Beiträge von Theo

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    Im WG-Bescheid wird diese Überweisung nun nicht als unschädliches Kindergeld sondern als Einkommen meines Sohnes berücksichtigt.


    Es wird angerechnet, da es sich im Sinne des Wohngeldgesetzes um Unterhalt handelt.



    Im Fall des Wechselmodells haben grundsätzlich beide Elternteile für den Barunterhalt des Kindes einzustehen. Der Unterhaltsbedarf bemisst sich nach dem beiderseitigen Einkommen der Eltern und umfasst außerdem die infolge des Wechselmodells entstehenden Mehrkosten.

    Der dem Kind von einem Elternteil während dessen Betreuungszeiten im Wechselmodell geleistete Naturalunterhalt führt nicht dazu, dass ein Barunterhaltsanspruch nicht geltend gemacht werden kann. Der geleistete Naturalunterhalt ist vielmehr nur als (teilweise) Erfüllung des Unterhaltsanspruchs zu berücksichtigen.

    Quelle: BGH, Beschluss vom 11.01.2017, Az. XII ZB 565/15



    Wohngeld ist eine Sozialleistung und damit nachrangig zum Unterhalt.


    Bevor du bei der Wohngeldstelle Widerspruch einlegst, müsst ihr den Barunterhaltsanspruch des Kindes klären. Mit der Teilung der Betreuung sowie des Kindergeldes ist es jedenfalls nicht getan.

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    Das ändert sich dann aber sollte Sie aus dem Haus Ihrer Mutter ausziehen, richtig? Hier wird dann ihr neuer Bedarf ermittelt und die Rechnung wird entsprechend der Nettoeinkommen beider Elternteile neu berechnet.


    beide Kinder sind privat versichert. ich denke, das kann nicht als zusätzlichen Bedarf angerechnet werden.


    Diese wenigen Sätze zeigen mir, dass du die Anmerkungen zur Düsseldorfer Tabelle (DT) nicht gelesen hast ;). Dies wäre aber der Einstieg in die Unterhaltsberechnung.


    "entsprechend Nettoeinkommen der Eltern" -> Im Tabellenkopf der DT steht "Nettoeinkommen des/der Barunterhaltspflichtigen (Anm. 3, 4)". Aus den Anmerkungen 3 und 4 wird deutlich, dass damit nicht das Nettoeinkommen laut Gehaltsnachweis gemeint ist. Wobei diese nicht umfassend genug sind. Für eine richtige Einkommensbereinigung (z.B. Wohnwert einer eigenen Immobilie), müsstet ihr die Unterhaltsleitlinien/-grundsätze des zuständigen OLG heranziehen. Diese sind ähnlich, können sich aber in einzelnen Punkte unterscheiden.

    Da der Wohnort nicht bekannt ist, bitte selbst googeln.


    Ich weiß, die Verwendung des Begriffs "Nettoeinkommen" in der DT ist irreführend. Daher hatte ich oben schon "bereinigtes Einkommen (dies ist nicht das Netto!)" geschrieben.



    "wird dann ihr neuer Bedarf ermittelt" -> Der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Kindes im eigenen Haushalt beträgt in der Regel monatlich 735 EUR (Anm. 7). In den Bedarfsbeträgen der DT sind Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung nicht enthalten (Anm. 9).


    Das bereinigte Nettoeinkommen (siehe dazu auch unten) der Tochter sowie das Kindergeld werden angerechnet.


    Grundsätzlich müsste eure Tochter vorrangig zum Unterhalt BAB beantragen. Aber hier scheint mind. ein Elternteil sehr gut zu verdienen (private KV). Ich denke, da kann sie mangels Anspruch auf einen BAB-Antrag verzichten.


    PS: Der Gesamtunterhaltsbedarf nach Anm. 7 der DT hat sich bisher immer am BAföG-Höchstsatz orientiert. Der BAföG-Höchstsatz wurde zum 01.08.2019 von 735 € auf 853 € erhöht. Es ist daher davon auszugehen, dass auch der Gesamtunterhaltsbedarf zum 01.01.2020 entsprechend angepasst wird.


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    Wenn ich richtig gelesen habe, dann sind 90 € der Teil der ihr auf alle Fälle zusteht.


    Die 90 € sind alt. Die Pauschale für den ausbildungsbedingten Mehrbedarf beträgt seit 2018 100 €.


