Beiträge von klausdieter

    Hallo,


    kann mich Hoppel nur anschließen. Steigt das Einkommen um mehr als 15% muss er das der Wohngelstelle melden. Steht so im Bescheid. Außerdem sollte im Bescheid stehen, dass ein Datenabgleich durchgeführt wird. Dabei werden u.a. Beschäftigungsverhältnisse im Bewilligungszeitraum ermittelt. Seine Tätigkeit als Werksstudent wird also früher oder später bekannt. Aus eigenem Interesse sollte er das selbst angeben.
    Ein rechtswidrig erlassener Bescheid kann (und wird auch) zurückgenommen werden. Das bewilligte Wohngeld muss er dann zurückzahlen. Im schlimmsten Fall kommt noch eine Strafanzeige obendrauf.

    Hallo,


    zwei Begriffserklärungen zum Verständnis.
    Die Mietobergrenze ist der Betrag der maximal als Miete anerkannt wird. Du kannst also durchaus eine 800 € teuere Wohnung anmieten, allerdings werden nur z.B. 250 € (= Miethöchstbetrag, fiktiv) anerkannt.


    Das Mindesteinkommen wiederum ist das Minimaleinkommen, das für die Wohngeldberechnung berücksichtigt wird. Wenn du darunter liegst wird eben das Minimaleinkommen herangezogen.

    Hallo Stratfor,


    wenn dein Einkommen unter der Mindestgrenze liegt (bei Singlehaushalt irgendwas 2XX €, glaub ich) wird das Mindesteinkommen berücksichtigt. Das hat aber nichts mit der Miete zu tun.
    Erhälst du Bafög oder hast sonstige Einnahmen?
    Sofern du Student ohne Einkünfte bist, kann deine Wohngeldbewilligung durchaus korrekt sein.

    Hallo systemtroll,


    für das Wohngeld werden drei Faktoren berücksichtigt:
    1. Die zu berücksichtigende Miete
    2. Das zu berücksichtigende Gesamteinkommen
    3. Die Anzahl der wohngeldberechtigten Haushaltsmitglieder


    Da du nur zu Punkt 3 Angaben gemacht hast, ist eine realistische Beispielrechnung natürlich nicht möglich.


    zu 1.) Die zu berücksichtigende Miete ist die Gesamtmiete ohne Berücksichtigung von Heizung, Warmwasser, Garage, gewerbl. genutzte Flächen u.ä.
    Wenn dieser Wert über der Mietobgrenze liegt (in deinem Fall 688 €), wird die Mietobergrenze herangezogen.


    zu 2.) Es werden die Bruttoeinkommen aller Haushaltsmitglieder berücksichtigt (also auch Ausbildungsvergütung oder Unterhalt oder Kapitaleinkünfte). Je nach Einkommensart werden aber unterschiedliche Prozente wieder abgezogen (z.B. 30% bei Einkommen aus nicht selbständiger Tätigkeit) bzw. gibt es auch noch Pauschale Abzüge (wie Werbungskosten).
    Wo nevis79 die 2.080€ her hat erschließt sich mir jetzt nicht, hab aber auch nichts gerechnet. In jedem Fall hat das Einkommen aber nichts mit der Mietstufe zu tun.


    zu 3.) die zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder sind grob gesagt alle diejenigen, die nicht Empfänger anderer Sozialleistungen (insbesondere ALG 2) sind.



    Ansonsten wirst du wohl erst Klarheit zur Höhe deines Wohngeldes bekommen wenn du auch den Antrag bei der Wohngeldbehörde stellst. Alles andere sind hier Spekulationen.

    Hallo florianus,


    du musst dem Wohngeldamt melden
    - wenn sich dein Einkommen erhöht hat (z.B. neuer Job)
    - deine Miete verringert hat (z.B. Umzug)
    - sich in deinem Wohngeld-Haushalt die Zahl der Haushaltsmitglieder ändert


    Dass du demnächst statt zwei nur noch einen Job hast musst du nicht melden. Damit schneidest du dich aber ins eigene Fleisch, weil du mit weniger Einkommen sehr wahrscheinlich einen höheren Wohngeldanspruch hast. Einen Erhöhungsantrag kannst du jederzeit stellen - auch wenn der alte Bescheid noch Gültigkeit hat.


    Grundsätzlich solltest du aber jede (Job-)Änderung mitteilen. Dass macht den Sachbearbeitern vermutlich weniger Arbeit als wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass deine Angaben nicht korrekt sind (Stichwort Datenabgleich).
    Dann werden unter Umständen Nachforschungen angestellt um den Sachverhalt zu klären.


    Grüße
    klausdieter

    Hallo vip87,


    die Mietenstufe gibt an, bis zu welcher maximalen Höhe die Miete berücksichtigt wird. Wenn deine Miete über der Mietobergrenze liegt wird die Mietobergrenze berücksichtigt (also 407 €). Wenn deine Miete darunter liegt wird natürlich nur die tatsächliche Miete für die Berechnung herangezogen.
    Übrigens wirst du wohl unter den 407 € liegen, weil meines Wissens nach nicht die kompletten Nebenkosten berücksichtigt werden. An der Stelle würde ich gerne fragen, was eine "Fernsehkostenpauschale" ist? GEZ?


    Dein Antrag ist nicht aussichtslos. Zusätzliche "Sonderanträge" o.ä. sind mir beim WoG bist jetzt noch nicht begegnet . . . ;-)

    Hallo,


    die Frage ist zwar schon etwas "älter" aber vielleicht auch für andere interessant.
    Grundsätzlich musst du für einen Wohngeldanspruch eigenes Einkommen vorweisen. Ansonsten musst du ALG2 beantragen.


    !!! ABER ... !!!
    Für ALG2 musst du dem Arbeitsmarkt auch zur Verfügung stehen, was du als (Vollzeit-) Student nicht tust.


    Deshalb gilt für Szenario 1: Wohngeldantrag (auch ohne Einkommen)
    Szenario 2: ALG2 (weil du "verfügbar" bist)



    Achja: Wohngeld beantragt man beim Sozialamt der Gemeinde in der du wohnst, nicht beim JobCenter. Nicht alles glauben was bei RTL gesendet wird ;-)