Beiträge von Orlio

    Liebes Forum,


    als Studentin, die kein BAföG mehr erhält, habe ich einen Wohngeldantrag gestellt. Meinen Unterhalt habe ich bisher teils aus einem Studienkredit und teils aus einem privaten Darlehen finanziert. In meinem Wohngeldbescheid wird nun allerdings das private Darlehen als Unterhalt angerechnet, mit der Begründung es handle sich dabei um ein unechtes Darlehen.


    Aus der Bescheidergänzung:

    • "Ein echtes Darlehen liegt nur dann vor, wenn durch einen schriftlichen Darlehensvertrag die konkrete Höhe des Darlehens, seine Laufzeit, die Höhe der vereinbarten Zinsen sowie eine verbindliche Rückzahlung konkret geregelt ist."

    -> Dies ist alles der Fall. Der Sachbearbeiterin liegt ein Vertrag vor in dem alle diese Punkte aufgeführt sind


    • "Werden dagegen Darlehen für den Lebensunterhalt verwendet und kann mit ihrer Rückzahlung nur bei Eintritt eines ungewissen Ereignisses - wie z.B. einer verbesserten Einkommensituation - gerechnet werden, so sind diese Darlehen als wohngeldrechtliches Einkommen zu behandeln." und "Die Rückzahlung der gegeben Beträge ist bei objektiver Betrachtung ungewiss. Das wäre nur bei einer deutlich verbesserten Einkommensituation möglich, die jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher ist"

    -> Gehe ich nicht bei jedem Darlehen, welches ich zur Finanzierung meines Lebensunterhalts aufnehme, davon aus, dass ich zu einem bestimmten Zeitpunkt eine verbesserte Einkommenssituation habe? Außerdem ist die Einkommensituation doch immer ungewiss.. Schließlich kann man auch als Arbeitnehmer gekündigt werden, während ein Darlehen bzw. eine Rückzahlung läuft. Die Rückzahlung beginnt erst nach dem voraussichtlichen Ende meines Studiums. Zu dem Zeitpunkt rechne ich natürlich mit einer verbesserten Einkommenssituation.


    Bei meinem Studienkredit mit dem selben Rückzahlungsbeginn gab es keine Beanstandung. Es scheint hier also nur darum zu gehen, dass das Darlehen von jemandem mit dem selben Nachnamen gegeben wird und das von der Sachbearbeiterin nicht anerkannt werden möchte.


    Wie formuliere ich hier am besten einen Widerspruch? Oder ist diese Begründung tatsächlich rechtens?


    Vielen Dank schonmal für die Hilfe.


    LG Orlio