Beiträge von nataly

    Zweijährige Fachoberschule Sozialwesen


    Die zweijährige Fachoberschule baut auf der Fachoberschulreife auf und führt zur Allgemeinen Fachhochschulreife. Mit diesem Abschluss ist ein Studium an jeder Fachhochschule der Bundesrepublik Deutschland möglich.



    Ihren besonderen Charakter erhält die Fachoberschule durch die Spezialisierung im Bereich Sozialwesen, die durch eine enge Verknüpfung praktischer und theoretischer Ausbildungsinhalte erreich wird. Der fachpraktische Teil der Ausbildung nimmt in der Klassenstufe 11 zwei Drittel der Ausbildungszeit ein. Er erfolgt in Praktikumseinrichtungen der Bereiche Sozialpädagogik und Sozialarbeit. Hierzu gehören u. a. Kindergärten, Schulhorte und anderen sozialen Einrichtungen. In Klasse 12 steht die Vorbereitung auf die Fachhochschulreifeprüfung in den allgemeinbildenden Fächern und in Sozialpädagogik/ Sozialarbeit, dem Hauptfach der Spezialisierung, im Mittelpunkt des Unterrichts.



    Zugangsvoraussetzung: mindestens Fachoberschulreife

    Was ist das für eine Schule, auf der du das Fachabi machen wirst? Üblicherweise verlangt das Grundsicherungsamt auch, dass Unterhaltsansprüche gegen den Kindesvater geltend gemacht werden oder dass Unterhaltsvorschuss beantragt wird. Hat man da noch nichts in dieser Richtung gesagt?
    Den BAföG-Antrag solltest du möglichst bald stellen.Die Bearbeitung dauert oft mehrere Monate. Falls die BAföG-Berechnung ergibt, dass Einkommen deiner Mutter anzurechnen ist: Rechnest du damit, dass deine Mutter ihren Anteil an dich bezahlt? Sind deine Eltern geschieden?


    "Sie verdient nicht so wenig, dass nix angerechnet wird. Vor Steuer so über 2300."


    Hast du oder hat irgendjemand ausgerechnet, dass und wieviel angerechnet wird? Wurde dabei schon berücksichtigt, dass ab 01.08.08 auf Grund des 22. BAföG-Änderungsgesetzes die Freibeträge für das elterliche Einkommen erhöht werden?

    "Doch die meinte letztens ich müsse Bafög beantragen."


    Wer ist "die"? Wer hat gemeint, du müsstest BAföG beantragen? Meinst du die Lady vom Jugendamt?
    Ich meine auch, du solltest BAföG beantragen. Unter den gegebenen Umständen dürfte ein Anspruch auf elternabhängiges BAföG bestehen. Vergiss auch nicht den Antrag auf Kinderbetreuungszuschlag nach § 14 b BAföG. Ich nehme an, du bekommst auch Kindergeld für deine Tochter.
    Hat irgendjemand gesagt, du hättest Anspruch auf elternunabhängiges BAföG? Wenn ja, wer hat das gesagt und auf welchem § soll dieser Anspruch beruhen? Wenn das niemand gesagt haben sollte: Wie kommst du auf die Idee, du hättest Anspruch auf elternunabhängiges BAföG?

    Das Schulgeld führt beim BAföG lediglich dazu, dass deine Nebenverdienstgrenze erhöht wird, wenn du einen entsprechenden Antrag nach § 23 Abs. 5 BAföG stellst. Ansonsten wirkt es sich nicht aus. Einkommen deiner Mutter ist anzurechnen; eine Vorschrift, aus der sich ergibt, dass die Mutter nicht mehr unterhaltspflichtig ist,wenn ihre Tochter ein Kind bekommt,ist mir nicht bekannt. Den Unterhaltsvorschuss solltest du beantragen.
    Andy: Ein Anspruch auf ALG II könnte bestehen, wenn sich der Bedarf nach § 12 Abs. 1 Nr. 1 BAföG bemisst und somit 192 EUR beträgt (§ 7 Abs. 6 Nr. 2 SGB II). Hier dürfte er sich allerdings nach § 12 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 BAföG richten, so dass kein Anspruch auf ALG II bestehen dürfte.

    § 1615l BGB


    Unterhaltsanspruch von Mutter und Vater aus Anlass der Geburt


    (1) 1Der Vater hat der Mutter für die Dauer von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt des Kindes Unterhalt zu gewähren. 2Dies gilt auch hinsichtlich der Kosten, die infolge der Schwangerschaft oder der Entbindung außerhalb dieses Zeitraums entstehen.
    (2) 1Soweit die Mutter einer Erwerbstätigkeit nicht nachgeht, weil sie infolge der Schwangerschaft oder einer durch die Schwangerschaft oder die Entbindung verursachten Krankheit dazu außerstande ist, ist der Vater verpflichtet, ihr über die in Absatz 1 Satz 1 bezeichnete Zeit hinaus Unterhalt zu gewähren. 2Das Gleiche gilt, soweit von der Mutter wegen der Pflege oder Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. 3Die Unterhaltspflicht beginnt frühestens vier Monate vor der Geburt und besteht für mindestens drei Jahre nach der Geburt. 4Sie verlängert sich, solange und soweit dies der Billigkeit entspricht. 5Dabei sind insbesondere die Belange des Kindes und die bestehenden Möglichkeiten der Kinderbetreuung zu berücksichtigen.
    (3) 1Die Vorschriften über die Unterhaltspflicht zwischen Verwandten sind entsprechend anzuwenden. 2Die Verpflichtung des Vaters geht der Verpflichtung der Verwandten der Mutter vor. 3§ 1613 Abs. 2 gilt entsprechend. 4Der Anspruch erlischt nicht mit dem Tod des Vaters.
    (4) 1Wenn der Vater das Kind betreut, steht ihm der Anspruch nach Absatz 2 Satz 2 gegen die Mutter zu. 2In diesem Falle gilt Absatz 3 entsprechend.

