Beiträge von Theo

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    Aber wie sieht es aus mit einem Kredit? oder zählt es nicht als Einkommen?


    Hallo,


    jein. Bei der Plausibilitätsprüfung zählt ein Kfw-Studienkredit als Einkommen, nicht aber bei der eigentlichen Wohngeldberechnung.


    Ein Studienkredit sollte aber meiner Ansicht nach, der letzte Ausweg sein. Evtl. in der Prüfungsphase, wenn du keine Zeit zum Arbeiten hast. Aber als Finanzierung für ein Praktikum ...? Du musst nach dem Studium schon dein BAföG-Darlehen (max. 10.010 €) zurückzahlen. Dein Studium ist nach dem einen Jahr sicher auch noch nicht beendet. Wenn ich grob überschlagen, wie hoch der monatliche Auszahlungsbetrag für schätzungsweise mind. 2 Jahre sein müsste - da bist du mit der Darlehenshöhe im fünfstelligen Bereich.


    Könnte in deinem Fall die BAföG-Förderungsdauer verlängert werden?


    Besteht die Chance, dass du ein besser bezahltes Praktikum findest? Könntest du am Wochenende etwas hinzuverdienen?

    Wie sieht es mit finanzieller Unterstützung von Eltern, Großeltern oder anderen Verwandten aus? Es müsste ja nicht einer allein jeden Monat mehrere hundert Euro zahlen, wenn dir mehrere Personen jeweils 20 € geben, bringt dich das schon ein Stückchen weiter. Diese Unterhaltszahlungen wären natürlich Einkommen im Sinne des WoGG.


    Viele Grüße

    Hallo,


    mit den genannten Zahlen besteht mangels ausreichendem Einkommen kein Anspruch auf Wohngeld.


    Als Mindesteinkommen bräuchtest du

    432 € Regelbedarf + 380 € Miete + 105 € KV/PV = 917 €


    Während des Praktikums wirst du ca. 385 € netto verdienen.

    Deine Ersparnisse reichen nicht aus, um davon - zusammen mit dem Einkommen - ein Jahr deinen Lebensunterhalt zu bestreiten.


    Viele Grüße

    Hallo,


    meine Glaskugel hat heute frei.

    Du schreibst so gut wie gar nichts über deinen bisherigen Lebenslauf, nichts über die geplante Ausbildung. Aber wir sollen deine Chancen auf Aufstiegs-BAföG einschätzen. Das ist nicht möglich.


    Informationen zum Aufstiegs-BAföG findest du hier:

    https://www.aufstiegs-bafoeg.de/


    Solltest du vor deinem 25. Geburtstag mit der Ausbildung beginnen, können deine Eltern wieder Kindergeld für dich beantragen. Der Anspruch endet mit Vollendung des 25. Lebensjahres.


    Zitat

    wenn ja wie läuft das ab


    Antrag auf Aufstiegs-BAföG stellen. Formulare findest du im o.g. Link.


    Zitat

    soweit ich weiss geht man ja dann vom Amt raus.


    Aufstiegs-BAföG beantragst du auch bei einem "Amt".
    Geht deine Frau nicht arbeiten, werdet ihr zudem auf weitere Sozialleistungen angewiesen sein.


    Viele Grüße

    Hallo,


    es gibt im Internet Wohngeldrechner, wo du verschiedene Möglichkeiten durchspielen kannst.

    Auf die Höhe des Wohngeldes hat u.a. Einfluss, wie sich dein Einkommen zusammensetzt. Ein Studienkredit wird z.B. anders berücksichtigt, als Erwerbseinkommen.


    Eine Einschätzung zur Wohngeldhöhe werde ich nicht abgeben, da konkrete Rechtsberatung im Einzelfall in einem Laien-Forum nicht erlaubt ist.


    Viele Grüße

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    weil ich dort ein Vollzeit Studium zum technischen Betriebswirt beginne. Ich werde für meine Seite Bafög beantragen

    Nun stellt sich die Frage: Kann meine Ehefrau irgendwie für sich Wohngeld beantragen wenn sie mit mir lebt?


    Hallo,


    sofern du Aufstiegs-BAföG beantragst, könnt ihr einen Aufschlag für Verheiratete erhalten. Ob ihr darüber hinaus Wohngeld beantragen könnte, hängt von der Höhe eures Einkommens sowie der Miete ab.


    VG

    Hallo,


    die Mindesteinkommensgrenze liegt in deinem Fall bei 432 € (seit 2020) + 455 € (+ ggf. Beiträge für KV/PV) = 887 €.

    Allerdings hat die Wohngeldstelle hier einen kleine Ermessensspielraum, wenn die Angaben insgesamt plausibel sind.

