Beiträge von Simone81

    • Kann mir bitte jemand weiterhelfen ob wir ein Mischhaushalt sind oder nicht - würde mich sehr freuen!

      DANKE SCHONMAL :)

    Ja, seid ihr. Ihr seid in einer Beziehung und deshalb ist dein Freund auch ein Haushaltsmitglied, dessen Einkommen berücksichtigt wird. Da mind. ein Haushaltsmitglied nicht dem Grunde nach BAföG-berechtigt ist, was ja bei dir der Fall zu sein scheint, könnt ihr Wohngeld beantragen.


    Gruß

    Simone


    Auch wollte ich bei meiner Firma mal nach einer Gehaltserhöhung fragen ( 1-2€ wären schon eine große Hilfe ). Dies würde aber denke ich mal anfangs irrelevant für die Ermittlung des Wohngelds sein ( da ja soweit ich weiß immer das Mittel aus 12 Monaten betrachtet wird ).

    Die Wohngeldstelle berechnet dein zukünftiges Einkommen, das sie anhand der Vergangenheit ermittelt. Sollte aber klar sein, dass sich ab jetzt oder in Zukunft etwas ändert (also z. B. höherer Stundenlohn), ist es durchaus relevant.

    Hallo,


    das Mindesteinkommen berechnet sich folgendermaßen:


    Regelbedarfssatz ("Hartz IV-Satz") für eine alleinstehende Person: 424,00 €

    Kaltmiete inkl. NK: 357,00 €

    Gas: 31,00 €

    KV: 192,09 €

    = 1.004,09 €


    Bei einem nachgewiesenen sparsamen Lebensstil kann man auch mit 80% des Regelbedarfssatzes rechnen, das wären dann also 339,20 € statt 424,00 €, Gesamtbedarf also 919,29 €.


    Dem Bedarf wird dein verfügbares Einkommen gegenübergestellt, also in deinem Fall das Nettogehalt, der Unterhalt deiner Eltern und das Wohngeld. Fehlendes Einkommen könntest du durch verfügbares Vermögen ausgleichen, falls dies vorhanden ist. Ansonsten müsstest du entweder weitere Einkünfte nachweisen (Was wiederum dein Wohngeld verringert.) oder der Antrag wird wegen fehlender Plausibilität abgelehnt.


    Ich hoffe, dass es jetzt etwas verständlicher für dich war.


    Gruß

    Simone

    Hallo,


    du benötigst für einen Wohngeldanspruch auch ein gewisses Mindesteinkommen. Wenn ich dich richtig verstehe, hast du als Einkommen lediglich die 333 € BAföG-Zuschuss und - theoretisch - das Wohngeld i.H.v. voraussichtlich 377 €. Wie willst du damit klarkommen, wenn du schon allein 450 € Kaltmiete zahlen musst? Ich gehe davon aus, dass du zudem noch selbst krankenversichert bist. Nur mit Wohngeld und BAföG-Zuschuss ohne Darlehen hast du bei Weitem nicht den Hartz IV-Bedarfssatz i.H.v. 424 € zum Leben. Du benötigst nach Abzug der Warmmiete und des KV-Beitrages diesen Betrag für deinen Lebensunterhalt.


    Hast du weiteres Einkommen (z. B. Unterhalt von den Eltern) oder Vermögen, das du für deinen Lebensunterhalt verwenden kannst? FALLS NICHT, würde ich dir dringend empfehlen, auch das Darlehen anzunehmen. Das wird beim Wohngeld nicht angerechnet, aber steht dir zum Leben zur Verfügung, so dass du auch das erforderliche Mindesteinkommen vorweisen kannst.


    Gruß

    Simone


    P.S.: Fragen bezüglich BAföG kann ich leider nicht beantworten, aber soweit zumindest: Ja, im Falle von Aufstiegs-BAföG bist du auch wohngeldberechtigt. (nicht jedoch bei Schüler- oder Studenten-BAföG)

    Danke Theo. Folgende These: Angenommen mir wird Wohngeld bewilligt für 6 Monate. Ein Monat später verändert sich meine Einkommenssituation. So muss ich doch nur diese Änderung mitteilen und schon wird alles neu berechnet, oder etwa nicht. Hier würde doch auch kein neuer Antrag erwartet werden, oder?

    Wenn sich das anzurechnende Einkommen im laufenden Bewilligungszeitraum um mehr als 15% erhöht, muss das Amt von sich aus neu berechnen. Wenn es sich jedoch verringert und du also einen höheren Wohngeldanspruch hättest, musst du wieder einen Erhöhungsantrag stellen für eine Neuberechnung.

    Hallo Marvin,


    wohngeldberechtigt bist du nur, wenn du dem Grunde nach keinen Anspruch auf BAB (oder BAföG) hast. Das musst du mit einem Ablehnungsbescheid nachweisen. Da es deine Erstausbildung ist, schätze ich mal, dass du BAB-berechtigt bist. (Außer die Ausbildung ist irgendwie nicht förderfähig.) Das musst du als Erstes klären.


    Gruß

    Simone

    Hoppel hat ja eigentlich schon alles dazu geschrieben, es ist schlicht Betrug, wenn du sie nicht wahrheitsgemäß als Partnerin angibst.. Und alleine hättest du wie gesagt zu wenig Einkommen und würdest ebenfalls abgelehnt werden.

