Beiträge von Simone81

    Hallo,


    zu deinen Fragen:


    1. Es könnte sich ein Anspruch errechnen. Es wird bei schwankendem Einkommen ein Durchschnittswert genommen. Wenn du die Tätigkeit schon über ein Jahr ausübst, würde ich an deiner Stelle die Abrechnungen für ein ganzes Jahr abgeben, damit die Wohngeldstelle das mit den Semesterferien und den einkommenslosen Monaten schon richtig berücksichtigen kann.


    2. Wenn ihr eine WG seid, ist es egal, ob deine Mitbewohnerin BAföG erhält, da sie kein Haushaltsmitglied ist. WG-Bewohner, die nicht miteinander verwandt sind, werden als 1-Mann-Haushalt gerechnet. Du trägst auch keine weiteren Angaben über deine Mitbewohnerin im Antrag ein (also kein Einkommen, Vermögen o.ä. von ihr). Wichtig ist, dass die Aufteilung der Mietkosten zwischen euch gut nachvollziehbar ist.


    3. Beim Wohngeld wird das Einkommen der Eltern nicht berücksichtigt. Du musst also keinerlei Einkommensnachweise von ihnen vorlegen. Es kann aber sein, dass die Wohngeldstelle eine Bestätigung deines Vaters möchte, ob bzw. wie viel Unterhalt er an dich zahlt. Sollte er sich weigern, das zu machen, reichen der Wohngeldstelle vielleicht auch deine Kontoauszüge als Nachweis, dass du keinen Unterhalt erhältst. (Natürlich könnte man dann immer noch unterstellen, dass der Unterhalt als Bargeld fließt.)


    Viele Grüße

    Simone

    Ja, genau. Du darfst ja neben dem Zimmer, das nur an dich vermietet wurde, noch Küche, Bad, Flur etc. mitnutzen. Und die Größe dieser Räume teilst du durch die Anzahl aller Mitbewohner und schlägst sie auf die Größe deines Zimmers drauf.


    Genau, je genauer du es auseinander dröseln kannst, desto besser. :) Also trägst du da deinen Anteil an der Miete ein, der an den Vermieter geht. Beim Wohngeld wird nur die Bruttokaltmiete berücksichtigt, also ohne Heizkosten. Wenn die pauschal in der Miete mit drin sind, dann vermerke das am besten (inkl. Heizkosten), das erspart eventuelle Nachfragen. Wenn der Vermieter den HK-Abschlag festgelegt hat, dann schreib die Höhe der HK am besten extra hin. Wenn ihr Heizkosten extra an einen Gasversorger zahlt, dann das bitte nicht mit in den Mietanteil rechnen. Ich hoffe, das war verständlich. :-D

    Hallo,


    das gilt natürlich auch für andere WGs, nicht nur für Studenten. :) Ich weiß jetzt nicht, in welchem Bundesland du wohnst, die Anträge sehen alle unterschiedlich aus. Aber du trägst deine Mitbewohner bei der Frage, ob noch andere Leute den Wohnraum nutzen, ein. Aber NICHT als Haushaltsmitglied. Und du gibst von denen ansonsten nichts weiter an, sondern füllst den Antrag allein für dich aus.


    Gruß, Simone

    Hallo,


    na ja, Bargeld ist natürlich schwer nachzuweisen. Am besten erklärst du schriftlich, über welchen Barbetrag du verfügst und wieviel du davon monatlich ausgibst (zumindest so grob). Könnte halt sein, dass der Sachbearbeiter verlangt, dass du das Bargeld auf das Konto einzahlst.


    Gruß

    Simone

    Hallo,


    wenn ihr den Fehlbetrag nicht durch weiteres Einkommen - wie z. B. den Studienkredit - ausgleichen könnt, dann geht das alternativ auch mit Vermögen. Ihr habt zu zweit einen Vermögensfreibetrag von 90.000 €. Ich gehe jetz tmal davon aus, dass du da nicht drüber kommst. ;-)


    Das Wohngeld kann dann so lange bewilligt werden, wie das verfügbare Vermögen den monatlichen Fehlbetrag ausgleichen kann.