    Mit 750 € Einkommen liegst du an der untersten Grenze für diesen Ermessensspielraum. Es könnte zu Nachfragen zur Höhe deiner Ausgaben z.B. für Lebensmittel, Hygieneartikel etc. kommen.


    Ebenfalls kommt es darauf an, für wie realistisch die Wohngeldstelle deine Einkommensschätzung hält. Hast du zu dem "prognostizierten Einkommen aus versch. Tätigkeiten" schon konkrete Arbeitsverträge?

    Besteht die Möglichkeit zusätzlich einen kleinen Studienkredit aufzunehmen?


    Sollte dir Wohngeld bewilligt werden, endet - bei gleichbleibendem Einkommen - dieser Anspruch sobald du von der Familienversicherung in die studentische KV/PV wechselst.


    VG


    PS: Hast du Ersparnisse, musst du die Mindesteinkommensgrenze nicht erreichen.

    Hallo,


    mein Antwort setzt voraus, dass du normaler Arbeitnehmer (kein Azubi, Student etc.) bist.


    Die Mindesteinkommensgrenze liegt in deinem Fall bei 432 € + 384 € = 816 €.

    Allerdings hat die Wohngeldstelle hier einen kleine Ermessensspielraum, wenn die Angaben insgesamt plausibel sind.

    Mit 675 € netto liegst du an der untersten Grenze für diesen Ermessensspielraum. Es könnte zu Nachfragen zur Höhe deiner Ausgaben z.B. für Lebensmittel, Hygieneartikel etc. kommen.


    VG


    PS: Hast du Ersparnisse, musst du die Mindesteinkommensgrenze nicht erreichen.

    Tipps zum Sozialbetrug gibt es hier nicht.


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    Man könnte doch für Heizung und Warmwasser niedrige Pauschalwerte ansetzen

    Auf eine Nebenkostenabrechnung dann einfach im Vertrag verzichten.


    Das ist nicht möglich. Über die Vorauszahlungen für Betriebskosten ist jährlich abzurechnen (§ 556 Abs. 3 BGB).


    Auch das Weglassen der Vorauszahlungen bringt nichts.

    Bei der Ermittlung der Miete bleiben Heizkosten und Kosten für die Erwärmung von Wasser außer Betracht. Ergeben sich diese Beträge nicht aus dem Mietvertrag oder entsprechenden Unterlagen, sind Pauschbeträge abzusetzen (§ 9 Abs. 2 WoGG).

    Hallo,


    keine Angst du schaffst das :)


    Zitat

    Gibt es weitere Unterstützung für Menschen, die ähnlich wie ich, zunächst ohne alles dastehen ?


    Da du erst 18 bist, kannst du dich ans Jugendamt wenden. Dies sollte dein erster Schritt sein.


    Du könntest dich auch an deinen zukünftigen Ausbilder wenden. Alle Behörden, also auch die Polizei, bieten ihren Beschäftigten eine Sozialberatung. Diese begleitet in schwierigen Lebenssituationen und vermittelt bei Bedarf Hilfen.

    Da die Polizei sicher daran interessiert ist, dass du die Schule abschließen und die Ausbildung beginnen kannst, könnte ich mir vorstellen, dass sie dir die Sozialberatung schon vorab zur Verfügung stellen. Die Ansprechpartner unterliegen der Schweigepflicht.


    Weitere Unterstützung könntest du evtl. in der Schule erhalten. Habt ihr einen Vertrauenslehrer oder eine Sozialberatung?


    Wie ist der Kontakt zu deinem Vater?

    Würde er dich bei der Wohnungssuche oder Behördengängen unterstützen?

    Könnte du vielleicht sogar für ein halbes Jahr bei ihm wohnen?


    Zitat

    Habe ich als Schüler, ohne eigene finanzielle Einkünfte, etwas besonders zu beachten bei der Wohnungssuche


    Je nachdem in welcher Region du lebst, dürfte es ohne Einkommen oder Bürgen schwer werden eine Wohnung zu finden. Auch hier kann dich das Jugendamt unterstützen.

    Findest du keine Wohnung, kann das Jugendamt dich ggf. auch vorübergehend in einer Wohngruppe unterbringen.

    Als Poizeianwärterin hättest du dann inkl. Kindergeld genügend Einkommen für eine kleine Wohnung.


    Zitat

    Auch wenn der Entschluss auszuziehen von meiner Mutter ausging, möchte sie mich nicht unterstützen.


    Deine Mutter ist dir gegenüber unterhaltspflichtig, ob sie möchte oder nicht.


