Beiträge von Snowblind

    Nochmal ich... Das Problem dabei besteht aber sicher darin, das ich ab dem dritten Lehrjahr keine Leistungen mehr durch das Arbeitsamt bekomme!?

    Dann wärest Du ab dem dritten Lehrjahr nicht mehr von vornherein vom BAföG ausgeschlossen.

    Zitat

    Vom Arbeitsamt erhalte ich Fahrgeld und meinen ALG1-Satz.

    Ob das "Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch" ist, kann ich leider nicht beurteilen. Vermutlich.

    Verstehe ich jetzt nicht. Im § 2 geht es doch um Ausbildungsstätten...

    Tja, trotz des Titels eben nicht nur. Ist gesetzessystematisch auch nicht gelungen...gilt aber!


    Mit § 2 Abs. 6 BAföG werden ohne Umschweife, d.h. ohne über die Einkommensanrechnung zu gehen, bestimmte Auszubildende mit näher bestimmten Einkünften von vornherein ausgeschlossen, weil davon ausgegangen wird, dass diese Leistungen so hoch sind, dass die betreffenden Auszubildenden dadurch schon "versorgt" sind.

    RicoMTL : Sorry, aber zu Frage 4) hatte ich etwas übersehen:


    Wenn Du für Deine Umschulung Unterhaltsgeld oder Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch erhältst - was ich nach nochmaliger Lektüre Deines Eingangspostings stark vermute -, wärest Du nach § 2 Abs. 6 Nr. 1 BAföG von vornherein nicht förderungsberechtigt.


    Was das dann für Euren WG-Anspruch bedeuten würde, kann ich nicht so recht einschätzen.

    Was das BaföG betrifft, gibt es hier Experten, die Dir entsprechend antworten können. Ich beschränke mich daher in meiner Antwort auf die Nicht-BaföG-Möglichkeiten.

    War eigentlich nicht die Frage, oder?


    Steffi_1 : Sollte ich da falsch liegen, gerne! Ohne Angaben zum schulischen und beruflichen Werdegang würde es aber nicht gehen.


    Neben BAföG fiele mir dann nur noch der Bildungskredit ein (Bundesverwaltungsamt).

    Zitat

    Ich will ja dem bafög amt jetzt schon mitteilen, dass ich wechseln bzw mit maschinenbau aufhören will, sonst krieg ich ja weiter bezüge, obwohl ich nix mehr mache.

    Okay, ich entnahm Deinem ersten Posting, dass das längst passiert sei:

    Zitat

    War die Woche beim Bafög-Amt und hab mal gefragt, was ich machen muss: Exmatrikulieren, Begründung schreiben, neu beantragen usw.

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    Soll ich also erstmal ein Schreiben schicken, dass ich aufhöre (ohne Begründung), oder wie läuft das ab?

    Ja, das reicht erst mal.

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    ich kann ja schlecht hingehen und sagen: "He Leute, hab keinen Bock mehr, schickt mir kein Geld mehr."

    Doch, warum nicht? Nur das

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    hab keinen Bock mehr

    würd' ich persönlich vllt rauslassen.

    Zitat

    Ist nämlich schon Batzen bei mir.

    Ich weiß nicht genau, was Du damit meinst. Aber solltest Du darauf anspielen: Das BAföG bis zur "inneren" Aufgabe des Studiums wird nicht vom Amt zurückgefordert werden.

    Der Besuch der Realschule oder des Gymnasiums wird definitiv nicht gefördert, wenn Du bei den Eltern lebst.


    Aber selbst wenn Du ausziehen solltest, wäre es sehr schwer, BAföG zu erhalten.

    Das Einkommen Deines Freundes wird definitiv nicht auf Dein BAföG angerechnet. Was immer er einnimmt. Solange Ihr nicht verheiratet seid.


    Umgekehrt darf - nach meiner Kenntnis - Dein BAföG nicht auf die HartzIV-Leistungen Deines Freundes angerechnet werden, weil es nach § 1 BAföG zweckbestimmt ausschließlich für Dich ist.