    Hallo,

    das ist richtig in diesen Fällen. Allerdings wird hier ein Vorschuß nur dann gewährt, wenn grundsätzlich ein Anspruch auf ALG II besteht und nur noch nicht die Höhe des ALG II feststeht. Da nur auf eine Leistung ein grundsätzlicher Anspruch bestehen kann, wäre im Falle eine (eigentlich nicht sinnvollen) Doppelbeantragung das Jobcenter zuständig, da der Antrag auf Hilfe zum Lebensunterhalt höher als die Hilfe zu den Wohnkosten zu werten ist.


    Schönen Urlaub :-)

    Danke!

    Hallo Hoppel,


    danke für die Ausführungen, ich lerne gerne dazu. Ich habe den Fall - also Antrag auf Vorschuss - in den zwei Jahren, in denen ich dort arbeite, noch nie erlebt, und meine Kollegen inklusive Teamleitung auch nicht. Wir sind allerdings ein junges Team, der Wohngeld-erfahrenste Kollege ist seit drei Jahren dabei. Ich frage das gerne mal die Teamleitung, wie es im Falle eines Antrages gehandhabt würde, denn mein Wissensstand war bis jetzt immer, dass wir das nicht machen - jetzt hab ich aber 2 Wochen Urlaub und in der Zeit mache ich das natürlich nicht. ;-)

    Eine Verständnisfrage: Im Eingangsfall, wo eigentlich nur noch der EA vom Jobcenter fehlt, da spricht auch nichts dagegen, es auszuzahlen, das sehe ich ein. Aber es gibt ja einige Antragsteller, die zweigleisig fahren, wo das Ergebnis vom Jobcenter abgewartet wird, dieses aber ewig dauert, weil die meist mehr Unterlagen wollen als die Wohngeldstelle und sich das Verfahren dadurch hinziehen kann. In solch einem Fall, in dem nicht geklärt ist, ob Jobcenter oder Wohngeld am Ende in Anspruch genommen wird, hätte ich jetzt gedacht, dass die Wohngeldstelle nicht in Vorausleistung geht, sondern das Jobcenter und dann ggf. bei uns einen EA stellt. Oder kann der Antragssteller das selbst aussuchen, wo er den Antrag auf Vorschuss stellt?


    Gruß

    Simone

    Hallo,

    Einspruch. Siehe § 42 SGB I in Verbindung mit § 68 Punkt 10 SGB I.


    Gruß!

    Dann halt mal beantragen, in der Praxis sehe ich da jedoch keine großen Chancen, dass das (so schnell) durchgeht. Vielleicht hast du in deiner Behörde ja andere Erfahrungen bzw. ihr macht das öfter, ich kann halt nur aus Sicht meiner Behörde erzählen.

    Hallo,


    ähm, nein, nicht normal, wenn dein Sohn mit in der Wohnung lebt, muss er natürlich mitberücksichtigt werden. Er wäre nur nicht dabei, wenn er Jobcenter-Leistungen erhält. Dann würde aber auch sein Mietanteil abgezogen werden. Von daher musst du das deinem Sachbearbeiter auf jeden Fall melden. Vielleicht hat er ihn wirklich vergessen. Im Antrag war er als Haushaltsmitglied angegeben, oder?


    Bei der Miete werden nur die Kaltemiete und die (kalten) Nebenkosten berücksichtigt, Heizkosten nicht.


    Gruß

    Simone

    Ich fragte auch in meinem Fall nach einem Vorschuss. So wie ich es verstanden habe, erhält man diesen nur wenn zwischen Antragstellung samt Unterlagen für die Nachweise und dem Bescheid 8 Wochen vergangen sind.

    Beim Wohngeld gibt es keinen Vorschuss, da es nicht für die Lebenshaltungskosten gedacht ist und dementsprechend auch nicht bei finanziellen Engpässen "vorfinanziert". Wenn sich behördliche Angelegenheiten so lange hinziehen, dass der Antragssteller ernsthaft in finanzielle Schwierigkeiten kommt, dann ist das Jobcenter der richtige Ansprechpartner.

    Hallo,


    ja, das ist generell möglich. Hier im Wohngeldrechner kannst du mal den Wohngeldanspruch durchrechnen. Wenn sie auch mit Wohngeld nicht mindestens den Hartz IV-Satz zum Leben hat, kann sie dies mit ihrem Vermögen ausgleichen. Das Vermögen wird nicht angerechnet, schmälert also das sich zu errechnende Wohngeld nicht, es werden also nur die Renten angerechnet. Die Freigrenze beim Wohngeld beträgt 60.000 € für eine alleinstehende Person.


    Gruß

    Simone

    Hallo Tkay,


    deine Freundin und du stellt zusammen einen Wohngeldantrag, da ihr ein Paar seid und miteinander wirtschaftet, und es wird dann auch das Einkommen von euch beiden berücksichtigt. Alleine mit dem Einkommen deiner Freundin seid ihr haushoch über der Einkommensgrenze für 2 Personen.


    Gruß

    Simone

    Also ich bin mir nicht sicher, ob du zu wenig Einkommen hast für Wohngeld.


    Bedarfssätze 424,00 € + 302,00 € + 302,00 € + 245,00 € = 1.273,00 €

    Alleinerziehendenzuschlag 152,64 €

    Warmmiete 920,00 €


    >>> Gesamtbedarf: 2.345,64 €


    Einnahmen: 2.344,00 € - Kommt jetzt nur darauf an, ob du das Pflegegeld für dich hast, weil du dein Kind selbst pflegst, oder ob es für Pflegeleistungen verwendet wird. Falls du es für euch nutzen kannst, könnte das mit Wohngeld schon hinhauen. ALG II würde ich aber auch alternativ prüfen lassen.