    Anmerkung 8 zur DT: Die Ausbildungsvergütung eines in der Berufsausbildung stehenden Kindes, das im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnt, ist vor ihrer Anrechnung in der Regel um einen ausbildungsbedingten Mehrbedarf von monatlich 100 EUR zu kürzen.


    Dies bedeutet im Umkehrschluss, lebt das Kind in einem eigenen Haushalt, sind nur die tatsächlichen Kosten zu berücksichtigen.


    Allerdings könnte sich in der Unterhaltsleitlinien des zuständige OLG eine abweichende Regelung finden. Es gibt OLG, welche immer mind. 100 € berücksichtigen, sofern die tatsächlichen Kosten geringer sind. Höher Kosten werden von allen OLG anerkannt.

    Ebenfalls in der Unterhaltsleitlinien findet ihr, was alles zum ausbildungsbedingten Mehrbedarf gehört.


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    Im Moment teilen wir uns die Kosten für meine Tochter.


    Dies wäre richtig, wenn euer bereinigtes Nettoeinkommen annähernd gleich ist.

    Der Anteil jedes Elternteils am Gesamtunterhalt des Kindes richtet sich nach dem bereinigten Einkommen des jeweiligen Elternteils.

    Sind sich die Eltern einig, ist natürlich auch eine andere Verteilung möglich.


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    Im Falle meines Sohnes, könnte man die Versicherung kündigen?


    Besprich mit deinem Sohn, wie lange hat er sich verpflichtet hat und welchen Ausbildungsweg (Studium?) er plant.

    Evtl. solltest du dich zum Thema Anwartschaftsversicherung beraten lassen.


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    In wieweit meine Tochter weiterhin privat kranken versichert sein möchte, muss sie selbst entscheiden
    Weil Du es erwähnst, beide Kinder sind privat versichert.


    Deine Tochter hat kein Wahlrecht, während einer betrieblichen Ausbildung ist sie gesetzlich krankenversichert.

    Aber auch hier könnte es sinnvoll sein, eine Anwartschaftsversicherung aufrecht zu erhalten.

    Besprich mit deiner Tochter, was sie evtl. nach der Ausbildung plant.

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    Ich verstehe nicht wie man als Alleinstehender auf einen Höchstsatz pro Monat von 522 EUR (Mietstufe 6) kommen soll. Total unrealistisch was die auf der Internetseite angeben.


    Du hast sicher gelesen, dass dies nicht der Höchstbetrag für Wohngeld, sondern der Höchstbetrag für Miete (§ 12 WoGG) ist?

    Diesen erreicht man, indem man für seine Wohnung entsprechend Miete zahlt. Was daran unrealistisch sein soll, erschließt sich mir nicht.


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    Wie hoch würde denn das Wohngeld vorliegend ausfallen? Ich bräuchte Planungssicheerheit,


    Anhand deiner Angaben kann ich deinen Wohngeldanspruch nur grob schätzen. Hoppel hat schon darauf hingewiesen, dass für die Berechnung des Wohngeldes das Nettoeinkommen ohne Belang ist. Dies gilt auch für die Warmmiete.

    Für Planungssicherheit bist du in einem (Laien-)Forum ohnehin falsch. Wir dürfen aus rechtlichen Gründen keine Einzelfallberatung durchführen. Das "Versprechen" von Beträgen gehört dazu.


    Gib deine Daten bitte selbst in einen Wohngeldrechner ein. Vorab empfehle ich, die Broschüre "Wohngeld - Ratschläge und Hinweise" zu lesen. Ohne grundsätzliche Kenntnisse der Wohngeldberechnung, wird dir jeder Rechner ein falsches Ergebnis ausgeben.

    Alternativ kannst du in der Wohngeldtabelle nachschlagen. Aber auch hier kommst du ohne Grundkenntnisse nicht weit.


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    Ich muss 1 Jahr mit ordentlichem Wohngeld auskommen.


    Was verstehst du unter "ordentlichem Wohngeld"? Geh davon aus, dass der Wohngeldanspruch, der sich aus dem genannten Einkommen ergibt, unter 1/4 der zu berücksichtigenden Miete (dies ist nicht die Warmmiete, siehe § 9 WoGG) liegen wird.


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    weil im schlimmsten Fall,falls das Wohngeld knapp ausfällt,dann muss ich noch mehr arbeiten bzw. einen zweiten Job suchen.


    Mit Wohngeld kannst du deine Finanzlücke nicht decken. Sind Einsparungen bei den Ausgaben nicht möglich, kommst du um eine Ausweitung der Erwerbstätigkeit nicht herum.

