaben reagieren wird."


    Woher soll denn das Amt von deinen Ausgaben vor Antragstellung erfahren? Danach wird in den Formularen gar nicht gefragt.


    Hast du einen Freistellungsauftrag erteilt?

    Du solltest in diesem Fall davon ausgehen, dass von dir erzielte Kapitalerträge dem Bafög-Amt bekannt werden. Bei entsprechendem Umfang dieser Eoinkünfte musst du mit Nachfragen rechnen und die Vorlage von Kaufquittungen (Laptop, Fernseher, Klamotten etc.) wäre dann hilfreich. Ich rate dazu, die Quittungen über einen längeren Zeitraum aufzubewahren (evtl. 2 Jahre).

    stephan:
    Wenn du Einkünfte aus Zinsen und/oder Dividenden erzielt hast, musst du beachten, dass deine Angaben zum Vermögen routinemäßig durch automatisierten Datenabgleich beim Bundeszentralamt für Steuern abgeglichen werden:


    § 45d Mitteilungen an das Bundeszentralamt für Steuern


    (1) 1Wer nach § 44 Abs. 1 dieses Gesetzes und § 7 des Investmentsteuergesetzes zum Steuerabzug verpflichtet ist oder auf Grund von Sammelanträgen nach § 45b Abs. 1 und 2 die Erstattung von Kapitalertragsteuer beantragt, hat dem Bundeszentralamt für Steuern bis zum 31. Mai des Jahres, das auf das Jahr folgt, in dem die Kapitalerträge den Gläubigern zufließen, folgende Daten zu übermitteln:


    1.
    Vor- und Zunamen sowie das Geburtsdatum der Person - gegebenenfalls auch des Ehegatten -, die den Freistellungsauftrag erteilt hat (Auftraggeber),
    2.
    Anschrift des Auftraggebers,
    3.
    bei den Kapitalerträgen, für die ein Freistellungsauftrag erteilt worden ist,


    a)
    die Kapitalerträge, bei denen vom Steuerabzug Abstand genommen worden ist,
    b)
    die Kapitalerträge, bei denen die Erstattung von Kapitalertragsteuer beim Bundeszentralamt für Steuern beantragt worden ist,
    c)
    (weggefallen)
    d)
    (weggefallen)


    4.
    Namen und Anschrift des Empfängers des Freistellungsauftrags.


    2Die Datenübermittlung hat nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz auf amtlich vorgeschriebenen maschinell verwertbaren Datenträgern zu erfolgen.3Im Übrigen findet § 150 Abs. 6 der Abgabenordnung entsprechende Anwendung.4Das Bundeszentralamt für Steuern kann auf Antrag eine Übermittlung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck zulassen, wenn eine Übermittlung nach Satz 2 eine unbillige Härte mit sich bringen würde.
    (2) 1Das Bundeszentralamt für Steuern darf den Sozialleistungsträgern die Daten nach Absatz 1 mitteilen, soweit dies zur Überprüfung des bei der Sozialleistung zu berücksichtigenden Einkommens oder Vermögens erforderlich ist oder der Betroffene zustimmt.2Für Zwecke des Satzes 1 ist das Bundeszentralamt für Steuern berechtigt, die ihm von den Sozialleistungsträgern übermittelten Daten mit den vorhandenen Daten nach Absatz 1 im Wege des automatisierten Datenabgleichs zu überprüfen und das Ergebnis den Sozialleistungsträgern mitzuteilen.