    Bin aber kein HartzIV-Experte, so dass Du da noch andere Äußerungen abwarten solltest.

    Aber steht nicht immer da, das eine Zweitausbildung nur mit besonderer Begründung gefördert wird?

    Nicht, wenn die erste dreijährige Ausbildung an einer Berufsfachschulklasse oder aber an einer Fachschulklasse, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, abgeschlossen worden ist, § 7 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 BAföG. Und das wird wahrscheinlich der Fall gewesen sein.

    Mir geht es ja nur darum, ob wir Wohngeld beantragen können oder nicht... Den wenn einer von uns kein Bafög beziehen darf, sind wir nicht berechtigt Wohngeld zu beziehen.

    Bin kein Wohngeldexperte, aber da Ihr beide dann BAföG-Ausbildungen macht und vermutlich nicht "dem Grunde nach" vom BAföG ausgeschlossen seid, sehe ich da nicht so viele Chancen. Aber da auch der Bezug von AFBG-Leistungen ein Rolle spielen kann, will ich mich hier nicht so weit aus dem Fenster lehnen und mal abwarten, was denn WG-Experten dazu sagen.

    Die Berufsausbildung geht 3 Jahre, ohne das sie ein Jahr wiederholt hat oder ähnliches. Dies wurde damit begründet, das auch Hauptschüler für die Ausbildung zugelassen wurden.

    Drei Jahre? Hätte ich jetzt nicht gedacht.


    Wenn es aber eine Berufsfachschulklasse war oder aber eine Fachschulklasse, deren Besuche eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, sollte aber trotzdem die Erzieherinausbildung (noch) nach dem BAföG gefördert werden können.

    Ich beschränke mich aufs BAföG und gehe daher nur auf Frage 4) ein:


    Zu Deiner Freundin: Sozialassistentinnenausbildung dauern nach meinem Wissen zwei Jahre. Wenn sie nicht insgesamt drei Jahre berufsbildender Ausbildungszeit bis zum Abschluss gebraucht hat, ist für die anschließende Ausbildung ein BAföG-Anspruch grundsätzlich drin.


    Für Dich gilt dasselbe: Es hängt davon ab, wie lange die berufsbildende Ausbildungszeit bis zum Abschluss gedauert hat.

    Zitat

    Leider jedoch liegt unser Haus nur gerade mal 10 Minuten von meiner Schule weg, und desshalb wollte ich fragen, ob es eine andere Chance gibt, BAföG zu erhalten?

    Nein.


    Das BAföG greift bei Gymnasiasten grundsätzlich nur dann, wenn das auswärtige Wohnen ausbildungsbedingt veranlasst ist. Was bei Dir nicht offenbar nicht der Fall ist.

    Offen gestanden, mir ist das alles etwas unverständlich:



    • Nach einem ersten Fachrichtungswechsel nach zwei Semestern verlangen die Ämter in der Regel keine Begründung.



    • Falls doch, verlangen sie die Begündung erst bei einem Antrag für die andere Ausbildung - den Du wohl noch gar nicht gestellt hast?!?



    • Eine sog. Vorabentscheidung kannst Du derzeit auch nicht bekommen, da Du noch nicht weißt, was Du stattdessen beginnen willst.



    • Spräche natürlich nichts dagegen, die Begründung für Dich jetzt schon mal fertig zu machen. Nur dann beschreib doch vor allem, warum Du das Maschinenbaustudium aufgegeben hast; darauf kommt's vor allem an.

    Okay.


    Das Problem ist nicht ohne, aber zu lösen.


    Das Amt wird versuchen, die Anschriften Deiner leiblichen Eltern zu ermitteln (sofern Du nicht adoptiert worden bist; dann natürlich der Adoptiveltern).


    Sind sie nicht zu ermitteln, kann auch nichts angerechnet werden.


    Werden sie ermittelt, erteilen aber die erforderlichen Auskünfte zu ihren Einkünften nicht und zahlen auch keinen Unterhalt, dann kannst Du einen Vorausleistungsantrag stellen und so zu Deinem Geld kommen. Dann setzt sich das Amt weiter mit ihnen auseinander.