    Beachte die 20-Stunden-Regel für Studenten.


    PS: Es gibt den Kfw-Studienkredit. Da du bereits verschuldet bist, sollte dieser der letzte Ausweg sein. Evtl. für die Prüfungsphase.

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    Meine Mutter möchte mir jedoch nach der Antragstellung 100 Euro Unterhalt freiwillig auf meine Bankkonto zahlen.


    Sofern du keine Vorausleistung (§ 36 BAföG, Formblatt 8 ) beantragst, interessiert sich das BAföG-Amt nicht für Unterhaltszahlungen der Eltern. Deren Einkommen wird schon nach den Regelungen des BAföG berücksichtigt.

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    Naja, es geht ja mehr darum, dass wir ihn gar nicht kontaktieren wollen. der Vater wisse wohl auch gar nicht, dass er Vater ist

    Welche Möglichkeiten haben wir den Vater aus dem Spiel zu lassen?


    Die Mutter hat die Möglichkeit keine Sozialleistungen (u.a. BAföG) für die Tochter zu beantragen und das Austauschjahr selbst zu finanzieren.

    Möchte sie die Allgemeinheit an den Kosten beteiligen, muss sie vorher zumindest versucht haben, den Vater zu kontaktieren und zur Unterhaltszahlung aufzufordern.


    Wer an einer Ausbildung teilnimmt, die seiner Neigung, Eignung und Leistung entspricht, hat ein Recht auf individuelle Förderung seiner Ausbildung, wenn ihm die für seinen Lebensunterhalt und seine Ausbildung erforderlichen Mittel nicht anderweitig zur Verfügung stehen (§ 3 Abs. 1 SGB I i.V.m. § 1 BAföG).

    Verwandte in gerader Linie sind verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren (§ 1601 BGB).


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    Gibt es irgendwelche Dokumente, die man beim Bafög-Amt einreichen könnte für den Schutz des Kindes?


    Schutz des Kindes wovor? Davor, dass der im Ausland lebende Vater seine Tochter kennenlernen möchte? Oder das sie ihn kennenlernen möchte?


    Deine Nichte ist 14/15 und demnächst für ein Jahr in den USA. Sollte der Vater danach wirklich versuchen Kontakt aufzunehmen, ist sie alt genug, selbst zu entscheiden, ob sie dies möchte. Das Risiko, dass Vater und/oder Tochter sofort den Wunsch äußern, dass sie zukünftig bei ihm lebt, halte ich für gering.

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    Besteht Wohngeldanspruch


    Anhand deiner Angaben könnte für ein Jahr Anspruch auf Wohngeld bestehen.

    Wann wirst du voraussichtlich mit dem Studium fertig?


    6.000 € Ersparnisse - geschätzt 900 € Kaution = 5.100 €

    Einnahmen 909 € + 100 € anteilige Jahressonderzahlung + 425 € Ersparnissen (1/12) = 1.434 €

    Ausgaben 1.500 € + 140 € anteilige Jahresausgaben = 1.640 €


    ergibt ein Minus von 206 € pro Monat

    mit Wohngeld und einem dicken Rotstift bei den Ausgaben, könnte es für ein Jahr reichen

    (sofern du kaum Geld für eine Wohnungsausstattung ausgibst)



    Spätestens nach einem Jahr sind deine Ersparnisse aufgebraucht und die Rechnung sieht so aus:


    Einnahmen 909 € + 100 € anteilige Jahressonderzahlung = 1.009 €

    Ausgaben 1.500 € + 140 € anteilige Jahresausgaben = 1.640 €

    ergibt ein Minus von 631 € pro Monat


    Damit besteht kein Anspruch auf Wohngeld mehr.


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    Lebensmittel: 360 EUR
    Pflegeprodukte, Haushaltsmittel: 70 EUR
    Strom: 45 EUR
    Frisör: 30 EUR
    Klamotten: 100 EUR/Jahr
    Bücher: 100 EUR/Jahr


    Hast du diese Beträge geschätzt?

    Die Posten 1-3 sind für eine Person sehr hoch. Wohingegen die Kosten für Bekleidung und Studium gering erscheinen. Kosten für Freizeit bzw. Hobby hast du gar nicht eingerechnet.


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    Kontostand: 6000 EUR
    Kreditrückzahlungen 285 EUR


    Grundsätzlich würde ich dazu raten, das Guthaben zur Schuldentilgung einzusetzen, um das monatliche Budget zu entlasten und Zinsen zu sparen.

