Beiträge von nataly

    Für den Besuch des Kolping Kollegs Stuttgart musst du folgende Voraussetzungen erfüllen:


    "Berufliche Voraussetzungen:


    Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine mindestens 3jährige Berufstätigkeit, wobei auch Zeiten der Arbeitslosigkeit und der Kindererziehung berücksichtigt werden können.


    Schulische Voraussetzungen:


    Mittlerer Bildungsabschluss und Bestehen einer Aufnahmeprüfung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. "


    http://www.kolping-bildungswerk.de/518.0.html


    Wenn du die Voraussetzungen für das Kolleg erfüllst, dann erfüllst du gleichzeitig die Voraussetzungen für das elternunabhängige BAföG nach § 11 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 BAföG.


    Auf die Erwerbstätigkeit kommt es nur dann an, wenn du elternunabhängige Förderung nach § 11 Abs. 3 Satz 1 Nummern 3 und 4 haben willst. Das ist bei dir ja nicht der Fall.

    Ja, das ist ein Kolleg. . Der Besuch eines Kollegs berechtigt bereits zum elternunabhängigen BaföG nach § 11 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 BAföG:


    "Einkommen der Eltern bleibt ferner außer Betracht, wenn der Auszubildende
    1. ein Abendgymnasium oder Kolleg besucht

    Ist das eine Ausbildung in einem Betrieb,für die du eine Ausbildungsvergütung ("Lehrlingsgehalt") bekommst oder ist das eine schulische Ausbildung? Wenn schulisch: welche Schule (Name, Ort,Bundesland). Was für einen Schulabschluss hast du, wo wohnst du (bei den Eltern oder woanders?).

    Für die Zeiten, die unter a) bis f) aufgezählt sind, wird zur Anerkennung verlangt, dass dabei ein bestimmtes Einkommen erzielt wurde und zwar 100 % des Bedarfs nach § 13 Abs. 1 Nr.2 und Abs. 2 Nr. 2 BAföG.


    Für die Kindererziehungszeiten wird das,soweit ich sehe, nicht verlangt.

    Das scheint mir nicht ganz korrekt zu sein.In der BAföG-Verwaltungsvorschrift heißt es:


    "11.3.8 Zu den Zeiten der Erwerbstätigkeit zählen auch Zeiten


    a) der mit Arbeitsunfähigkeit verbundenen Krankheit,


    b) der Mutterschutzfrist nach dem Mutterschutzgesetz,


    c) der Erwerbsunfähigkeit,


    d) der Arbeitslosigkeit, soweit während dieser Zeit nicht eine nach diesem Gesetz förderungsfähige Ausbildung stattgefunden hat und der Auszubildende der Arbeitsvermittlung daher nicht zur Verfügung stand,


    e) der Teilnahme an einer nach den für den jeweils zuständigen Träger geltenden Vorschriften geförderten Maßnahme zur medizinischen oder beruflichen Rehabilitation,


    f) der Teilnahme an einer Fortbildung oder Umschulung nach den §§ 41 - 47 AFG in der bis zum 31.Dezember 1997 geltenden Fassung bzw. der Teilnahme an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung nach §§ 77 ff SGB III,


    wenn der Auszubildende während dieser Zeiten entsprechende Leistungen (z.B. Krankengeld, Arbeitslosengeld) erhielt.


    Tz 11.3.5 ist anzuwenden mit der Maßgabe, daß während der in Satz 1 Buchstaben a bis f genannten Zeiten Einkommen in Höhe der dort genannten Beträge (ohne den Zuschlag von 20 v.H.) als ausreichend anzusehen ist."

    Es ist gut,dass du die Entscheidung zum Studienfachwechsel so schnell getroffen hast,derzeit kannst du noch BaföG für das neue Studium bekommen (§ 7 Abs.3 BAföG).
    Bis zum WS kannst du jobben oder ALG 2 beantragen.

    Wie alt ist die Freundin?Ist sie schon 18? Wie lang wäre die Wegzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn, Bus,Straßenbahn) von der Wohnung der Eltern aus zur Arbeitsstätte (Hin- und Rückweg) incl. Fußweg? Wären das über 120 min täglich?

    Wie heißt das Kolleg oder Berufskolleg in Stuttgart?


    Zunächst kann ich dir folgendes mitteilen:
    Man muss zwischen "Kolleg" und "Berufskolleg" unterscheiden. Beim Besuch eines Kollegs wird IMMER elternunabhängig gefördert (§ 11 Abs.3 Satz 1 Nr. 1 BAföG).

    Es geht hier nicht um Vorausleistungen nach § 36 BAföG sondern um einen Vorschuss nach § 51 Abs.2 BAföG. Diesen Vorschuss gibt es nur für den Erstantrag. Des Weiteren gibt es noch die Möglichkeit, dass nach Ablauf des Bewilligungszeitraums die bisher geleistete Förderung weitergezahlt wird, wenn der Antrag im wesentlichen vollständig zwei Kalendermonate vor Ablauf des BWZ gestellt war und ihm die notwendigen Nachweise beigefügt wurden (§ 50 Abs. 4 BAföG).

    Du solltest mal das Formular "Einkommensermittlung nach §§ 18a und 18b BAföG" genau durchlesen.
    Ganz oben steht neben "Ehegatte" in Klammern folgendes:


    "(muss vom Ehegatten nicht ausgefüllt werden, wenn sein Einkommen den Erhöhungsbetrag für ihn überschreitet)".


