Beiträge von Schonny

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    Hallo zusammen,


    ich schlage mich derzeit mit der Vermögensanrechnung beim BAföG herum. Dazu eine grundsätzliche Frage, die ich mir bisher nicht selbst beantworten konnte, weil die Begrifflichkeiten mitunter sehr durcheinander gewürfelt werden.
    Verstanden habe ich, dass das BAföG-Amt vom Amt für Steuern Informationen beantragt. Oft ist nun von Freistellungsauftrag die Rede. Ist die grundsätzliche Höhe des beantragten Freistellungsauftrages gemeint oder der tatsächlich genutzte Anteil - also die konkreten Zinsen oder Dividenden, die ich bekommen habe?


    Ich frage nur, weil ich bei einem Depot und einem Tagesgeldkonto zusammen einen Freistellungsauftrag von 500€ erteilt habe. Schlichtweg damit ich mir keine Gedanken mehr darum machen muss. Das, was ich tatsächlich an Zinsen/Dividenden herausbekomme, ist allerdings WESENTLICH darunter.


    Ist also schon der hohe Freistellungsauftrag an sich Grund für das Amt, genauer hinzusehen? Oder ist das völlig schnurz und es wird nur der ausgeschöpfte Freibetrag zu Rate gezogen?


    Danke für eure Hilfe. Hoffe, dass ich bald ein wenig mehr durchblicke...


    Schonny

    Guten Morgen zusammen,


    ich habe mich mit dem Amt für Ausbildungsförderung in Verbindung gesetzt und bin mit meinem Problem ein Stück weiter. Für diejenigen, die in irgendeiner Form ein ähnliches Problem haben, möchte ich hiermit die Ergebnisse einmal kundtun.


    Es ist tatsächlich so - wie ja schon erwartet -, dass die Behörden in so einem Fall keinen Spielraum haben. Das Geld gehört rein rechtlich zu diesem Zeitpunkt mir, da meine Eltern zum Zeitpunkt der Anlage keine notarielle Erklärung aufgesetzt haben. Eine formlose Erklärung würde da auch nichts helfen - das könnte natürlich auch jeder machen, um das Amt zu betrügen.
    Mehr im Scherz sagte mir der (sehr nette) Sachbearbeiter, dass wir natürlich vor das Verwaltungsgericht ziehen und dort einen Richter entscheiden lassen könnten. Das steht bei der Summe aber nicht wirklich in einem Verhältnis, denke ich...


    Letztlich blieben zwei Möglichkeiten:
    1) Das Geld wird verprasst. Wäre eine unglückliche Situation, weil ich quasi mein gesamtes Geld verprassen müsste, damit das Depot unter den Freibetrag käme. Somit hätte mein Bruder noch seine 5.000€, ich aber keinen Cent mehr.
    2) Ich fange doch nicht zum Wintersemester an, sondern ein Jahr später (bei meinem Studiengang ist nur WS möglich). Da das Amt (derzeit) ab Ausbildungsbeginn (nicht Antragsstellung!) sechs Monate zurückverfolgen kann, könnte ich das Depot jetzt auflösen/teilen. Damit läge es nicht mehr in den sechs Monaten, aber ich müsste noch ein ganzes Jahr warten.


    Nunja, beides äußerst unbefriedigende Lösungen. Ein Jahr kann man natürlich rumkriegen, aber ich habe nun bereits ein Jahr lang Praktika zur Orientierung gemacht und davor meinen Zivildienst (Abi 2007). Noch ein (in diesem Fall unnötiges) Jahr wäre hart.


    Das als Info für andere Ratsuchende. Mal schauen, was ich aus dem Dilemma mache...


    Gruß,
    Schonny

    Hallo zusammen,


    gleich noch eine Frage - der Übersichtlichkeit halber aber in einem neuen Thema.


    Folgende Situation: Meine Eltern sind seit über zehn Jahren geschieden. Mein Mutter ist weiterhin unverheiratet. Meine 16jähriger Bruder wohnt hauptsächlich bei ihr (aber gemeinsames Sorgerecht meiner Eltern).
    Mein Vater hat seit einigen Jahren eine neue Frau. Außerdem haben mein Vater und seine Frau zwei Pflegekinder aufgenommen.