    Problem: Wenn du dies tust, läufst du sofort wieder in die Schulden, da deine Ausgaben die Einnahmen trotzdem deutlich übersteigen. Anspruch auf Wohngeld bestünde dann, mangels ausreichendem Einkommen, auch nicht mehr.


    Mein Rat: Geh zu einer Schuldnerberatung. Durch den Umzug in eine eigenen Wohnung bist du per Definition überschuldet. Je eher du dir Hilfe suchst, desto leichter kann die Schuldenspirale durchbrochen werden. Zumal deine finanzielle Situation in einem Jahr richtig prekär wird, wenn du nichts unternimmst.


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    PKW: Zeitwert 3500 EUR
    Benzinkosten: 80 EUR
    KFZ-Steuer: 100 EUR
    KFZ Haftpflicht: 400 EUR
    Reperaturen: 300 EUR


    Fast 1.800 € im Jahr bzw. 150 € im Monat.


    Überlege dir ehrlich, wann, wofür und wie lange du den Pkw nutzt, ob er wirklich unverzichtbar ist oder ob es andere, günstigere Lösungen gibt. Mit den genannten Zahlen, kannst du ihn auf Dauer ohnehin nicht halten. Daher wäre es evtl. sinnvoll ihn frühzeitig abzustossen und das Geld für die Schuldentilgung einzusetzen.


    In vielen Städten gibt es Carsharing-Angebote. Rechne mal durch, ob dies nicht günstiger wäre, als ein eigener Pkw. Zudem hast du vermutlich ein Semesterticket.


    In meinem Fall ist es sogar so, dass ich deutlich weniger (eigentlich gar nicht mehr) mit dem Pkw fahre, seit ich Carsharing nutze. Dank Monatskarte bin ich trotzdem mobil.


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    Besteht Hartz 4 Anspruch und in welcher Höhe?
    Würde auch eine Kautionsübernahme möglich sein?


    Zweimal nein, da Student.

    Du hast auch keinen Anspruch auf eine Wohnungserstausstattung.

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    Er weigert sich die benötigte Belege zur Errechnung der Unterhaltsplicht herauszugeben, was auch darüber entscheiden wird, ob ich einen BaföG Anspruch habe oder nicht.


    Wenn dein Vater keine Auskunft über seine finanziellen Mittel gibt, kannst du Vorausleistungen nach § 36 Abs. 2 BAföG beantragen. Das BAföG-Amt kontaktiert dann deinen Vater, ggf. mit Bußgeldfestsetzung oder Zwangsmaßnahme.


    Ist bekannt, warum er die Auskunft verweigert?


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    Was kann ich tun, um Geld rechtzeitig zu erhalten?


    Selbst wenn dein Vater mitwirken würde, wäre es sehr unwahrscheinlich, dass dein BAföG-Antrag rechtzeitig zum Semesterbeginn bewilligt würde.


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    Welche Möglichkeiten habe ich um bis zu einem Entschluss mich finanziell über Wasser zu halten?


    Nebenjob, Kindergeld (sofern unter 25), KfW-Studienkredit, evtl. Übergangsdarlehen vom Jobcenter ...


    Auf BAföG wirst du voraussichtlich noch einige Monate warten müssen.


    Wovon lebst du derzeit?


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    Meine Mutter ist nicht unterhaltspflichtig.


    Deine Mutter ist auf jeden Fall unterhaltspflichtig, evtl. ist sie derzeit nur nicht leistungsfähig.


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    Meine Rechtsanwältin bereitet momentan den Gerichtsprozess.


    Welchen Gerichtsprozess?

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    Nun kam gestern ein Schreiben von der Agentur für Arbeit

    Darin heißt es, dass man mir die Förderung an der Umschulung zusichert und man mir Ausbildungsbeihilfe bewilligt,


    Ich vermute, dass mit Ausbildungsbeihilfe nicht die Berufsausbildungsbeihilfe (§§ 56 ff SGB III), sondern ALG I nach § 144 SGB III gemeint ist.


    Woher weißt du, dass "das was man mir jetzt bewilligt hat", geringer ist als "der errechnete ALG I Betrag", wenn um Bescheid "gar kein Betrag genannt" wird?


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    In dem Schreiben war desweiteren gar kein Betrag genannt den man mit seitens der ARGE bewilligt


    Im Bescheid der Agentur für Arbeit stehen keine Leistungen von Dritten. Zumal die ARGE seit 2010 nicht mehr existiert.

    Ich bin 23 Jahre alt.