    Hier ein interessantes Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg:


    http://www.juraforum.de/urteile/urteil/vgh-baden-wuerttemberg-urteil-vom-28-11-2003-az-7-s-703.html


    Dort wird ein wegen Heirat erfolgter Fachrichtungswechsel als "unabweisbarer Grund" anerkannt.Außerdem wird dort auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hingewiesen; dort wurde wohl ebenfalls der heiratsbedingte Fachrichtungswechsel als "unabweisbarer Grund" anerkannt.

    Nach deiner Heirat 2006 war dir die Fortsetzung der Ausbildung in Kirgisien nicht zumutbar, denn du hättest nach Kirgisien zurückkehren müssen. Der in Kirgisien erreichte Ausbildungsabschluss wäre nur in Kirgisien berufsqualifizierend, eine Berufsausübung also auch nur in Kirgisien möglich. Eine Fortsetzung der ehelichen Lebensgemeinschaft wäre nicht mehr möglich gewesen; dies wäre nicht zumutbar (Art. 6 Abs. 1GG).

    "Das Bafög Amt hier hat ebend gesagt das eine Berufsfachschule wo ich Schulgeld gezahlt habe, keine anerkannte ausbildung wäre welche die drei Jahre rechtfertigen würde "


    Die Auskunft ist falsch. Da du "staatlich anerkannter Ergotherapeut" bist,muss die Ausbildung staatlich anerkannt sein. Mein Rat: Wend dich an die Berufsfachschule. Die soll dir eine Bescheinigung ausstellen,wonach die Ausbildung staatlich anerkannt ist.

    Maxbak: Du hast also nach der Ausbildung an der Berufsfachschule 4 Jahre und 8 Monate gearbeitet? Dann erfüllst du die Voraussetzungen für elternunabhängiges BAföG nach § 11 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 BAföG.


    Eine Frage: Wie heißt der berufsqualifizierende Abschluss, den du an der Berufsfachschule gemacht hat? Und was möchtest du jetzt studieren?


    Nähere Infos zur elternunabhängigen Förderung findest du in diesem Merkblatt:
    http://www.das-neue-bafoeg.de/de/196.php

    Das Amt für Ausbildungsförderung in Friedrichshafen lässt sich von den BAföG-Antragstellern eine "Erklärung zum Vermögen - Zusatzblatt zum Formblatt 1" unterschreiben.


    Dort heißt es:


    "Prinzipiell ist bei Vermögenswerten der Kontostand bei Antragstellung maßgeblich. Ausnahmsweise ist jedoch dann ein früherer Vermögensstand maßgeblich, wenn bei den Vermögensanlagen größere Abhebungen bzw. Vermögensverfügungen innerhalb der letzten 6 Monate vor Antragstellung stattfanden. Dabei ist auch der Verwendungszweck zu belegen. ... Bitte überprüfen Sie,ob Vermögen Dritter (z.B. Vater, Mutter, Großeltern) auf Ihren Namen angelegt wurde oder ob Dritte für Sie Vermögen angelegt haben, da dieses Vermögen Ihnen auch als Vermögen zugerechnet wird."


    Die Vermögensverfügungen sollten also mindestens 6 Monate vor Antragstellung erfolgen.

    Du schreibst, dass du den Abschluss bereits gemacht hast. Nachträglich oder rückwirkend wird das BAföG für deine Ausbildung an der Berufsfachschule nicht gezahlt.


    Oder bezieht sich deine Frage auf eine derzeitige oder bevorstehende Ausbildung? Wenn ja, was für eine Ausbildung und worauf willst du den Anspruch auf elternunabhängige Ausbildungsförderung stützen?
    Geht es darum, dass du diesen Anspruch auf § 11 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 BAföG stützen willst?

    Oh, das ist schwierig.Wenn du eine Deutsche oder eine EU-Bürgerin wärst, wäre deine Frage einfacher zu beantworten.
    Wo wohnst du denn? Ich hoffe, es gibt dort Beratungsstellen, die dir Rat geben können.

    Noch eine Frage:Hätte die Fortsetzung des kirgisischen Studiums bedeutet, dass du dich von deinem Mann hättest trennen müssen, um an die Uni nach Kirgisien zurückzukehren?Oder konntest du das Studium von Deutschland aus betreiben?
    Irgendwie ist mir der zeitliche Ablauf nicht ganz klar.
    Eine Darstellung des Zeitablaufs ab 1999 wäre nützlich. Daraus sollte auch ersichtlich sein,wo du da warst.