    Dies trifft hier zu, das heisst, für deinen Mann muss kein Einkommensermittlungsbogen ausgefüllt werden und du kannst dir die Übersetzungen sparen.

    In § 18 a BAföG steht, dass das Einkommen des Darlehensnehmers maßgeblich ist:


    § 18a Einkommensabhängige Rückzahlung
    (1) 1Von der Verpflichtung zur Rückzahlung ist der Darlehensnehmer auf Antrag freizustellen, soweit sein Einkommen monatlich den Betrag von 960 Euro nicht übersteigt. 2Der in Satz 1 bezeichnete Betrag erhöht sich für
    1. den Ehegatten um 480 Euro,
    2. jedes Kind des Darlehensnehmers um 435 Euro,


    wenn sie nicht in einer Ausbildung stehen, die nach diesem Gesetz oder nach § 59 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch gefördert werden kann.
    3Die Beträge nach Satz 2 mindern sich um das Einkommen des Ehegatten und des Kindes. 4Als Kinder des Darlehensnehmers gelten außer seinen eigenen Kindern die in § 25 Abs. 5 Nr. 1 bis 3 bezeichneten Personen. 5§ 47 Abs. 4 und 5 gilt entsprechend. 6Auf besonderen Antrag erhöht sich der in Satz 1 bezeichnete Betrag


    1.
    bei Behinderten um den Betrag der behinderungsbedingten Aufwendungen entsprechend § 33b des Einkommensteuergesetzes,
    2.
    bei Alleinstehenden um den Betrag der notwendigen Aufwendungen für die Dienstleistungen zur Betreuung eines zum Haushalt gehörenden Kindes, das das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, bis zur Höhe von monatlich 175 Euro für das erste und je 85 Euro für jedes weitere Kind.


    (2) 1Auf den Antrag nach Absatz 1 Satz 1 erfolgt die Freistellung vom Beginn der Antragsmonats an in der Regel für ein Jahr, rückwirkend erfolgt sie für längstens vier Monate vor dem Antragsmonat (Freistellungszeitraum). 2Das im Antragsmonat erzielte Einkommen gilt vorbehaltlich des Absatzes 3 als monatliches Einkommen für alle Monate des Freistellungszeitraums. 3Der Darlehensnehmer hat das Vorliegen der Freistellungsvoraussetzungen glaubhaft zu machen.
    (3) 1Ändert sich ein für die Freistellung maßgeblicher Umstand nach der Antragstellung, so wird der Bescheid vom Beginn des Monats an geändert, in dem die Änderung eingetreten ist. 2Nicht als Änderung im Sinne des Satzes 1 gelten Regelanpassungen gesetzlicher Renten und Versorgungsbezüge.
    (4) (weggefallen)
    (5) 1Der Ablauf der Frist von 20 Jahren nach § 18 Abs. 3 wird, höchstens jedoch bis zu 10 Jahren, durch Zeiten gehemmt, in denen der Darlehensnehmer von der Rückzahlungspflicht freigestellt worden ist. 2Dies gilt nicht, soweit das Darlehen nach § 18b Abs. 5 erlassen worden is

    In Tz 11.3.6 der BAföG-Verwaltungsvorschrift steht:


    "Die Haushaltsführung eines Elternteils, der zumindest ein Kind unter zehn Jahren ... im eigenen Haushalt zu versorgen hat, gilt als den Lebensunterhalt sichernde Erwerbstätigkeit".


    Gib halt an, dass dies 6 Jahre lang der Fall war, dann wird man sehen, ob du Anspruch hast.


    Ich meine, der Umstand, dass du während der Zeit der Kindererziehung ALG II bekommen hast,sollte nicht dazu führen, dass die Kindererziehung nicht anerkannt werden kann. Habe zumindest so etwas nicht gefunden.

    In meinem Gesetzestext steht, dass ein Wechsel bis zum Beginn des 3. FS problemlos ist (§ 7 Abs. 3 BAfög):


    (3) Hat der Auszubildende



    1. aus wichtigem Grund oder



    2. aus unabweisbarem Grund



    die Ausbildung abgebrochen oder die Fachrichtung gewechselt, so wird Ausbildungsförderung für eine andere Ausbildung geleistet; bei Auszubildenden an Höheren Fachschulen, Akademien und Hochschulen gilt Nummer 1 nur bis zum Beginn des vierten Fachsemesters. Ein Auszubildender bricht die Ausbildung ab, wenn er den Besuch von Ausbildungsstätten einer Ausbildungsstättenart einschließlich der im Zusammenhang hiermit geforderten Praktika endgültig aufgibt. Ein Auszubildender wechselt die Fachrichtung, wenn er einen anderen berufsqualifizierenden Abschluß oder ein anderes bestimmtes Ausbildungsziel eines rechtlich geregelten Ausbildungsganges an einer Ausbildungsstätte derselben Ausbildungsstättenart anstrebt. Beim erstmaligen Fachrichtungswechsel oder Abbruch der Ausbildung wird in der Regel vermutet, dass die Voraussetzungen nach Nummer 1 erfüllt sind; bei Auszubildenden an Höheren Fachschulen, Akademien und Hochschulen gilt dies nur, wenn der Wechsel oder Abbruch bis zum Beginn des dritten Fachsemesters erfolgt. Bei der Bestimmung des nach den Sätzen 1 und 4 maßgeblichen Fachsemesters wird die Zahl der Semester abgezogen, die nach Entscheidung der Ausbildungsstätte aus der ursprünglich betriebenen Fachrichtung auf den neuen Studiengang angerechnet werden.