Beiträge von Tydur

    und der gesamtbedarf eines sich in der ausbildung befindenden soll höher sein als der einen studenten? also ich persönlich mache da grad andere erfahrungen. ich hatte im jahr 2007 eine ausbildung begonnen, diese aber innerhalb der probezeit gekündigt weil es nur probleme mit dem arbeitgeber gab und die ausbildung sich auch als eher ungeeignet herausgestellt hat. zu der zeit wurde mir der mehrbedarf jedenfalls zugesprochen. jetzt habe ich noch zusätzliche kosten durch literatur und wesentlich höhere fahrtkosten aber ein mehrbedarf greift dann nicht mehr? zu bedenken wäre ja noch das es sich auch beim studium um eine (akademische) ausbildung handelt. das problem ist ja wirklich das man im gesetz oder in den anmerkungen der düsseldorfer tabelle keinerlei angaben dazu findet und anwälte für familienrecht folgende aussagen machen:


    "Mehrbedarf


    Ein höherer Unterhaltsanspruch kann sich aus dem Gesichtspunkt des Mehrbedarfs ergeben. Besondere Bedeutung hat der ausbildungsbedingte Mehrbedarf z.B. für Auslandsstudium, Literatur, Repetitor, Mensa-Essen. Dieser Mehrbedarf ist von den Eltern zu decken, wenn er sachlich begründet und die Leistung den Eltern zumutbar ist. Ein höherer Unterhaltsanspruch kann des Weiteren bestehen, wenn die Eltern in überdurchschnittlichen wirtschaftlichen Verhältnissen leben. An diesen Lebensverhältnissen soll das Kind auch während des Studiums teilhaben. Umgekehrt kann sich ein niedrigerer Unterhaltsanspruch ergeben, wenn die Eltern nur eingeschränkt leistungsfähig sind."

    hat sie vorher mitgeteilt das sie einen weiteren bildungsweg einschlagen will?
    wie hoch ist in etwa dein einkommen?
    hat deine tochter BAB beantragt?
    ich schätze solche informationen bräuchte man um in dem fall was klares sagen zu können.


    wenn du wirklich nicht fähig bist zu zahlen solltest du das dem gegnerischem anwalt mit nachweisen über deine kosten mitteilen, denn niemand kann zur zahlung gezwungen werden, wenn nichts zum zahlen da ist. vor gericht würden die besonderen umstände in denen ihr euch befindet auf jeden fall berücksichtigt werden und sich auch auf den unterhalt auswirken.

    1. Muß man als Elternteil für die Studiengebühren aufkommen ?


    laut der düsseldorfer tabelle sind in dem bedarf von 640€ keine studiengebühren enthalten. in den fällen die ich kenne müssen die studiengebühren zusätzlich von den eltern getragen werden, wenn diese zahlungsfähig sind. ansonsten könnte man auch einen studienkredit aufnehmen, was aber nicht die regel ist.


    2. Ist meine Unterhaltsberechnung richtig ?
    640,- € Unterhaltsanspruch eines Studierenden der nicht mehr im Haushalt wohnt.
    minus 164,-€ Kindergeld was dem Studierenden direkt zugeführt wird
    minus 68,- € Bafög
    entspricht 408,- € zu entrichtenden Unterhalt


    die unterhaltsberechnung ist soweit richtig, ich habe aber auch aussagen von fachanwälten für familienrecht gefunden die einem studenten, genauso wie einem auszubildenden, zusätzlich 90€ ausbildungsbedingten mehrbedarf zusprechen(zb für fahrkosten), was aus meiner sicht auch logisch ist. somit würde sich der zu leistende unterhalt um 90 € erhöhen, allerdings suche ich dafür immer noch urteile oder paragraphen.


    das man mit einem partner zusammen wohnt sollte keinen einfluss auf den unterhaltsanspruch haben, da dieser einem nicht zu unterhalt verpflichtet ist. man könnte das eher mit einer wg vergleichen. da wird auch der volle unterhalt gezahlt und man ist sich gegenseitig nicht verpflichtet.

