Beiträge von Samka

    Hallöchen,
    ein Praktikum, dass eine Schulausbildung ergänzt, die allein zum Besuch einer anderen Schule oder Hochschule nicht ausreicht, kann nach BAföG gefördert werden. Das passt ja hier ganz gut.


    Aktuell hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung klarstellend Folgendes ausgeführt:
    "Ein Praktikum (als praktischer Teil der Fachhochschulreife) ist nach § 2 Abs. 4 BAföG i. V. m. BAföGVwV Tz 2.4.9 auch förderfähig, wenn die auszubildende Person den schulischen Teil der Fachhochschulreife an einem Gymnasium erworben hat und die übrigen Voraussetzungen nach § 2 Abs. 4 BAföG vorliegen. Ob der Besuch des Gymnasiums als Ausbildungsstätte nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. § 2 Abs. 1a BAföG förderfähig ist, ist dabei unerheblich."


    Wenn dein Praktikum also inhaltlich geregelt ist und du nicht mehr zu Hause wohnst, hast du grundsätzlich die Möglichkeit eine Förderung zu erhalten.

    Werbungskosten, die über dem Pauschbetrag hinaus geltend gemacht werden sollen, werden nur dann anerkannt, wenn sie ausschließlich dem Ausbildungsbedarf zuzuordnen sind. Darunter fallen z.B. nicht doppelte Haushaltsführung, Familienheimfahrten und Verpflegungsmehraufwendungen.
    Da gibt es ein paar Urteile drüber und es ist auch so im BAföG verankert. Zwischen Einkommen aus einem Beschäftigungsverhältnis und einer Praktikantenvergütung gibt es nämlich Unterschiede (siehe §23 Abs.3 BAföG sowie die entsprechenden Verwaltungsvorschriften)

    Hallöchen,


    einige private Schulen bieten die Ausbildung zum Erzieher ohne klassisches Anerkennungsjahr an. Die Schule gliedert sich wie die FOS11 auf drei Jahre gestreckt, also zwei Tage die Woche Unterricht, drei Tage in einem Betrieb. Es lautet dann "Dreijährige Fachschule für Sozialpädagogik in Verbindung mit einem Beschäftigungsverhältnis".
    Meine Frage bezieht sich auf folgendes:
    Während die Ausbildungs-/ Praktikantenvergütung im Anerkennungsjahr grundsätzlich ja voll auf die Förderung anzurechnen ist, erfolgt dies bis zur Freigrenze bei Einkünften aus Beschäftigung ja nicht. Gilt dies hier auch?
    Können die Auszubildenden, die diesen Bildungsgang besuchen also neben der Schule drei Jahre lang round about 400,00 Euro verdienen und würden oben drauf die volle Förderung bekommen, insoweit kein weiteres Einkommen anzurechnen wäre?:confused:

    Vermögensveränderung während des Bewilligungszeitraums müssen nicht gemeldet werden. Einkommensveränderung müssen jederzeit unaufgefordert mitgeteilt werden und können zur einer Veränderung der Förderungshöhe führen, wenn der Betrag die Freigrenzen überschreitet.


    Übrigens: Ein individuelles Händlerangebot entspricht nicht unbedingt dem Wert deines Autos.

    Da der Betrag direkt vom Brutto-Einkommen in Abzug gebracht wird, taucht dieser widerum nicht mehr im sog. "Steuerbrutto" auf. Es wird nur dieser Betrag als Einkommen angerechnet, der der Steuerpflicht nach dem Einkommenssteuergesetz unterliegt. Das Einkommen aus dem Kalenderjahr 2015 ist aber erst bei einer Antragstellung im Jahr 2017 maßgeblich, da als Berechnung immer das Einkommen des vorletzten Kalenderjahres herangezogen wird.

    Abzüge wegen vorhergehenden Bewilligungen gibt es nicht. Evtl. musst du erklären, wieso du die Schule damals abgebrochen hast und jetzt wieder anfängst. Insofern du damals keine Leistungen erhalten hast, die dir nicht zustanden, wirst du nun auch wieder den vollen Förderungsbetrag erhalten (natürlich abzgl. anrechenbaren Vermögen und Einkommen). Sollte von damals noch eine Rückforderung bestehen, wird diese wahrscheinlich mit mindestens 10% mit den laufenden Leistungen verrechnet.

    Am besten darlegen, wovon die Eltern derzeit leben. Das Amt für Ausbildungsförderung wird sich wahrscheinlich nicht damit zufrieden geben, wenn dort geschrieben wird "Wir beziehen derzeit kein Einkommen.". Sollten deine Eltern also von Verwandten oder ähnlichem bezuschusst werden, dann würde ich dies auch so schreiben. Evtl. lässt dieses sich anhand Kontoauszüge deiner Eltern nachweisen. Die zuständige Sachbearbeitung wird dir genau erklären können, was sie braucht/möchte/fordert.

    Hallo,


    eigentlich ist deine Situation doch gar nicht verzwickt, kompliziert o.ä. Du schreibst nur viel zu viel Information. Schlussendlich ist deine Frage doch lediglich:

    Kann mir jemand sagen welche zeilen des Formblatt 3 zu Bafög ausgefüllt werden müssen?


