Beiträge von Simone81

    Berufen wird sich auf den Paragraph 14 Absatz 2 des WoGG. Online finde ich diese Klausel allerdings nicht?

    Da wird im Endeffekt nur aufgelistet, was anrechenbares Einkommen ist.


    Die Neuberechnung erfolgt aufgrund von § 27 Abs. 2 Nr. 3 WoGG. Und in § 27 Abs. 3 Nr 3 WoGG steht auch nochmal dass sich die 15% auf die monatlichen Einnahmen beziehen.

    Hallo,


    die Wohngeldstelle hat für die 4 Monate, in denen dein Vater den Minijob ausgeübt hat, das Wohngeld neu berechnet, da der Minijob länger als 2 Monate ausgeübt wurde, also nicht nur vorübergehend war. Die 1.650,00 € hat er in einem Zeitraum von 4 Monaten verdient, also pro Monat im Schnitt 412,50 €. Der Minijob plus Rente in diesen 4 Monaten lag dann über dem maximalen Einkommen, das er für einen Wohngeldanspruch haben durfte, so dass für diese Zeit der Anspruch weggefallen ist.


    Also ja, die Neuberechnung ist richtig und rechtens. Die Erklärung mit dem hochgerechneten Jahreseinkommen ist vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt als Erläuterung. Beim Wohngeld wird halt immer alles auf das Jahr hochgerechnet, und in diesen 4 Monaten hat dein Vater 15% mehr Jahreseinkommen gehabt, wenn man es hochrechnet.


    Also nochmal in Kurzform:


    anrechenbares Einkommen von 01.06.-31.12.17: nur Rente (monatliche Rente x 12 Monate) = Jahreseinkommen minus Pauschalabzug = anrechenbares Gesamteinkommen

    anrechenbares Einkommen von 01.01.-30.04.18: Rente (monatliche Rente x 12 Monate) + Minijob (1.650,00 €/4 Monate x 12 Monate) = Jahreseinkommen minus Pauschalabzug

    ab Mai dann wieder nur Rente wie vor dem Minijob


    Ich hoffe, es ist so verständlicher.


    Gruß

    Simone

    Der Wohngeldsachbearbeiter kann bei begründeten Fällen auch mit nur 80% der 424 € rechnen, aber auch die hast du (momentan) leider nicht. Von daher hast du das erforderliche Mindesteinkommen für Wohngeld nicht.


    Wie Hoppel geschrieben hat, hast du auch bei einer 2. Ausbildung noch Anspruch auf Kindergeld. Du bzw. deine Eltern sollten bei der Familienkasse auf jeden Fall möglich einen Antrag stellen.


    Und informiere dich mal beim Jobcenter nach einer Aufstockung. Auszubildende erhalten dort mittlerweile auch Leistungen. Aus der Praxis kann ich jedoch sagen, dass Leute in deinem Alter oft mit der Begründung abgeschmettert werden, dass unter 25jährige wieder zu ihren Eltern ziehen sollen. (Mehrmals tatsächlich so passiert.) Ob das bei dir auch so wäre, kann ich nicht sagen, aber ich würde es an deiner Stelle auf jeden Fall probieren.


    Gruß, Simone

    achso und wie sieht das mit einem KFW studienkredit aus? Ist dieser als Einkommen für die Berechnung zu Werten?

    Ich glaub, die Frage ist bislang durchgerutscht. Den Kredit gibst du an, da er wichtig ist für die Plausibilitätsprüfung (Prüfung der Wohngeldstelle, ob ihr genug zum Leben habt.), aber ist kein anrechenbares Einkommen, schmälert also das Wohngeld NICHT.

    Hallo Erwin,


    bei der Wohngeldberechnung werden vom Einkommen für die Zahlung von Krankenversicherungsbeiträgen immer nur pauschal 10% abgezogen (je weitere 10% pauschal für Rentenversicherung und Steuern, maximal also 30%), egal, wie hoch der tatsächliche Beitrag ist.


    Gruß

    Simone

    Muss es seinen Perso und Kontoauszüge vorlegen und kopieren lassen, obwohl eigene Wohnung?