    Im Übrigen muss Vermögen im Antrag angegeben werden. Klingt so, als hättest du das nicht getan. Kommt nicht so gut beim Sachbearbeiter an, wenn man plötzlich, wenn man es braucht, Vermögen aus dem Hut zaubert... Aber Nachteile werden dir nicht entstehen. Ohne das Vermögen wird euer Antrag abgelehnt.


    Gruß

    Simone

    Hallo,


    wovon zahlst du deine Miete und deine Lebenshaltungskosten, wenn du keine Vergütung erhältst? Bekommst du Unterstützung von deinen Eltern? Hast du einen Nebenjob? Vermögen?


    Ohne Einkommen oder Vermögen wirst du auch kein Wohngeld erhalten, da Wohngeld nur ein Zuschuss zur Miete ist und nicht die Lebenshaltungskosten deckt. D.h. du musst auch ein Mindesteinkommen vorweisen können. Nur Kindergeld ist viel zu wenig.


    Gruß

    Simone

    Hallo,


    ich verweise auf Theos sehr ausführliche Antworten. Das Verhalten deiner Sachbearbeiterin können wir von hier aus nicht genau einschätzen. Du kannst auch einfach zum Hörer greifen und versuchen mit ihr zu reden. Gerade im Hinblick auf die Dringlichkeit würde ich das als Erstes empfehlen. Ich kann aus jahrelanger Erfahrung sagen, dass gerade Studenten gerne den unpersönlichen Weg der Antragsstellung per Mail oder Post wählen und sich dann alles wochenlang über Post zieht, obwohl man vieles schneller persönlich vor Ort oder am Telefon klären könnte. Ich gehe übrigens davon aus, dass dein Anschreiben den Standardtext enthält und es deshalb so für dich klingt, als wären deine Unterlagen unvollständig eingereicht worden. Daran würde ich mich an deiner Stelle jetzt nicht aufhängen. Solltest du letztendlich den Eindruck gewinnen, dass sie dich nur triezen will, solltest du dich offiziell beschweren.


    Ansonsten ist Theos Theorie bezüglich des fehlenden Mindesteinkommens auch denkbar. Dieses Problem tritt oft bei Studenten auf, und solche Anträge müssen sehr genau geprüft werden. Und wenn sie den Antrag erst zwei bis drei Monate später in die Hand nimmt, braucht sie wieder aktuelle Zahlen, um einschätzen zu können, ob du auch weiterhin deinen Lebensunterhalt decken kannst. Viele Studenten verlieren im Moment wegen der Coronakrise vorübergehend ihre Minijobs und vielleicht möchte sie sich nur absichern, dass du auch weiterhin deinen Job ausübst und Geld verdienst. (Denn sonst wären wir wieder beim fehlenden Mindesteinkommen, und dann MUSS sie deinen Antrag ablehnen.)


    Schöne Feiertage,

    Simone

    Hallo Thomas,


    die Abrechnungen für Januar und Februar kann ich schon noch nachvollziehen. Man sollte recht aktuelle Abrechnungen zur Berechnung heranziehen, und Januar und Februar sollten dir ja mittlerweile vorliegen (zumindest bei einem zuverlässigen Arbeitgeber). Ich hatte es schon oft, dass z. B. Anpassungen des Stundenlohns gerne im Januar erfolgen.


    Mietbescheinigung verlangen wir jetzt z.B. nicht, schon gar nicht, wenn sich nix geändert hat. Aber ich wüsste jetzt auch nicht, dass sie es NICHT verlangen dürfte.


    Ich fürchte, das liegt im Ermessen deiner SBin, welche Unterlagen sie anfordert. Dass es so lange dauert, ist für dich natürlich ärgerlich. Erst nach drei Monaten überhaupt was anfordern, ist schon langsam. Aber dazu kann ich leider auch nichts sagen, da da auch jedes Amt anders ist und andere Bearbeitungszeiten hat. Vielleicht ist durch Krankheitsfälle die Wohngeldstelle seit einiger Zeit extrem schlecht besetzt. Da hast du eigentlich wenig Handhabe. Erst nach sechs Monaten könntest du z. B. eine Untätigkeitsklage einreichen.


    Wir bewilligen unsere Studenten idR semesterweise, also Okt.-März und April-Sept. (außer, es spricht etwas dagegen, z. B. befristete Verträge). Vielleicht kannst du ja fragen, ob sie das Wohngeld wenigstens von Februar bis September bewilligt.