    zum nebenjob: wie gesagt, gehört das geld eigtl dir, da du nicht verpflichtet bist einen nebenjob anzunehmen. oft verlängert sich durch nebenjobs aber auch die studienzeit(mehrbelastung), was dann auch wieder den unterhalszahler betrifft. in dem fall müsste man dann eine einigung finden, aber in erster linie ist das geld erstmal deins und kann nicht vom unterhalt abgezogen werden.

    solange du offiziell studierst darfst du einen bestimmten betrag dazuverdienen. dieser betrag gehört dann in der regel auch dir und kann dir nicht vom unterhalt abgezogen werden. wenn du aber weißt das du bei nächster gelegenheit die fachrichtung wechselst würde ich dir raten mit der mutter eine einigung zu finden, bei der sie jetzt nicht zahlt, dafür aber wieder wenn du weiter studierst, denn wenn du pech hast verfällt durch die aufnahme eines neuen studiums dein anspruch.


    jedem steht es zu festzustellen das er sich falsch entschieden hat und das ein anderer beruf besser geeignet ist. das im 3. semester zu tun ist aber im normalfall schon ausserhalb des rahmens in dem man diese entscheidung treffen sollte(man findet oft den richtwert von einem halben jahr). wichtig ist dabei auch das die eltern von der entscheidung wissen und einverstanden sind. ist deine mutter einverstanden muss sie bei der aufnahme des studiums normalerweise auch wieder zahlen, wobei es da wie immer eine gewisse grauzone gibt in der ein richter bei einer evtl nötigen verhandlung spielraum hätte. es kann also im fall einer verhandlung auch sein das dir der unterhalsanspruch abgesprochen wird.

    edit: wenn sie dir den ausbildungsvertrag nicht zukommen lässt bist du im normalfall zu nichts verpflichtet, da sie ihrer auskunftspflicht nicht nachkommt und du somit keine werte hast an denen du dich orientieren kannst.

    da die tochter erst 19 ist hängt das auch von deinem einkommen ab.
    du müsstest allerdings auch ca 3000 - 4000€ netto verdienen damit deine tochter theoretisch noch anspruch auf unterhalt hätte. wenn das der fall ist müsstest du die zahl mal genau sagen. bei nem geringeren einkommen würde die tochter aber solange sie noch zu hause wohnt im normalfall nichts mehr bekommen.

    das heißt eigtl einfach nur das die unterhaltspflicht nie verjährt. die anmerkung mit dem einen monat bezieht sich nur auf das rückwirkende zahlen. wenn sich ein kind z.b. seit 5 monaten schon in der ausbildung befindet, den unterhalt aber erst im 6. monat einfordert, müssen die eltern auch erst ab diesem zeitpunkt zahlen.

    hat sie vorher angekündigt sich nach der ersten lehre noch weiterzubilden oder hat sie das jetzt spontan entschieden?


    man geht im allgemeinen davon aus das eine ausbildung angemessen ist die den fähigkeiten des kindes entsprechen. da die tochter ihre pka-ausbildung vorzeitig abgeschlossen hat gehe ich davon aus das sie für den beruf auch geeignet ist und das ganze mit der angedachten zielstrebigkeit angeht, also wäre das schon mal kein grund nicht zu zahlen. wenn sie den plan nun aber erst kurzfristig gefasst hat ist die unterhaltspflicht theoretisch erfüllt. wenn das aber schon von anfang an ihr plan war musst du weiter zahlen.

    ich hab dir auf deinen anderen beitrag schon geantwortet aber machs hier in kürze mit den neuen infos nochmal. wie gesagt, laut der tabelle von 2009 bist du mit deinen ca 2000€ normalerweise bei 476 €. ich bin mir jetzt nicht sicher ob 2 stufen übersprungen werden können(also auf 553) oder ob man nur um 2 erhöhen kann(also auf 519). die düsseldorfer tabelle bezieht sich auf 3 kinder denen man zu unterhalt verpflichtet ist. wenn er der einzige ist wäre es gerechtfertigt, das du höher eingestuft wirst, es ist aber nicht notwendigerweise die regel.


