Beiträge von Silvi1968

    Mein Sohn (22, ledig, wohnt zu Hause) besucht seit Mai 2022 einen Meisterlehrgang als Feinwerkmechaniker in Vollzeit, also ohne Nebenverdienst und eigenes Einkommen oder Vermögen. Der Antrag für das Aufstiegs BaFöG wurde auch gestellt, allerdings erst Mitte Mai (jedoch vor Beginn des Lehrgangs), da Gesellenbrief und andere Unterlagen noch fehlten. Wir waren davon ausgegangen, dass nur vollständige Anträge bearbeitet würden, was sich auch so bestätigt hat. Es wäre also nicht schneller gegangen, wenn wir einen unvollständigen Antrag vor Ablegen der Gesellenprüfung eingereicht hätten.


    Nun warten wir schon seitdem - also seit 3 Monaten - wenigstens auf eine Eingangsbestätigung, die noch immer nicht erfolgt ist. Auf eine Anfrage wurde mir nur geantwortet, dass aktuell Anträge aus 11/21 bearbeitet und von Ende Mai 2022 erfasst würden. Da sollten wir eigentlich drunter fallen, aber scheint anders zu sein. Meine Anfrage bzgl einer alternativen Finanzierung oder wann und ob ein Vorschuss gezahlt wird, blieb unbeantwortet.

    Mit der HWK habe ich daher eine Ratenzahlung vereinbart, da ich keine so großen Rücklagen habe, um alles vorzufinanzieren. Es wären bis 30.09.22 fast 6.000 € fällig. Anschließend weitere 5.000 €. Die HWK räumte mir aber nur eine hohe monatliche Rate von sage und schreibe 1.000 € ein. Zwei Raten habe ich aus Ersparnissen und anderen Rücklagen bereits aus eigener Kranft zahlen können, aber die 3. übersteigt nun definitiv meine Möglichkeiten.

    Ich sehe mich nun gezwungen, einen recht teuren Kredit aufzunehmen. Dies bedeutet aber auch eine zusätzliche monatliche Belastung für mich. Also eine Extrabelastung von ca. 200 € monatlich. Andere finanzielle Umstände verschlimmern meine Situation noch. (ich habe noch eine Tochter, die leider keine Ausbildung gefunden hat, das Kindergeld wurde mir für sie gestrichen. Mein Ex kann aktuell den Unterhalt nicht zahlen, da er schwer erkrankt ist und nun Krankengeld bezieht.)

    Die Bez. Reg. Köln scheint schwer hinterher zu hinken, warum auch immer. Lt. meinen Informationen kann auch ein Vorschuß frühestens nach 6 Monaten Wartezeit beantragt werden, dazu ist aber auch die Eingangsbestätigung bzw. die Erfassung des Antrages erforderlich.

    Es ist also voraussichtlich nicht vor November 22 mit irgendetwas zu rechen. Bis dahin sind aber noch mindestens 4.000 € zu zahlen. Ich wüsste gern, ob es hier Betroffene gibt, denen es ähnlich geht und die vielleicht eine andere Lösungsidee haben? Fliegt man aus dem Lehrgang, wenn man nicht bezahlt? Kann es sein, dass tatsächlich mit solch einer Konsequenz zu rechnen ist, weil die Bez. Reg. nicht schnell genug die Anträge bearbeitet? Das ist doch verrückt .... und auch nicht gerecht, oder? Der Kurs soll im Februar 23 abgeschlossen sein und das BaFöG wird frühestens im Novemeber gezahlt / bewilligt? Wobei wir uns fragen, ob das wenigstens gesichert ist....

    Ich bin dankbar für Ideen und auch Erfahrungsberichte!