Beiträge von Pfauenauge

    Hallo Hoppel,


    grundsätzlich ist das ja alles nachvollziehbar. Doch sehe ich es so, dass es meine Wohnsitiuation ist die mein finanzielles Problem darstellt. Wären meine "Miet/Wohnkosten" nicht so hoch, könnte ich meinen Lebensunterhalt ja durchaus selbst finanzieren. Da liegt es doch Nahe, dass dann die Wohngeldstelle das Mittel der Wahl wäre. Das wäre für mich logisch.
    Im Moment ist es so, dass ich zwei der drei Darlehen bezahle und so überleben kann. Es geht lediglich um ein Darlehen, dass im Moment ruht, 430-- € für die ich, vorrübergehend, Hilfe brauche. Und meiner Logik nach hat das nicht damit zu tun, dass ich meinen Lebensunterhalt nicht bestreiten kann, ich kann lediglich die Last des Hauses nicht tragen.


    Ich verstehe Deine Ausführungen durchaus und danke Dir, dass Du mir Wege gezeigt hast, die ich evtl. noch gehen kann, doch hoffe ich ehrlich gesagt inständig, dass das Haus ganz rasch verkauft ist.


    Vielen Dank noch einmal und
    viele Grüße
    Pfauenauge

    Hallo Hoppel,


    vielen Dank für Deine rasche Antwort. Da ich bisher, dankbarer Weise, nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen war und mich daher in diese Sache nie vertiefen musste, muss ich nun nachhaken. Verstehe ich Dich richtig? Ich soll ALG beantragen obwohl ich nen Job und Einkommen habe?
    Und.. ich würde Wohngeld bekommen, wenn ich so viel Einkommen hätte um es selbst bezahlen zu können? Hab das hier ja schon in ein paar anderen Themen gelesen. Das man zu wenig verdient um Wohngeldanspruch zu haben? Wo ist da die Logik? Sprich, wenn ich ein paar hundert Euro mehr verdienen würde bekäme ich Wohngeld, damit es mir noch besser geht. Weil ich aber ohnehin schon zu wenig habe, brauch ich auch nicht mehr?


    Hoppel, das geht nicht gegen Dich oder Deinen Beitrag, der ist vollkommen klar bei mir angekommen. Nur das was ich daraus herauslese verursacht mir gerade Magendrücken.


    LG Pfauenauge

    Ich kann die nur empfehlen, mal in der DA 74.2 DA-FamEStG nachzulassen. Vielleicht hilft es weiter.


    Hallo Theo,


    vielen Dank für Deine rasche Antwort und den informativen Link. Ich habe auch die Stelle, die das mit dem Kindergeld begründet gefunden:


    § 94 Abs. 3 SGB VIII hat folgenden Wortlaut:
    „1.Werden Leistungen über Tag und Nacht außerhalb des Elternhauses erbracht und bezieht einer der Elternteile Kindergeld für den jungen Menschen, so hat dieser einen Kostenbeitrag mindestens in Höhe des Kindergeldes zu zahlen. 2.Zahlt der Elternteil den Kostenbeitrag nicht, so sind die Träger der öffentlichen Jugendhilfe insoweit berechtigt, das auf dieses Kind entfallende Kindergeld durch Geltendmachung eines Erstattungsanspruchs nach § 74 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes in Anspruch zu nehmen.“


    Nur ist es eben so, das mein Sohn nur etwa das halbe Jahr außerhalb des Elternhauses verbringt. Ob es wohl hierfür irgendeine Regelung gibt? Und wenn ja, wo finde ich die?


    Kommt da dieser Paragraph in Frage, oder geht es dabei nur um kranke, bzw. behinderte Kinder?


