Beiträge von JoniOdin

    Hoppel schrieb:

    das ist Blödsinn. Nochmal: Wohngeld ist keine Hilfe zum Lebensunterhalt und nur ein Zuschuß zur Miete. Kannst Du Deinen Lebensunterhalt nicht finanzieren, gibt es andere Möglichkeit der Hilfe. Kannst Du die Miete nicht zahlen, kannst Du auch keinen Zuschuß zur nicht gezahlten Miete erhalten. Ist doch eigentlich ganz einfach...

    Außer eines Kredites sehe ich keine Möglichkeit. Oder habe ich etwas übersehen?
    So wahnsinnig einfach ist das übrigens nicht, man muss sich schon ein wenig reinfuchsen, um auf die ganzen Detailregelungen zu kommen.


    Hoppel schrieb:


    Nö. Das Mindesteinkommen wird nicht erreicht.

    Nö. Er würde Wohngeld bekommen.

    Verstehe ich nicht. Ich dachte, wenn das Mindesteinkommen nicht erreicht wird, bekommt man auch kein Wohngeld?!
    (Im Übrigen widerspricht "mein" online-Wohngeldrechner Dir bei dem Rechenbeispiel.)

    Hoppel schrieb:

    Nö. Nur, wenn er nicht mehr bei den Eltern wohnt.

    Nun: Er wohnt nicht mehr bei den Eltern.


    Hoppel schrieb:

    Mag sein. Aber da gibt es noch Studien- und/oder ggf. den Bildungskredit.

    Gut, also letzter Ausweg Verschuldung.


    Hoppel schrieb:

    Keiner hat Dich gezwungen, für eine Person eine 500-€-Wohnung zu mieten, von der dann auch noch 140 € allein an Heizkosten entstehen. Zumindest dann nicht, wenn das Einkommen nicht ausreichend ist.

    Nur weil ich Kritik an der Berechnung des Wohngeldes ausgesprochen habe, heißt das nicht, dass ich irgendjemanden für meine Wohnungswahl verantwortlich mache, geschweige denn irgendwas von "Zwang" suggeriere.

    Im Übrigen geht es nicht um 140 Euro Heizkosten, sondern um 130 Euro Betriebs-, Heiz- und Stromkosten.


    Hoppel schrieb:

    Vollkommen unrealistisch bei 1 Person. Da kommen in der Regel maximal zweistellige Beträge zustanden - je nach Einkommensart.

    Ich habe einen online-Wohngeldrechner als Informationsgrundlage genutzt.
    Vielleicht liegt der falsch, kann natürlich sein.


    Hoppel schrieb:

    Für mich schon. Aber es ist hier vollkommen ohne Interesse, was Du so findest und was ich so finde.

    Wie schade, und ich dachte schon, meine Unmutsäußerung würde zu einer sofortigen Änderung des Gesetzeslage führen.

    Hallo! Danke für die Info!


    Was ich daran absurd finde ist, dass das Prinzip im Grunde bedeutet: Wer das Geld wirklich braucht, bekommt es nicht, und wer es nicht wirklich braucht, bekommt es.

    Aber da hört es ja nicht auf.


    Rechenbeispiel: Würden die Eltern jemandem pro Monat 950 Euro zahlen, würde das wahrscheinlich die Mindesteinkommensgrenze erfüllen.
    Diese 950 Euro bestünden in diesem Fall aus 500 Euro Warmmiete mit Strom, 200 Euro freiwillige Krankenversicherung und 250 Euro "Taschengeld".
    Damit wäre laut Wohngeldrechner das Wohngeld für diese Person bei einer Kaltmiete von 370 Euro sage und schreibe 0 Euro. Er würde kein Wohngeld bekommen.


    Bekäme derjenige von seinen Eltern nur 500 Euro monatlich, also 200 Euro Krankenkasse, 250 Euro "Taschengeld" und 50 Euro Mietkostenzuschuss, würde er, soweit ich das verstanden habe (man korrigiere mich, falls ich falsch liegen sollte), unterhalb des Mindesteinkommens liegen, was bedeutet, dass er, richtig, gar kein Wohngeld bekommt.


    Fun fact: Der diese Person in unserem Beispiel Student ist, ist sie von vornherein aus sonstigen sozialen Leistungen wie Hartz IV komplett ausgeschlossen.
    Da sie einen Fachrichtungswechsel nach vier Semestern vollzogen hat, bekommt sie kein Bafög mehr.
    Und da sie über 30 ist, fallen die meisten Stipendien auch von vornherein flach.


    Die letzten drei Fun Facts nur am Rande, ich will gar nicht groß politisch diskutieren und jammern.
    Das einzige, was ich wirklich seltsam finde, ist eben die konkrete Berechnung des Wohngeldes.
    Da unsere Beispielperson entweder extra eine teurere Wohnung hätte mieten müssen, oder seine Eltern davon überzeugen muss, auf Dauer irgendwoher 700 Euro monatlich zu nehmen (und bloß nicht mehr, und bloß nicht weniger!), damit das Mindesteinkommen erfüllt ist, und wenigstens 100 Euro Wohngeld realistisch sind.
    Tut mir leid, aber das wirkt auf mich nicht sinnvoll.

    Hallo!


    Kurz vorab: Ich bin 31 Jahre alt, habe gerade das Abitur nachgeholt, und will jetzt im Wintersemester anfangen, zu studieren.

    Da ich früher schon ein mal vier Semester etwas anderes studiert habe, bekomme ich nun kein Bafög mehr (Fachrichtungswechsel ohne "unabweisbaren Grund").

    Deshalb möchte ich Wohngeld beantragen.


    Könnt ihr mir sagen, ob die finanzielle Unterstützung, die einem die Eltern überweisen, da als "Unterhalt" angerechnet wird, oder nicht?
    Das wäre ja dann für die Höhe des Wohngeldes relevant.


    Und dann noch anschließend: Das mit dem "Mindesteinkommen" wirkt etwas schwierig auf mich.
    In den Sommerferien unterstützen mich meine Eltern mit genug, um Miete, Krankenversicherung und den Alltag zu bezahlen, aber auf Dauer wird es ihnen nicht möglich sein, die ganze vorherige Bafög-Summe wieder "aufzufangen".
    Dementsprechend werde ich weniger verfügbare Mittel von meinen Eltern haben, wenn ich zu studieren anfange.
    Sollte ich nun genau deswegen KEIN Wohngeld mehr bekommen, weil meine Eltern mir dann eben nicht mehr die Wohnung bezahlen? Das wäre doch absurd!