    Vorausgesetzt deine Eltern sind entsprechend leistungsfähig, hast du ab dem Tag des Auszugs einen Unterhaltsbedarf von 860 € (inkl. Kindergeld, siehe Düsseldorfer Tabelle). Das Jugendamt hilft dir, die Ansprüche bei deiner Mutter geltend zu machen. Dein Vater zahlt bereits Unterhalt, evtl. müsste aber sein Anteil neu berechnet werden.


    Zitat

    Oder macht es vielleicht sogar mehr Sinn Bafög zu beantragen ?


    Du hast keinen Anspruch auf BAföG.

    Da du eine Ausbildungsstätte nach § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BAföG besuchst, zählt einzig, ob von der Wohnung der Eltern aus eine entsprechende zumutbare Ausbildungsstätte nicht erreichbar ist (§ 2 Abs. 1a Satz 1 Nr. 1 BAföG).

    Andere Gründe als die räumliche Entfernung, etwa ... unzureichende Wohnverhältnisse, ... erfüllen diese Voraussetzungen nicht.

    siehe Rz 2.1 a.1 bis 2.1 a.20 BAföGVwV


    Zitat

    Habe ich überhaupt Anrecht auf Wohngeld ?


    Evtl. ja, allerdings nachrangig zum Unterhaltsanspruch gegenüber deinen Eltern.

    Mit Beginn der Ausbildung besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Wohngeld mehr.

    Lastenzuschuss ist das "Wohngeld" für Eigentümer einer Immobilie.


    Erst müsstest du einen Mietvertrag unterschreiben, dann könntest du ggf. Wohngeld beantragen. Den Antrag stellt du bei der Gemeinde, in der sich die Wohnung befindet. Die Bearbeitungszeiten sind regional unterschiedlich.


    Liebe Grüße

    Theo

    Hallo,


    nach § 2a AFBG müssen nicht öffentliche Maßnahmenträger einen Eignungsnachweis erbringen (z.B. ISO 9001).


    praxisDienste ist erst seit dem 06.11.2019 nach ISO 9001 zertifiziert. Für dich zu spät.

    Ob vorher schon ein anderer Eignungsnachweis vorlag, konnte ich nicht herausfinden. Dagegen spricht, dass praxisDienste auf seiner Internetseite schreibt: "Eine Beantragung für Aufstiegs- bzw. Meisterbafög ist möglich. Es besteht jedoch kein grundsätzlicher Rechtsanspruch auf Aufstiegs-Bafög-Förderung."


    Nach der negativen Einspruchsentscheidung bleibt dir nur noch der Klageweg. Da solltest du aber belastbarere Argumente haben, als "Aktenzeichen der Teilnehmer, die einen Zuschuss erhalten haben". Du müsstest den Nachweis erbringen, dass praxisDienste 2017 die Anforderungen aus § 2a AFBG erfüllt hat.

    Du könntest bei den anderen BAföG-Ämtern nachfragen, welche Unterlagen dort dazu vorliegen.

    Erster Ansprechpartner in der Frage wäre allerdings praxisDienste selbst.

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    was aber in meinem Fall garnicht ging,

    Das begründet keinen Förderanspruch. Zumal du selbst schreibst, dass es öffentliche Anbieter gegeben hätte, wenn auch nicht in NRW.


    Zitat

    da ich in diesem Fall meinem Arbeitgeber für diese Fortbildung ( nach 31 Jahren ) hätte kündigen müssen.


    Ich weiß nicht, wie die Fortbildungen bei den öffentlichen Anbietern aufgebaut (Anzahl Präsenztage etc.) gewesen wären.

    Nach 31 Jahren hätte sich aber in Abprache mit dem Arbeitgeber bestimmt ein Weg* gefunden, wo du nicht gleich hättest kündigen und umziehen müssen. Zumal er von der Weiterbildung auch profitiert.


    * z.B. Bildungsurlaub, bezahlte Freistellung durch den Arbeitgeber, Urlaub oder Zeitausgleich, vorübergehende Teilzeitbeschäftigung ...


    Zitat

    wurde abgelehnt, weil ich keinen öffentlichen Träger für die Fortbildung gewählt hätte


    Das stand vermutlich nicht so im Ablehnungsbescheid bzw. in der Einspruchsentscheidung (siehe oben).


    Viele Grüße

    Hallo,


    Zitat

    Allerdings besteht diese aus lediglich 16 Wochenstunden und einem Lohn von 10 Euro die Stunde.
    Ich bin 26 Jahre und wohne alleine zur Miete (310 Euro Warmmiete an den Vermieter und 75 Euro pro Monat an die Stadtwerke).