    Dann beziehen deine Eltern sicher noch Kindergeld für dich?

    450 € Minijob + 204 € Unterhalt könnten für Wohngeld ausreichend sein.


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    Um die 1000 Euro rum, aber dann muss ich wieder 100 Euro Krankenkasse im Monat mehr zahlen, habe also für viel Stress keinen Ertrag -,


    So in etwa wird es aussehen, wenn du mit 25 noch studierst, da dann sowohl das Kindergeld, als auch die Familienversicherung wegfallen.


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    Wenn ich keinen Job hätte, wäre mein Zuschuss laut eines Wohngeldrechners höher,


    Aber nur theoretisch. Praktisch könntest du ohne Job deine Miete nicht zahlen und hättest somit auch keinen Anspruch auf einen Mietzuschuss.


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    was laut Wohngeldrechner ausreichend wäre, um Wohngeld zu erhalten.


    Die meisten Wohngeldrechner ermitteln nur eine Wohngeldzahlung der Höhe nach. Sie prüfen nicht die grundsätzlichen Voraussetzungen.


    Dieser Wohngeldrechner gibt zumindest einen Hinweis, wenn das Mindesteinkommen unterschritten sein könnte. Ganz zuverlässig ist dies nicht, da er natürlich nur die Daten berücksichtigen kann, welche eingegeben wurden.

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    Ich wohne alleine und die Miete beträgt warm 850 Euro.

    Meint ihr, dass ich Wohngeld erhalten würde?


    Mit 850 € Miete hast du keine Chance auf Wohngeld. Deine Miete ist für eine Person viel zu hoch.

    Derzeit liegt du weit unter der Mindesteinkommensgrenze und sobald du diese erreichst, ist dein Einkommen wiederum zu hoch, um Anspruch auf Wohngeld zu haben.


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    arbeite nebenbei als Werkstudent (500 Euro - 50 Euro Rentenbeitrag) = 450 Euro.


    Die studentische KV/PV (ca. 100 € ab WS 19/20) musst du von diesem Einkommen auch noch bezahlen.

    Eine Familienversicherung über die Eltern ist bei dem genannten Einkommen nicht mehr mögich.

    Empfänger von Wohngeld haben keinen Anspruch auf eine Befreiung vom Rundfunkbeitrag.

    Ausnahme: Das Einkommen überschreitet den sozialen Bedarf um weniger als die Höhe des monatlichen Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro.


    Für die Sozialkarte sind die Regelungen regional unterschiedlich, so dass du dich vor Ort erkundigen müsstest.

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    Wie rechne ich das nun aus? Ich bin mit dem Wohngeldrechner etwas überfordert.


    Womit konkret bist du überfordert? So können wir dir nicht helfen.


    Das Einkommen deines Freundes wird auf jeden Fall mit berücksichtigt.

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    nur 58€ pro Monat anzusetzen.


    Sorry, aber diese Rechnung ist Blödsinn. Dir wurde ab November 2016 "etwas über" 880 € Rente bewilligt und dieses Geld hattest du auch tatsächlich zur Verfügung.

    Deine Lebensgefährtin (Miete) und die Agentur für Arbeit (ALG I) sind lediglich in Vorausleistung gegangen und du hast es aus der Rentennachzahlung zurückgezahlt.


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    Ich bin doch für beide Kinder gleichermaßen verantwortlich (je nach Alter bisschen mehr oder weniger).

    Meine Partnerin muss die Miete des Kindes auch nicht alleine tragen.


    Doch das muss sie, da du nur sehr geringen Barunterhalt leisten kannst und Sozialleistungen aufgrund ihres Einkommens nicht in Frage kommen.


    Du bist Rentner und ich unterstelle, dass du überwiegend euer Kind betreust. Damit erfüllst du deine Verpflichtung, zum Unterhalt des Kindes beizutragen, durch die Pflege und die Erziehung des Kindes (§ 1606 Abs. 3 S. 2 BGB).

    Somit spricht auch nichts dagegen, dass deine erwerbstätig Lebensgefährtin den überwiegenden Barunterhalt für euer Kind leistet.


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    Ich kann doch ein Kind nicht schlechterstellen, um das andere versorgen zu können.


    Genau. Daher ist die Miete durch drei Bewohnner zu teilen.

    Die Teilung der Miete durch zwei und damit verbundene Erhöhung des Selbstbehalts, würde eine indirekte Unterhaltszahlung an Kind 2 bedeuten und dies ist nicht zulässig.