    Einen Vorausleistungsantrag kannst Du auch stellen, wenn sie sogar "mitspielen", den angerechneten Unterhaltsbetrag aber nicht leisten.


    Etwas ausführlicher habe ich das hier mal geschrieben: http://www.bafoeg-aktuell.de/forum/anspruch-und-antrag/5884-blueht-meinen-eltern.html#post19653


    So wie Du das schilderst, scheint es mir ratsam, dem Amt gleich zu sagen, was Sache ist, und den Vorausleistungsantrag (oder die Vorausleistungsanträge) auch gleich mit zu stellen.

    Zitat

    Schülerbafög werde ich mit 99%iger Sicherheit bekommen, allerdings werden ja die Schulkosten nicht übernommen (gibt es da eigentlich einen Paragraphen oder so, wo das direkt drin steht, dass Schulkosten nicht übernommen werden?), was für mich finanziell durchaus zum Problem werden kann.

    Das Problem umgekehrt ist: Es gibt keine Vorschrift im BAföG, nach der das Schulgeld als zusätzlicher Bedarfsposten vorgesehen ist (siehe §§ 12 bis 14b BAföG und die HärteV dazu). § 1 Abs. 1 HärteV, in dem das mal drinstand, ist im letzten Jahrhundert gestrichen worden.

    Zitat

    Nun meine Frage: Was gibt es evt. für Förderungsmöglichkeiten um das Schulgeld zu bezahlen?


    Gibt es vielleicht Stipendien für Fälle wie meinen?

    Letzteres kann ich nicht ausschließen; kenne mich mit Stiftungen etc. aber nicht gut aus.

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    Oder würde ein Stipendium in Höhe des Schulgelds vom Bafög abgezogen?

    Nicht, wenn es zweckbestimmt fürs Schulgeld gedacht ist.


    Ansonsten fiele mir noch der Bildungskredit des Bundesverwaltungsamts ein sowie das Sozialamt mit SGB XII-Leistungen (vllt. Eingliederungshilfe für Behinderte o.ä.?).

    So ein Quatsch, und wo möchte die das bitte gehört haben? :confused: Also ich halte mich da ja immernoch an den aktuellen Gesetzestext, das ist nunmal DIE Quelle wo's geregelt ist, nachzulesen auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung:


    §10: Alter (3) Ausbildungsförderung wird nicht geleistet, wenn der Auszubildende bei Beginn des Ausbildungsabschnitts, für den er Ausbildungsförderung beantragt, das 30. Lebensjahr vollendet hat.


    Ausnahmen und weitere Infos unter BAföG 2008: § 10 Alter

    Dem kann ich mich nur anschließen.

    Nach dem BAföG-Ausbildungsstättenverzeichnis von NW gibt's dort eine Abendrealschulklasse.


    Wenn Du diese Klasse besuchst und nicht bei den Eltern lebst, richtet sich der Bedarfssatz nach § 12 Abs. 2 und 3 BAföG. Hinzu kommen könnten Bedarfe nach den §§ 13a und 14b BAföG.

    Zitat

    Naja und mein großes problem ist ich habe seit meinem auszug aus dem familien Haushalt keinen kontakt mehr und kenne meinen leiblichen vater nicht. Was kann ich tuen bitte um hilfe ist dringend.

    Worum geht's?

    Hallo!
    Wenn für einen Studienplatz ein 12-wöchiges Praktikum erforderlich ist, was mindestens für 6 Wochen bereits VOR Studienbeginn absolviert worden sein muss (die restl. 6 Wochen wahlweise bis Ende des ersten Studienabschnittes), besteht für die Praktikumszeit die vor Studienaufnahme absolviert wird schon Anspruch auf Bafög?

    Gut möglich.


    Was Du schreibst, muss in den Ordnungen o.ä. der Hochschule zwingend vorgeschrieben sein. Und es muss sich um ein Vollzeitpraktikum handeln (mind. 20 Std./Woche).

    Vor Praktikumsbeginn war Arbeitslosigkeit.

    Spielt keine Rolle.