Beiträge von auslaenderbafoeg

    Und nicht nur das!
    Es ist zwar schon eine Zeit lang her, aber im DLF gab es sogar eine Sendung zu Ärzten, deren Ausbildung hier in D nicht anerkannt wurde.
    Einige wenige Ausnahmen durften nach heftigen Protesten auf Grund bestimmter Maßnahmen eine Weiterbildung machen und dann doch noch Arzt praktizieren. Einige andere arbeiteten dann als KrankenpflegerHELFER und durften nicht einmal mehr eine Spritze verabreichen.
    Habe leider keine weiteren Infos mehr dazu, ist auch schon ca. 1-2 Jahre her, dass ich das gehört habe. Nur jetzt wird mir bewusst, mit welcher Diskriminierung bei der Nichtanerkennung von Ausbildungen und der Ehrlichkeit von integrationswilligen Ausländern hier leider rechtlich legal aber nicht Rechtens umgegangen wird.

    Der Grundanspruch nach dem BAföG ist verbraucht, wenn - verkürzt gesagt - nach drei Jahren BAföG-Ausbildungszeit ein Berufsabschluss erreicht worden ist, z.B. an einer Hochschule. Dabei spielt keine Rolle, ob BAföG gewährt worden ist oder auch nur überhaupt gewährt werden konnte. Durch den ausländischen Hochschulabschluss hat Deine Frau diesen Grundanspruch verbraucht (§ 7 Abs. 1 BAföG). Sie kann aber nach § 7 Abs. 2 Satz 2 BAföG für das Inlandsstudium gefördert werden - wenn da nicht die Altersgrenze wäre.... :(


    Hallo Snowblind,


    vielen Dank für deine rasche zweite Antwort!


    Wenn ich das also jetzt richtig interpretiere, haben Ausländer, die mit über 30 Jahren nach Deutschland kommen, ob mit oder ohne Ausbildung, aber deren Ausbildung hier in Deutschland nicht anerkannt wird, keine Chance auf einen qualifizierten Arbeitsplatz.


    Gibt es hier keine Härtefallregelungen?

    Hallo Snowblind,


    vielen Dank für deine Antwort.



    Eine Hürde ist die Altersgrenze von 30 Jahren. Da sehe ich kaum Aussichten, schon weil Deine Frau zwischen 1995 und 2003 oder 2004 nicht gehindert gewesen sein dürfte, ein (weiteres Studium) zu beginnen. Oder?


    Aber zu diesem Zeitpunkt war sie doch noch in ihrem Heimatland, kannte mich nicht und es war gar nicht absehbar, dass sie in Deutschland landen würde. Warum sollte sie dann ein zweites Studium in ihrem Heimatland beginnen?



    Auch das dürfte dabei eine Rolle spielen; ist aus der Ferne aber schwer zu beurteilen. Hier müsstet Ihr belegen, dass sie alles Erdenkliche getan hat, um den Spracherwerb so schnell wie möglich abzuschließen (welche Kurse wurden angeboten? Ablehnungen?)


    Unmittelbar nach unserer Hochzeit musste sie ausreisen, um in ihrem Heimatland das Einreise-Visum, also nicht ein Urlaubs-Visum, zu beantragen. Sie kam nach Deutschland, organisierte die Geburt unseres Kindes, während ich 300 km weit weg gearbeitet habe und nur am Wochenende nach Hause kam. Unmittelbar nach der Geburt unserer Tochter fanden wir bei meiner neuen Arbeitsstelle eine geeignete Wohnung, zogen um und schon mit einem Jahr war unser Kind in der Kita und meine Frau in Deutschkursen. Also schneller geht es nicht.



    Die zweite Hürde ist, dass es sich um eine weitere Ausbildung handelt.Letzteres spielt dabei keine Rolle.


    Das verstehe ich nicht?



    Ansonsten ist wohl richtig, dass der Grundanspruch "verbraucht" ist. Eine weitere Ausbildung kann aber dennoch gefördert werden, wenn die erste Ausbildung im Inland nicht "verwertbar" ist. Oder aber, wenn die zweite die erste Ausbildung "fachlich weiterführt". Wie sieht's mit diesen beiden Punkten aus?


    Die Ausbildung aus ihrem Heimatland wird hier nicht anerkannt. Der Hochschulabschluss wird in Deutschland nur als Abitur gewertet, das ist ein Schulabschluss und kein Ausbildungsabschluss.
    Wie meinst du "Grundanspruch verbraucht"?


    Vielen Dank für deine Antworten.

    geb. 1971
    Hochschulabschluss 1995
    danach beschäftigt im Heimatland
    2003 erste Reise nach Deutschland mit Reise-Visum
    2004 Heirat in Deutschland, Rückreise zur Beantragung einer regulären Einreise (also kein Reise-Visum) nach Deutschland und erneute Einreise in 2004
    2005 Geburt unseres Kindes, Besuch von diversen Deutschkursen mit Abschlüssen in 2007 u. 2008;
    1 Jahr Wartezeit auf Ausbildungsplatz wegen Überfüllung
    2009 Beginn mit der Ausbildung und Antrag auf BAföG

    Hallo,


    ich bin mit einer Ausländerin verheiratet und habe folgendes Problem.


    Meine Frau war zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland schon deutlich über 30 und hat in ihrem Heimatland ein abgeschlossenes Hochschulstudium erworben.
    Der Abschluss des Hochschulstudiums wird in Deutschland nur als Abitur (Hochschulzugangsberechtigung) anerkannt.


    Meine Frau hat nunmehr eine Ausbildung begonnen, die prinzipiell BAföG-förderungswürdig ist. Wir haben BAföG beantragt, aber eine Ablehnung erhalten.


    Der erste Teil der Begründung lautet, dass (nach § 7 BAföG Satz 2: Berufsqualifizierend ist ein Ausbildungsabschluss auch dann, wenn er im Ausland erworben wurde und dort zur Berufsausübung befähigt.) meine Frau eine Ausbildung besitzt und in ihrem Heimatland schon 2 Jahre darin gearbeitet hat.


    Der zweite Teil der Begründung bezieht sich auf den Spracherwerb und die Unverzüglichkeit des Ausbildungsbeginns:
    Meine Frau war zunächst mit einem Besuchsvisum in Deutschland. Wir haben in D geheiratet und sie musste zwangsweise wieder ausreisen und die Einreise nach D im Ausland beantragen. Das hat gedauert und ich habe sie in ihrem Heimatland besucht. Ein paar Monate später reiste sie schwanger nach Deutschland ein. Deutsch hat sie von mir gelernt, aber ein Jahr später (unser Kind ging erst ab dann in die Kita) wurden auch Deutschkurse besucht. Unmittelbar nach Abschluss mit Zertifikaten wurde die Ausbildung begonnen. Meiner Frau wird vorgeworfen, sich nicht unverzüglich um die Sprachkenntnisse und die Ausbildung gekümmert zu haben.