    Leider habe ich seit längerer Recherche nicht herausgefunden, inwiefern das Einkommen meiner Stiefmutter (mit der ich nicht großartig etwas zu tun habe) eingerechnet wird. Und werden die Pflegekinder auch irgendwie berücksichtigt?


    Es würde mich sehr freuen, ein paar Antworten zu bekommen.


    Vielen, vielen Dank!


    Gruß,
    Schonny

    Wie sieht es denn bei deinem Bruder aus, gibt es dort auch Konten, auf das deine Eltern eingezahlt haben oder ist dein Depot das einzige?


    Mein Bruder ist noch minderjährig und hat sein U18-Girokonto, auf das sein Taschengeld und mal zu was Weihnachten/zum Geburtstag kommt, mehr aber auch nicht. Das besagte Tagesgeldkonto ist auch wirklich nur meines, womit meine Eltern nichts zu tun haben. Dort habe ich nur Geld angespart, das ich selbst verdient habe. Ich habe es nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
    Die einzige (größere) Menge Geld von meinen Eltern an uns zwei Brüder ist das Depot mit den 10.000€.
    Dann gibt es noch ein Sparbuch auf den Namen meines Bruders, welches meine Großeltern angelegt haben. Damit haben meine Eltern aber nichts zu tun. Ein solches Sparbuch gab es auch für mich, wurde aber zwecks Bezahlung des Führerscheins schon vor längerer Zeit aufgelöst.


    Langer Rede kurzer Sinn: Es gibt seit vielen Jahren genau eine Stelle, an der Geld von meinen Eltern für mich und meinen Bruder liegt, welche aber eben zufälligerweise meinen Namen trägt. Vorausgesetzt meine Eltern haben ihre beiden Söhne halbwegs gleich liebt, sollte es also für jeden ansatzweise vernünftigen Menschen nachvollziehbar sein, dass dieses Geld letztlich zwei Personen gehört.
    Ist nur immer die Frage, wie man so etwas Behördenmenschen klarmacht... :(

    Hallo zusammen,


    ich plane ein Studium zum Wintersemester 2009 und möchte BAföG beantragen. Ich habe nun allerdings ein Problem, was mein Vermögen angeht.


    Ich habe gut 2.000€ auf einem Tagesgeldkonto. Das ist komplett meines. Soweit alles klar.
    Meine Eltern haben außerdem für meinen Bruder und mich ein wenig Geld zurück- bzw. angelegt, d.h. es gibt noch etwa 10.000€, die halb-halb für meinen Bruder und mich bestimmt sind, ABER diese sind komplett innerhalb eines Depots auf meinen Namen unter Aufsicht meines Vaters in Aktien angelegt.


    Mir "gehören" also letztlich knappe 5.000€, von außen betrachtet sieht es aber logischerweise so aus, als ob es komplett mein Geld wäre.


    Nun ist es natürlich so oder so über dem Freibetrag, aber es ist ein krasser Unterschied, ob ich 7.000€ angebe oder eben 12.000€.
    Damit es erstmal klarer wird, kann das Depot jetzt im Vorhinein aufgeteilt werden, doch faktisch ist das Geld ja JETZT noch "meines", kann also rückverfolgt und mir hinterher im Falle einer jetzigen Aufteilung als Betrug angehängt werden.


    Besteht eine Chance, dem BAföG-Amt bei Antragstellung klarzumachen, dass mir nicht das gesamte Geld zusteht bzw. dass eine Aufteilung/Überschreibung auf meinen Bruder an sich legitim ist? Erklärung meiner Eltern o.ä.?


    Ich bin gerade ziemlich schockiert, denn wenn dies nun nicht möglich wäre, gehört das Geld ja trotzdem nicht mir und ich würde Pi mal Daumen satte 17€ BAföG bekommen... :confused:


    Danke für's Lesen und Danke für eine hoffentliche Antwort.


    Gruß,
    Schonny