    DA 74.1.5 Höhe des Abzweigungsbetrages
    (1)
    1Kindergeld für Zahl-oder Zählkinder kann bis zu dem auf das Kind entfallenden Anteil i. S. v. § 76 EStG an sie selbst oder einen Dritten ausgezahlt werden. 2Zur Berechnung des auf ein Kind entfallenden Anteils vgl. DA 76.3.
    (2)
    1Die Höhe des Abzweigungsbetrages ist unter Ausübung pflichtgemäßen Ermessens zu ermitteln. 2Leistet der Berechtigte keinerlei Unterhalt, ist das anteilige Kindergeld abzuzweigen (Ermessensreduzierung auf Null, BFH vom 17.2.2004 -BStBl 2006 II S. 130).
    (3)
    1Die Höhe des an Dritte abzuzweigenden Kindergeldes für ein volljähriges, vollstationär untergebrachtes, behindertes Kind hängt von der Heranziehung des Berechtigten zu den Kosten sowie von Art und Umfang des persönlichen Umgangs zwischen dem Berechtigten und dem behinderten Kind ab. 2Dabei sind auch geringe Unterhaltsleistungen des Berechtigten einzubeziehen.
    3In diesen Fällen ist u. a. zu berücksichtigen:
    -
    Hat der Berechtigte keinen Kontakt zu dem Kind und leistet er keinen Barunterhalt, ist das
    anteilige Kindergeld in voller Höhe abzuzweigen (Ermessensreduzierung auf Null).
    -
    Erbringt der Berechtigte nicht unerhebliche zu der Lebensführung seines Kindes erforderliche
    Aufwendungen (z. B. für Einrichtungsgegenstände für das Zimmer im Heim, für ein eigenes
    Zimmer im Elternhaus, für eine Urlaubsfahrt oder für Fahrten anlässlich von Besuchen), kann
    in Ausübung pflichtgemäßen Ermessens der geleistete Aufwand -ohne detaillierte Bewertung der Unterhaltsaufwendungen
    -pauschal berücksichtigt und die Hälfte des anteiligen
    Kindergeldes an den Sozialleistungsträger abgezweigt werden, vgl. BFH vom 23.2.2006 -BStBl 2008 II S. 753. 4Für eine Auszahlung über das anteilige hälftige Kindergeld hinaus, hat
    der beantragende Sozialleistungsträger oder der Berechtigte diese
    Regelvermutung im Einzelfall zu widerlegen.
    -
    Leistet der Berechtigte regelmäßig geringeren Barunterhalt als das anteilige Kindergeld (z. B. in Form eines Kostenbeitrages an den Sozialleistungsträger oder durch Zahlungen an das
    Kind) und erbringt er darüber hinaus keine weiteren Leistungen, kann der Unterschiedsbetrag zwischen dem anteiligen Kindergeld
    und dem geleisteten Barunterhalt an den Sozialleistungsträger abgezweigt werden.
    -
    Leistet der Berechtigte regelmäßig Unterhalt mindestens in Höhe des anteiligen Kindergeldes,
    kommt eine Abzweigung nicht in Betracht.


    Ganz schön schwierig, sich durch diesen Paragraphen-dschungel zu mühen :-).


    LG Pfauenauge

    Noch einmal Hallo an Alle,


    nach dem Tod meines Mannes habe ich beim Jugendamt einen Jugendhilfeantrag gestellt. Mein 15-jähriger Sohn besucht seit 2 Jahren ein Internat und ich kann von meinem derzeitigen Einkommen nicht für die Kosten aufkommen. Nun hat mir das Jugendamt nach monatelanger Prüfung Jugendhilfe bewilligt. Was für mich allerdings schwer nachvollziehbar ist, ist die Tatsache, dass Sie das Kindergeld und die Halbwaisenrente in voller Höhe als Mindeskostenbeitrag meinerseits anrechnen.
    Da dies ja das Geld , das für das Kind bestimmt ist, ist das sicher korrekt, doch ich verstehe nicht das es in voller Höhe angerechnet wird. Mein Sohn verbringt ca. 190 Tage in Jahr im Internat, die übrigen Tage (Wochenende, Ferien, ggf. Krankheit) lebt er bei mir. Und nun frage ich mich, ob mir dann nicht auch ein Anteil an KG und HWR zusteht. Ich bin ja auch diejenige, die die Fahrkarte (635,-- €/Jahr), die Kleidung und auch die Verpflegung und Unterkunft an den restlichen 175 Tagen stellt.
    Ich habe mich schon durch die halbe google Welt gearbeitet, was mir leider nicht weiter geholfen hat. Vielleicht kann mir hier jemand Auskunft geben.


    Liebe Grüße
    Pfauenauge

    Zunächst ein mal ein herzliches Hallo an alle. Ich wende mich heute an Euch, weil ich so langsam mit dem Rücken an der Wand stehe.


    Ich bin 46 Jahre alt, habe drei Kinder 23, 21 und 15 Jahre alt. Die beiden Großen leben nicht mehr bei mir. Vor drei Monaten verstarb mein Mann, plötzlich, unerwartet. Er war Hauptverdiener, sein Verdienst ging überwiegend in die Finanzierung unserers Hauses.


    Mein derzeitiges Einkommen liegt bei 630,-- € netto zzgl. der Witwenrente in Höhe von 790,-- €. Eigentlich genug um überleben zu können. Doch die Schulden auf unserem Haus betragen 250.000,- € Darlehenshöhe ca. 1200,--. Das ich das Haus verkaufen muss ist mir klar, hier ist auch schon alles in die Wege geleitet. Doch bis ich einen Käufer gefunden habe muss ich in irgendeiner Weise überleben. Nun ist meine Frage, ob ich einen Anspruch auf Wohngeld habe und wenn ja, in welcher Höhe sich das in etwa befinden könnte.


    Der Verkauf unseres Hauses gestaltet sich schwierig, da es noch in "halbfertigen" Zustand ist. Deshalb brauche ich einfach noch etwas Zeit.


    Das Kindergeld und die Halbwaisenrente meines jüngsten Sohnes behält das Jugendamt ein, da es nach dem Tod meines Mannes Unterstützung bei den Internatskosten meines Sohnes übernimmt. Den Jungen jetzt vom Internat zu nehmen, würde heißen, ihm erneut den Boden unter den Füßen wegzuziehen und das will ich ihm nicht auch noch zumuten. Er bekommt dort so viel Unterstützung mit dem was hier geschehen ist fertig zu werden.


    Geschrieben habe ich ja nun genug, hoffe nur, nichts vergessen zu haben.


    Würde mich freuen, wenn mir jemand ein wenig Auskunft geben könnte.


    Liebe Grüße
    Pfauenauge