    Nö, wenn er kein Wohngeld beantragt und nicht bei euch als Haushaltsmitglied dabei ist, geht sein Einkommen die Wohngeldstelle nichts an.


    Frag am besten einfach beim Amt, was sie als Nachweis, dass dein Sohn eine eigene Wohnung hat, sehen wollen (Mietvertrag, Bestätigung des Vermieters o.ä.) . Wenn ich dich richtig verstanden habe, habt ihr ihn ja auch nie als Haushaltsmitglied angegeben, oder?

    1. wenn ich jetzt beispielsweise 250 € brutto mehr verdienen würde (Lohnerhöhung oder so) - fällt das Wohngeld dann ganz weg oder geht es schrittweise runter (aktuell bekomme ich 52 € Wohngeld)

    Hi Simone,


    nachdem ich dein Einkommen und deine Mietkosten nicht kenne, kann ich dir nur allgemeine Infos geben. Du kannst das Szenario ja vielleicht mal selbst im Wohngeldrechner eingeben und ein bisschen "spielen", wie sich dein Anspruch verändert.


    Das Einkommen wird nicht 1:1 angerechnet, das Wohngeld verringert sich also "schrittweise", wobei man das natürlich bei jedem individuell ausrechnen muss. Wenn du eh schon nur 52 € erhältst, könnte es durchaus sein, dass dein Anspruch wegfällt.

    2. angenommen ich würde 200 € netto durch den Nebenjob monatlich mehr haben, wie wirkt sich das aufs Wohngeld aus?

    Da mit brutto gerechnet wird, kann man mit Nettoveränderungen nicht so viel anfangen. Wenn es jetzt z. B. so wäre, dass dein Bruttoeinkommen gleich bleibt, du aber netto z. B. durch eine bessere Steuerklasse mehr rauskriegst, hat das nur eine Auswirkung auf die Berechnung, wenn du dann z. B. keine Steuern mehr zahlst (Pauschalabzug fällt weg). Ansonsten ändert es nichts beim Wohngeld.


    Gruß,

    Simone

    Hallo,


    also erstens mal kann die Wohngeldgestelle gar nix verbieten. ;-) Natürlich kann euer Kind in einer eigenen Wohnung leben.


    Wichtig ist halt, dass ihr das meldet, damit er ab Auszug nicht mehr bei euch als Haushaltsmitglied berücksichtigt wird. Durch die eigene Wohnung gehört er nicht mehr wohngeldrechtlich zu eurem Haushalt.


    Er könnte auch - soweit er die Voraussetzungen erfüllt - für sich selbst einen eigenen Antrag stellen. Durch die Mietverträge ist ja ersichtlich, dass ihr in verschiedenen Wohnungen lebt. Wenn da Zweifel bestehen, kann man sich das ja nochmal von der Immobiliengesellschaft bestätigen lassen, wer welche Wohnung bewohnt.


    Gruß

    Simone

    Hallo,


    so hat Hoppel deinen Bedarf berechnet:


    80% des Hartz IV-Bedarfssatzes i.H.v. 424,00 € (Ist zum 1.1. gestiegen.) = 339,20 €


    plus Warmmiete 281,00 € (Hier kann man keine 20% abziehen, denn die Warmmiete muss ja komplett gezahlt werden.)


    = 620,20 €

    Also da muss ich gar nicht erst rechnen, um sagen zu können, dass ihr ZUSAMMEN definitiv zu viel verdient. (Dein Freund verdient alleine schon mit 2.600,00 € zu viel, um genau zu sein.)


    Du kannst Wohngeld beantragen ab dem 1. Monat, in dem du Miete zahlst.


    Wieviel bei dir alleine rauskäme, kann ich nicht sagen, dafür sind die Angaben einfach zu vage.


    Gruß

    Simone

    Hallo Rosa,


    was heißt denn "nachweislich ausgezogen"? Dass deine Freundin sich im Einwohnermeldeamt abmeldet? In dem Fall wäre es ok, aber dann sehe ich auch keinen Grund für den Vermieter, die Miete nicht danach anzupassen, wenn sie ausgezogen ist. Und falls sie ganz offiziell in der Wohnung weiterhin gemeldet bleibt, dann wird das Wohngeldamt euch vermutlich als WG einstufen und dir nicht die volle Miete anerkennen.