    Ich fürchte, da bleibt dir nichts Anderes übrig, als die Unterlagen vorzulegen. Du kannst ja mal anrufen und fragen, ob das mit der Mietbescheinigung wirklich notwendig ist, da die Miete auf dem Kontoauszug ersichtlich ist und du momentan an den Vermieter nicht rankommst. Oft kann man manche Sachen auch recht unkompliziert klären.


    Schöne Ostern!

    Simone

    Hallo mateaz,


    für das Wohngeld benötigst du ein Mindesteinkommen. Das Stipendium allein würde hier nicht ausreichen. Du hast ja geschrieben, dass du Ersparnisse hast. Die brauchst du auch, da du nachweisen musst, wovon du lebst bei so wenig Einkommen. Das Wohngeld wird nie so hoch sein, dass es in deinem fall den Lebensunterhalt sichern könnte. Die Vermögenshöchstgrenze für eine Person ist 60.000 €.


    Angerechnet wird dein Stipendium zur Hälfte. Falls du noch Geld von den Eltern bekommst - auch z. B. die Weiterleitung deines Kindergeldes - zählt das als Unterhalt und wird auch angerechnet. Das musst du auch im Antrag angeben und nachweisen.


    Das Wohngeld wird bei Studenten idR semesterweise bewilligt. Aber sobald du aus der Wohnung ziehst, wird das Wohngeld eingestellt, da es an die Wohnung gebunden ist, für die es bewilligt wurde. Wenn du also jetzt schon weißt, dass du in 3 Monaten ausziehst, solltest du das gleich angeben, damit das Wohngeld nicht unnötig länger bewilligt wird und letztendlich eine Überzahlung entsteht. Ansonsten musst es du es natürlich zeitnah nachmelden.


    Du benötigst zur Antragsstellung auf jeden Fall den ausgefüllten Antrag, Mietvertrag, die Imma, den BAföG-Negativbescheid, aus dem hervorgeht, dass du wegen Überschreitung der Regelstudienzeit kein BAföG mehr erhältst, Nachweise über dein Einkommen (Stipendium, ggf. Unterhaltszahlungen) sowie aktuelle Nachweise über dein Vermögen.


    Gruß

    Simone

    Hallo, ist dein Wohngeld bereits bewilligt und wird laufend gezahlt? Dann wird es wohl heute noch auf deinem Konto sein, allerspätestens morgen.


    Ansonsten sind die Bearbeitungszeiten in den meisten Ämtern einfach gerade länger, da viele Sachbearbeiter wegen Krankheit, Kinderbetreuung, Freistellung wegen Vorerkrankungen o.ä. fehlen. Kann jetzt nur für unser Amt sprechen, aber wir sind auf 1/3 der Besetzung runtergekürzt worden, da wir im Notbetrieb laufen. Auf der anderen Seite steigt gerade das Arbeitspensum wegen Kurzarbeit, so dass man nicht mehr hinterherkommt...



    Gruß

    Simone

    Hallo,


    Wohngeld - so lange es rechtmäßig erhalten wurde - ist ein reiner Zuschuss, muss also nicht zurückgezahlt werden. Aber natürlich kann es zurückgefordert werden, wenn im Nachhinein Umstände bekannt werden, nach denen man eigentlich keinen Anspruch darauf gehabt hätte. Es muss also einen Grund geben, dass du das letzte halbe Jahr zurückzahlen musst. Darüber musst du einen Bescheid erhalten haben.


    Gruß

    Simone

    Hallo Kala,


    ein monatlicher Fehlbetrag im dreistelligen Bereich ist definitiv deutlich unter dem Mindesteinkommen, und da hat der Sachbearbeiter auch keinen Spielraum mehr. Das Höchste der Gefühle sind 80% des Regelbedarfssatzes, also 345,60 € statt 432,00 € (Wobei deine Verwandte ja noch mit Merkzeichen G einen zusätzlichen Bedarf bei der Grundsicherung erhält.). Das ist noch akzeptabel, wenn glaubwürdig ist, dass sie sparsam lebt.