    normalerweise gibt es dann auch noch den ausbildungsbedingten mehrbedarf von 90 €(entsteht z.b. durch fahrkosten, etc), der vom einkommen vor der verrechnung abgezogen wird. wenn dein sohn nichts verdient wäre er damit dann bei -90€. somit würde sich, ausgehend von 476 €, der unterhalt auf 402€ belaufen (476€ bedarf - 164 € Kindergeld + 90 € ausbildungsbedingter mehrbedarf = 402 €). je nachdem ob du nun noch hochgestuft wirst würde sich das dann um 43 oder 77 € erhöhen. ich denke aber mal wenn dein sohn keine weiteren kosten hat ist es auch ok dich nicht höher einzustufen.

    bei deinen einkünften gehe ich nach eigener erfahrung davon aus das dein sohn kein bafög oder nur wenig bekommen wird. der bedarf für einen zuhause lebenden über 18jährigen berechnet sich nach der düsseldorfer tabelle. im normalefall wären das bei deinen 1900-2000€ dann 476 €. die mutter ist mit ihren etwas über 400 € ausserhalb des selbstbehaltes und müsste nichts zahlen. je nachdem ob du noch mehr kinder hast kann sich das aber auch erhöhen oder verringern. ist der sohn dein einziges kind kann sich der bedarf um bis zu 2 einkommensstufen erhöhen(das wären dann 519 €). ich bin mir nicht 100%ig sicher ob bei der düsseldorfer tabelle schon das kindergeld abgezogen wurde, gehe aber nicht davon aus(es geht aus den anmerkungen nicht hervor).


    d.h., von den 476 bis 519 € würde das kindergeld (oder die hälfte des kindergeldes, da er ja bei der mutter wohnt - da müsstest du nen experten befragen) abgezogen werden, sowie das einkommen deines sohnes, verringert um den ausbildungsbedingten mehrbedarf von 90€(hat der sohn z.b. 400 € lohn werden davon nur 310 € vom bedarf abgezogen).


    wichtig ist noch, das es sich bei der düsseldorfer tabelle nur um richtlinien handelt. hat der sohn also nachweislich höhere oder niedrigere kosten hat man die möglichkeit den bedarf anzupassen.


    sonderkosten wie zb studiengebühren wären in dem bedarf NICHT enthalten und müssten extra gezahlt werden.


    ich habe selbst seit ca 15 jahren keinen kontakt zu meinem vater(er hat augenscheinlich kein bisschen interesse daran) und würde dir deswegen auch raten dich, was immer auch vorgefallen ist, nochmal mit ihm zusammen zu setzen oder ne mail/einen brief zu schreiben und ihm auch vorsichtig deine bedenken zu äußern. ansonsten solltest du ihm keine steine in den weg legen und helfen wo du kannst, dann hast du dir letztendlich nichts vorzuwerfen. verdeutliche ihm das er immer zu dir kommen kann wenn er probleme hat, versuch auch den kontakt zu halten(anspruch auf auskunft über den verlauf der ausbildung hast du sowieso). mehr kannst du da wohl nicht machen wenn er es momentan nicht will.


    ich hab die düsseldorfer tabelle grad mal gesucht. hier der link:


    http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/RedaktionBMFSFJ/Abteilung2/Pdf-Anlagen/duesseldorfer-tabelle-2009,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf


    ich hoffe das ist alles einigermaßen verständlich und hilft dir weiter.

    Hallo.


    Ich studiere momentan im 3. Semester und habe seit Jahren Ärger mit meinem Vater wegen des Unterhalts. Demnächst werde ich wohl Klage vorm Familiengericht einreichen müssen und bräuchte dazu Informationen zum Thema, ob und wenn ja unter welchen Umständen man den ausbildungsbedingten Mehrbedarf von 90 € vom Bafög abziehen bzw auf den eigenen Bedarf und damit auf den Unterhalt aufrechnen darf.


    Ich habe einen eigenen Hausstand am Studienort und habe daher z.b. hohe Fahrtkosten für Heimfahrten. Bisher habe ich im Internet die Information gefunden, das man den Mehrbedarf z.b. für Auslandssemester und auch für Literaturanschaffungen, Kosten durch Mensa-Essen, etc. geltend machen kann, nur fehlen mir die entsprechenden Paragraphen oder Urteile zum Thema.


    Ich würde mich freuen schnellstmöglich eine Antwort zu bekommen.