    Gruß

    Simone

    Die Größe ist für die Berechnung wichtig, wenn die Heizkosten pauschal in den Nebenkosten enthalten sind und diese herausgerechnet werden müssen. Ansonsten ist sie egal.


    Wohngeld wird im laufenden Bewilligungszeitraum nur angepasst, wenn die Einkommensänderung dauerhaft ist, sprich: ab 2 Monaten. Das wird dein Sachbearbeiter damit wohl gemeint haben.


    Gruß

    Simone

    Hallo Babsi,


    zu 1.: Ja, bist du. Sobald du nicht mehr dem Grunde nach Anspruch auf BAföG hast, bist du nicht mehr vom Wohngeld ausgeschlossen. Das ist bei dir der Fall, da du durch den Fachrichtungswechsel nach 6 Semestern deinen BAföG-Anspruch verloren hast.


    zu 2.: Du benötigst einen BAföG-Negativbescheid vom BAföG-Amt, deine Imma alleine reicht nicht als Nachweis.


    zu 3.: Ja, es ist genau so, wie du es geschrieben hast.


    zu 4.: Dafür musst du erst Hoppels Fragen beantworten. :-) Die Mietstufe müsstest du auch noch nennen bzw. wo du wohnst.


    Gruß

    Simone

    Berücksichtigt wird beim Wohngeld nur die Kaltmiete, also Grundmiete und "kalte" Nebenkosten. Die Heizkosten werden nicht berücksichtigt. Die Heizkosten von deiner Miete werden also nicht berücksichtigt. Wenn im Mietvertrag kein Extrabetrag nur für Heizkosten ausgewiesen ist, werden sie von der Wohngeldstelle pauschal über die Wohnungsgröße herausgerechnet. Dein Wohngeld wird im laufenden Bewilligungszeitraum nur angepasst, wenn die berücksichtigungsfähige Nettokaltmiete um mehr als 15% erhöht wurde. Ansonsten wird die Erhöhung erst beim nächsten Weiterleistungsantrag berücksichtigt. Hierbei wird der Sachbearbeiter auch - wie von Hoppel schon geschrieben - prüfen, ob du durch die neue Miete noch immer das Mindesteinkommen erreichst.

    Hallo Jojoja,


    beim Wohngeld gilt nicht - wie z. B. beim Jobcenter - der Zeitpunkt des Zuflusses, sondern für welchen Zeitraum das Einkommen erzielt wurde. Sprich: Wenn du ab dem 1.1. arbeitest, wird die Wohngeldstelle überprüfen, ob sich das anzurechnende Gesamteinkommen ab Januar um insgesamt mehr als 15% erhöht hat. Falls ja, wird es angepasst, falls nicht, bleibt das Wohngeld unverändert für Januar.


    Ausnahmen, bei denen der Januar nicht neu berechnet wird: Du arbeitest weniger als 2 Monate und danach sind die Einkommensverhältnisse wieder die alten, dann wäre die Einkommensänderung nur vorübergehend. Oder du nimmst die Arbeit erst im Laufe des Monats, also nicht zum Monatsanfang auf, dann wird die Änderung erst ab Februar, dem ersten vollen Arbeitsmonat, wirksam. Und da bekommt ihr ja eh kein Wohngeld mehr.


    Bei einer Weiterbewilligung ab Februar wird das Gehalt dann aber auf jeden Fall angerechnet, wenn du dann noch arbeitest.


    Gruß

    Simone

    Hallo,


    ich kann mit dieser Rechtsgrundlage allein leider nicht viel anfangen, sorry. :-/ Kannst du mir vielleicht noch die dazugehörige Regelung im Ausländerrecht nennen? In dem Bereich kenne ich mich leider gar nicht aus, aber das interessiert mich jetzt einfach. Danke!


    Ich arbeite in Bayern.


    Gruß

    Simone