    Mal so generell gilt: Wohngeld ist eine vorrangige Leistung. D.h. wenn deine Verwandte Grundsicherung beantragt, werden diese sowieso überprüfen, ob ggf. der Wohngeldanspruch höher wäre als der SGB XII-Anspruch. Falls dem so ist, muss deine Verwandte Wohngeld beantragen. Hier hat sie kein Wahlrecht.


    Beim Wohngeld ist es ein bisschen anders. Die Wohngeldstelle prüft nur, ob sie das Mindesteinkommen erfüllt (Der Bedarf muss mit allen zur Verfügung stehenden Einkommen, also in diesem Fall Rente plus Wohngeld, gedeckt sein.). Ist das der Fall, erhält sie Wohngeld. Wenn sie das Mindesteinkommen aber nicht erfüllt, kann das Wohngeld deshalb abgelehnt werden. Dann bleibt ihr eigentlich nur die Grundsicherung.


    Sobald deine Verwandte einen Nebenjob hat, muss sie das natürlich melden und das Wohngeld wird dann auch ggf. angepasst. (bei einer Einkommensänderung von mehr als 15% im laufenden Bewilligungszeitraum)


    Ich hoffe, ich hab mich verständlich ausgedrückt.


    Viele Grüße

    Simone

    Hallo Tobias,


    zu Frage 1: Ja, wird er, bis 3.000 € jährlich (siehe § 18 WoGG). Du musst natürlich auch nachweisen, dass du ihn regelmäßig zahlst. (idR durch Kontoauszüge)


    zu Frage 2: Deine Einkünfte aus dem Job und der Unterhalt deiner Familie werden als Einkommen bei der Berechnung des Wohngeldes berücksichtigt. Der Kredit nicht. Er ist aber wichtig für die Gegenrechnung, ob du auch genügend Einkommen insgesamt hast, um deinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Du musst ihn deshalb auch nachweisen.


    zu Frage 3: Die Rückzahlung des Kredites wird bei der gerade erwähnten Gegenrechnung als zusätzliche Belastung berücksichtigt, aber - im Gegensatz zum Unterhalt, den du zahlst - nicht bei der Berechnung des Wohngeldes. Es ändert also nichts an der Höhe des sich errechnenden Wohngeldes, aber an der Höhe des Mindesteinkommens, das du vorweisen musst.


    Viele Grüße

    Simone

    Ich habe erwartet, dass die Miete komplett übernommen wird.

    Es wird nie die volle Miete rauskommen. Berücksichtigt werden nur die Bruttokaltmietkosten, also 245 €. Und das Wohngeld liegt immer unterhalb dieses Betrages. Es handelt sich um einen Mietzuschuss, der die volle Miete nicht übernehmen kann und auch nicht soll.


    Man benötigt also für einen Wohngeldbezug durchaus auch ein Mindesteinkommen (oder halt alternativ verfügbares Vermögen). Wenn man das nicht vorweisen kann, wird man normalerweise an das Jobcenter oder das Amt für Grundsicherung verwiesen. Bei Studenten geht das aber nicht, weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen.


    Zur Frage im Eröffnungspost: Dein Einkommen wird dir für den Monat angerechnet, für den du es erhältst. Zeitpunkt des Zuflusses ist irrelevant.


    Gruß, Simone

    Frage 1: Ja.


    Frage 2: Bin mir nicht sicher, ob ich deine Frage richtig verstanden habe. Die 0-30% werden nur bei dem Einkommen der jeweiligen Person abgezogen und nicht von dem Gesamteinkommen aller Personen.


    Gruß

    Simone

    Hallo,


    du hast dir die Antwort schon selbst gegeben: Du hast durchaus dem Grunde nach einen Anspruch auf BAföG, auch wenn rechnerisch 0,00 € rauskommen. Von daher bist du vom Wohngeld ausgeschlossen.


    Und zur 2. Frage: Nein, bei Studenten wird IMMER ein Nachweis darüber verlangt, dass dem Grunde nach kein Anspruch auf BAföG besteht. Von daher brauchst du es gar nicht erst zu versuchen.

    Mit 18 handelt es sich ja vermutlich um deine 1. Ausbildung, von daher müssen da deine Eltern auch Unterhalt leisten.


    Viele Grüße

    Simone