    Zumal Kind 2 - im Gegensatz zu Kind 1 (14-tätigen Umgang mal außen vor) - vermutlich auch Betreuungsunterhalt von dir erhält.


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    Zumal ich die Kosten eines Umzugs gar nicht mehr stemmen könnte in meiner derzeitigen finanziellen Lage.


    In diesen Satz kann man viel über hineininterpretieren, aber ich lasse es mal.


    Der Kernproblem scheinen hier nicht die Zahlungen ans Jugendamt für Kind 1 zu sein. Viel kann das ohnehin nicht sein. Selbst wenn du es reduzieren kannst, entspannt das deine finanzielle Lage nur minimal.


    Das wahre Problem ist, nach meinem Eindruck, dass einer von euch beiden der Überzeugung ist, dass der Vater für ein Kind zu zahlen hat. Nur leider kannst du dies nicht und wirst es aus gesundheitlichen Gründen vielleicht nie können. Macht euch gedanklich von dieser Rollenverteilung frei, im Alltag ist dies sicher längst der Fall. Du betreust euer Kind (hoffe ich zumindest), die Mutter übernimmt den finanziellen Teil.

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    Wohnung mit Partnerin und neuem Kind 2 (2 Jahre)

    Warmmiete 1000€

    Ich zahle monatlich 500€ warm


    Eine Erhöhung des Selbstbehalts wäre nur möglich, wenn es nicht möglich oder zumutbar ist, die Mietkosten zu senken. Ob dies erfüllt ist, lässt sich deinem Beitrag nicht entnehmen.


    Es ist aber ohnehin irrelevant, da 3 Personen in der Wohnung leben und dein Mietanteil somit nur 333 € beträgt.


    Du kannst nicht den Mietanteil von Kind 2 auf deinen Anteil drauf rechnen, um so den Selbstbehalt erhöhen. Es wäre eine unzulässige Bevorzugung von Kind 2 gegenüber Kind 1.


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    Ich wohne von Kind1 40km entfernt und habe dadurch an 2 Wochenenden pro Monat 320km aufzuwenden. Kann ich hierfür zusätzlich den SB anheben lassen?


    Wieso 320 km pro Wochenende?

    Kind abholen 80 km und Kind zurückbringen 80 km = 160 km


    Bleibt das Kind nicht über Nacht bei euch? Wie alt ist das Kind?

    Können öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden?


    Du bist verpflichtet alles dir Mögliche zu tun, um den Mindestunterhalt für beide Kinder zu sicher. Dazu gehört auch, die Umgangskosten so gering wie möglich zu halten.


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    (Nahtlosigkeitsregelung), welches dann endete und die 5 Monate ohne Einkünfte folgten. Ich wartete damals auf die Bewilligung der Rente.


    Die Rente wurde doch sicher rückwirkend bewilligt und du hast eine entsprechende Nachzahlung erhalten. Oder irre ich hier?


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    Zum Jobcenter ging ich nicht, da meine Partnerin Einkünfte hatte und ich nichts bekommen hätte.


    Deine Partnerin hat 1.000 € netto (ca. 1.300 € brutto). Du hättest sicher Anspruch auf ALG II gehabt. Es wäre dann natürlich mit der Rentennachzahlung verrechnet worden.

    Wovon habt ihr damals gelabt? Wie hast du deinen KV-Beitrag gezahlt? Die 1.000 € netto gingen doch komplett für die Miete weg.


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    Da die Gegenseite meine Argumente bisher einfach unbegründet an sich abtropfen ließ und mit Textbausteinen antwortete, habe ich mir überlegt die oben genannten Punkte alle vorzutragen und künftig (nach Quotelung) für Kind1 nur an die UVK zu bezahlen was über die 900€ hinausgeht.


    Das die Gegenseite deine "Argumente bisher einfach an sich abtropfen ließ", könnte daran liegen, dass sie unbegründet sind.

    Weder liegt dein Mietanteil über dem im Selbstbehalt berücksichtigten Betrag, noch sehe ich eine Einkommenslücke von 5 Monate.


    Wieviel zahlst du derzeit ans Jugendamt? 40-50 €? Statt weiter ergebnislos mit dem Jugendamt zu streiten, würde ich euch empfehlen ALG II zu beantragen. Vorausgesetzt die Miete ist für euren Wohnort angemessen, dürfte Anspruch bestehen.


    Gibt es einen Unterhaltstitel? Wenn ja, können deine Unterhaltszahlungen sogar bei der ALG II-Berechnung berücksichtigt werden.