    In der Einkommenserklärung der Eltern ist ... das Einkommen zu erklären, und zwar genau das, was man im maßgeblichen Kalenderjahr (vorletztes Jahr vor Antragsstellung) erwirtschaftet hat. Vom Einkommen sind Freibeträge (insbesondere Unterhaltspflichten) geltend zu machen und schlussendlich auf der Rückseite zu unterschreiben.
    Geht die Einkommenserklärung genau durch, was trifft auf deine Eltern zu, was nicht. Gibt es keine Belege wie einen Steuerbescheid, Abrechnungen, oder Bescheide von Sozialleistungsträgern, weil deine Eltern von niemanden Geld bekommen, dann ist das schriftlich darzulegen.
    Hier http://www.bafög.de/de/alle-formblaetter-433.php findest du unter Formblatt 3 auch alle Erläuterungen, wenn für dich noch etwas fraglich sein sollte.

    Hallo,


    maßgeblich ist nicht, ob deine Freundin einen Unterhaltsanspruch gegenüber ihren Eltern hat, sondern dass sie diese Zahlungen erhält. Insofern sie grundsätzlich einen Anspruch auf Ausbildungsförderung hat und der angerechnete Betrag vom Einkommen der Eltern nicht geleistet wird, kann sie einen Antrag auf Vorausleistungen stellen.

    Bei der Berechnung der Ausbildungsförderung wird dein Einkommen nicht angerechnet, so lange ihr nicht verheiratet seid. Anzurechnen ist das Vermögen und Einkommen deiner Freundin, sowie das Einkommen Ihrer Eltern und das Ihres Ehegatten/Lebenspartners.

    Das dort Türkisch gelehrt wird, kannst du beim Amt für Afö geltend zu machen. Nach den Verwaltungsvorschriften zu §2 Abs.1a heißt es "Gymnasien verschiedenen Typs sind keine einander entsprechenden (also gleiche) Ausbildungsstätten [...] wenn über den üblichen Fächerkanon hinausgehender sprachspezifischer Unterricht angeboten wird".
    Bist du also "nur" auf dieser Schule, weil du dort Türkisch als Fremdsprache mit ins Abi nehmen kannst und keine Schule in zumutbarer Entfernung vom Elternhaus dies anbietet, hast du einen Anspruch auf Förderung.

    Die genannten Summen haben wiederum nichts mit dem BAföG sondern evtl. mit dem BGB zu tun.
    Für die Ausbildung zur Sozialassistentin hast du grundsätzlich einen Anspruch auf BAföG. Maximal 465,00 Euro bei eigener Wohnung.
    Selbstbehalt der Eltern, insofern diese zusammen leben 1.605,- Euro (bereinigtes Einkommen) im Monat, bei getrennt lebenden Eltern pro Person 1.070,00 Euro. Es können Freibeträge für andere Geschwister oder Unterhaltspflichtige Personen geltend gemacht werden (pro Kind ohne Einkommen 485,- Euro).

    Hallo du,
    Anspruch auf Ausbildungsförderung hast du für die Monate, in denen du die Schule besucht hast. Insofern man dir nicht nachweisen kann, dass du den Ausbildungswillen bereits früher als den tatsächlichen Abbruch der Ausbildung aufgegeben hast, ist für die Vergangenheit kein Geld zurückzuzahlen. Aber: Sozialleistungen werden im Gegenzug zu Gehalt immer am Anfang des Monats gezahlt. Das bedeutet, dass bei der Auszahlung Ende Januar 2015 auch schon der Förderungsbetrag für Februar enthalten ist. Besuchst du im Februar nicht mehr die Schule, steht dieser Anteil dir natürlich auch nicht zu.
    Ergeht dein Bescheid unter Vorbehalt, wird dieser zu einem späteren Zeitpunkt nochmal geprüft, bzw. zum Zeitpunkt X ist auch das tatsächliche Einkommen deines Vaters anzurechnen. Hat dieser Einkommen, das angerechnet wird, entsteht dadurch im Übrigen auch eine Rückforderung.

    Hallo zusammen,


    meine Frage bezieht sich auf die Anrechnung des Kinderbetreuungszuschlags beim Jobcenter.
    Folgender Sachverhalt:
    Die Schülerin A macht eine förderfähige Ausbildung und hat 2 im Haushalt lebende Kinder, die das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Sie erhält auf ihren Grundbedarf von 465,00 Euro 198,00 Euro als Betreuungszuschlag. Die beiden Kinder erhalten zudem Leistungen vom Jobcenter, da sie neben dem Kindergeld über kein Einkommen verfügen. Aus dem Berechnungsbogen wird ersichtlich, dass der Gesamtbetrag von 663,00 Euro Ausbildungsförderung angerechnet wird. Die fiktive Bedarfsberechnung ergibt sogar, dass die Schülerin über ihrem Bedarfssatz liegt, so dass der den Bedarf übersteigende Teil nach Verrechnung mit dem Bedarf für Allleinerziehende auf die im Haushalt lebenden Kinder verteilt wird. Insgesamt wird kein einziger Euro als Freibetrag für die Schülerin gewährt.


    Kann das richtig sein?