    Brutto ca. 693 €

    RV -49,79 € (Gleitzone)

    Netto 643,21 €

    KV/PV -100,59 € (plus Zusatzbeitrag)

    Miete -310 €

    Stadtwerke -75 €

    bleiben 157,62 €


    Davon gehen noch die Studiengebühren an die Euro-FH ab. Wie viel zahlst du hier pro Monat?

    Unterm Strich bleibt somit vermutlich nichts für deinen Lebensunterhalt übrig.


    Zitat

    Anspruch auf Bafög habe ich nicht, da ich nach 4 Semestern (das Fernstudium zählt als Vollzeitstudium) nicht die zu diesem Zeitpukt erforderlichen Credit Points habe.
    Werde ich Anspruch auf Wohngeld haben?


    Da du dem Grunde nach keinen Anspruch auf BAföG hast, besteht grundsätzlich Anspruch auf Wohngeld.

    Allerdings ist dein Einkommen aus der Werkstudententätigkeit viel zu gering.

    Hast du weitere Einkünfte und/oder Ersparnisse, welche du für deinen Lebensunterhalt einsetzen kannst?


    Zitat

    75 Euro pro Monat an die Stadtwerke


    Was ist darin enthalten? Heizkosten? Strom?


    VG

    Ähm, wir alle zahlen etwas für unsere Wohnung, sei es nun zur Miete oder Eigentum. Das jemand komplett kostenlos wohnt, dürfte wohl eher die Ausnahme sein.

    Sich "etwas aufzubauen" schaffen die Meisten trotzdem.

    Hallo,


    bei der Ermittlung der Miete bleiben Heizkosten und Kosten für die Erwärmung von Wasser außer Betracht. Ergeben sich diese Beträge nicht aus dem Mietvertrag oder entsprechenden Unterlagen, sind Pauschbeträge abzusetzen.

    Kommt nur der Abzug eines Pauschbetrages von der Miete in Betracht, so beträgt dieser:

    1. für Betriebskosten für zentrale Heizungs- und Brennstoffversorgungsanlagen oder für die Kosten der eigenständig gewerblichen Lieferung von Wärme 1,25 Euro monatlich je Quadratmeter Wohnfläche;

    2. für Betriebskosten für zentrale Warmwasserversorgungsanlagen ... für einen Bewohner 9 Euro monatlich, ...

    (§ 9 Abs. 2 WoGG i.V.m. § 6 Abs. 2 WoGV).


    Zitat

    Ich habe heute meinen neuen Wohngeldbescheid, gültig ab 01.01.2020 erhalten.

    Monatseinkommen: 399,16 EUR
    zu berücksichtigte Miete 278,22 EUR, ergibt 196 EUR Wohngeld.


    habe aber Anfang Januar einen Änderungsbescheid erhalten, dort sind 1.800 EUR berücksichtig und es ergibt sich eine Wohngeldzahlung in Höhe von 214,00 EUR, sonst ist der Bescheid von Inhalt identisch.

    Ich dachte 2020 erhöht sich das Wohngeld.


    In dem Bescheid vom Dezember 2019 (für 2020) wurde noch die Wohngeldtabelle 2019 angewendet, in dem Bescheid vom Januar 2020 die Wohngeldtabelle 2020.

    Da die Beträge ansonsten identisch sind, kannst du sehr gut erkennen, dass sich das Wohngeld 2020 grundsätzlich erhöht hat.

    Das es bei dir real 4 € weniger sind, liegt daran, dass in der Wohngeldberechnung für 2019 die zu berücksichtigenden Miete höher war.


    Zitat

    Hat sich hier die Berechnung geändert?


    Nein, das galt auch schon 2019.

    Warum bei dir 2019 die Vorauszahlung für die Heizung und 2020 die Pauschbeträge angesetzt wurden, kann dir nur die Wohngeldstelle erklären.


    Viele Grüße

    Hallo,


    dir auch ein schönes Jahr 2020.


    Das Einkommen der Kinder wird beim Wohngeld voll angerechnet.


    § 5 Abs. 1 i.V.m. § 6 Abs. 1 WoGG: Haushaltsmitglied ist auch, wer ... mit einem Haushaltsmitglied in gerader Linie ... verwandt oder verschwägert ist, ... und mit der wohngeldberechtigten Person den Wohnraum, für den Wohngeld beantragt wird, gemeinsam bewohnt, wenn dieser Wohnraum der jeweilige Mittelpunkt der Lebensbeziehungen ist.

    Bei der Berechnung des Wohngeldes sind ... sämtliche Haushaltsmitglieder zu berücksichtigen (zu berücksichtigende Haushaltsmitglieder).


    Kindergeld ist an Anspruchsvoraussetungen geknüpft. Ist das Kind voll erwerbstätig besteht kein Anspruch mehr.


    VG