Beiträge von Samka

    Ausbildungsförderung wird gem. §7 für drei Schuljahre berufsbildender Ausbildung bis zu einem daran anschließenden berufsqualifizierenden Abschluss erbracht. Diese drei Jahre hast du schon für den Kinderpfleger gebraucht, spätestens hast du diese drei Jahre aber mit der Ausbildung zum Sozialbetreuer ausgeschöpft. Gemäß §7 Abs.2 kann Ausbildungsförderung auch nur für eine einzige weitere Ausbildung geleistet werden. Förderung einer dritten Ausbildung ist nicht möglich.

    Formblatt 7 ist der Antrag auf Aktualisierung und dieser kann nicht nach Ablauf des Bewilligungszeitraums gestellt werden. Anscheinend wurde ein Antrag auf Vorausleistung gestellt und das Amt für Ausbildungsförderung prüft jetzt inwieweit vorausgeleistete Förderungsbeträge von dir als Mutter bzw. euch als Eltern zurückgefordert werden können. Vorausleistungen werde anstelle elterlichen Unterhalts erbracht, wenn der angerechnete Betrag von den Eltern nicht geleistet wird bzw. werden kann.

    Hallo Anni,


    da darfst du nichts durcheinander schmeißen. Das eine sind die Freigrenzen deines Einkommens während du Förderung erhältst. Bis zu einem "bereinigten" Betrag von 290,00 Euro (darauf kommen Werbungskosten; pauschal 1000 Euro jährlich bei nichtselbstständiger Arbeit + Sozialpauschalen, so dass du tatsächlich 450,00 Euro verdienen darfst) wird dir von deinem Förderungsbetrag nichts abgezogen. Während des Studiums hast du jedoch keinen zusätzlichen Einkommensfreibetrag für deinen Ehemann. Das gilt z.B. für Elternpaare, bei denen einer nicht arbeiten geht. Von dem Einkommen des z.B. Vaters hat dieser neben dem Freibetrag für sich einen weiteren für die Unterhaltspflicht gegenüber des Ehegatten, wenn dieser seinen Bedarf nicht selbst decken kann.

    Du redest von deiner Kranken- und Pflegeversicherung? Als BAföG-Empfänger hast du einen Anspruch auf eine studentische Krankenversicherung, die etwa die Hälfte kostet.
    Seit dem 01.08.2016 können BAföG-Empfänger aufstockende Leistungen nach dem SGB II zu der Förderung erhalten (durch das Jobcenter).

    Wenn die letzte Bewilligung bzw. Ablehnung aus dem Jahr 2015 stammt, stelle doch einfach nochmal einen Antrag. Die Ablehnung gilt für 12 Monate. Danach kannst du einen neuen Antrag stellen und aufgrund der gesetzlichen Erhöhungen der Bedarfssätze und der Freigrenzen elterlichen Einkommens könnte sich ergeben, dass du jetzt vielleicht einen Anspruch hast.

    Hallo Lisa,


    richtig ist, dass du keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II bzw. aufstockende Leistungen beim Jobcenter hast.
    Besteht grundsätzlich ein (Schüler-)BAföG-Anspruch folgt daraus ein Anspruch auf ergänzende Leistungen nach §27 Abs.2 bis 5 SGB II wie den Zuschuss zu ungedeckten Miet- und Heizkosten, die wiederum beim Jobcenter zu beantragen sind. Meines Wissens spielt das Alter hier keine Rolle.

    Hallo Simon Ka,


    das Amt für Ausbildungsförderung prüft nicht ob eine Unterhaltspflicht im Sinne des BGB's besteht sondern nur, ob der Sohn die Voraussetzungen für die elternunabhängige Förderung erfüllt. Offensichtlich ist dies nicht der Fall, da aus der erwähnten Vita des Sohnemanns ergeht, dass er sich nie durch eigenes Einkommen finanziert hat. Es gibt in den Verwaltungsvorschriften zwar den Passus, dass ein Auszubildender auch dann ohne Anrechnung des Elterneinkommens gefördert werden kann, wenn ein zivilrechtlicher Unterhaltsanspruch offensichtlich nicht besteht, aber so offensichtlich ist es bei deinem Sohn nicht. Sollte es tatsächlich bis zum Familiengericht laufen wird ein Richter darüber urteilen, ob der Sohn seinen Anspruch auf Elternunterhalt dadurch verwirkt hat, dass er nicht zielstrebig genug einen Ausbildungsabschluss herbeigeführt hat oder ob ihr als Eltern diesen Werdegang hinzunehmen oder ggf. sogar unterstützt habt, wenn der Weg so abgesprochen war.

    Wo liegt das Problem, ihn wieder mitzuversichern?
    Das bedeutet für dich doch keinerlei Mehrkosten?
    Ein Kind in Ausbildung kann bis zum 25. Lebensjahr kostenfrei in der Familienversicherung eines Elternteils mitversichert werden.
    Wahrscheinlich wird er einen BAföG Antrag stellen und dich auffordern dein Einkommen des vorletzten Kalenderjahres beim Studierendenwerk vorzulegen. Dann wird berechnet inwieweit du seinen Grundbedarf sicherstellen könntest unter Berücksichtigung aller anderen Unterhaltspflichten. Sollte "nix" mehr übrig sein, wird er BAföG ohne Anrechnung deines Einkommens erhalten.

    Hallo snuppa,


    erhältst du schon BAföG? Läuft ein Bewilligungszeitraum jetzt aus?
    Der höhere Vermögensfreibetrag wird automatisch für Schüler/innen ab dem kommenden Schuljahr, für Studenten ab dem kommenden Semester berücksichtigt.

    Hallo Ella,


    ab dem kommenden Schuljahr liegt der Grundbedarf einer Schülerin einer Berufsfachschule, die nicht bei den Eltern wohnt bei 504,00 Euro. Zusätzlich bewilligt werden Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung pauschal in Höhe von 86,- Euro.
    Gem. §27 SGB II hast du zudem einen Anspruch auf einen Zuschuss zu ungedeckten Miet- und Heizkosten vom Jobcenter.
    Wie kommt das Jobcenter darauf, dass dein Freund bei dir wohnt? Ist er dort gemeldet? Oder war er es mal? Hat er dir nachgewiesener Weise Geld überwiesen oder gegeben als Mietanteil? Woher weiß das Jobcenter überhaupt von ihm? Er wird ja dann mit vollem Namen im Bewilligungsbescheid des Jobcenters stehen. Woher haben die diese Daten? Normalerweise muss das Jobcenter stichhaltige Gründe haben, um das Einkommen des Freundes anzurechnen. Niemand wird euch dazu "zwingen" zusammen zu ziehen, wenn nicht der Verdacht besteht, dass ihr "nur" um Sozialleistungen zu erhalten, nicht "offiziell" zusammen wohnt.
    Du kannst beim Bezug von Ausbildungsförderung einer geringfügigen Tätigkeit nachgehen und bis zu 450,00 Euro dazu verdienen, ohne dass die Förderung gekürzt wird. Dies würde zwar bedeuten, dass der KdU Zuschuss entfällt, aber insgesamt würdest du dann auf monatliche Einnahmen von 954,00 Euro + 86,00 Euro für KV und PV kommen, womit der Lebensunterhalt bestritten werden könnte.

    Eine angemessene Wohnungseinrichtung wird dir natürlich nicht angerechnet, insbesondere wenn du diese Dinge schon hast. Wenn du dir aber ein Bett für 5.000 Euro zulegst wird man vielleicht hinterfragen, ob das wirklich notwendig ist.

    Hallo Trine89,


    nach deinen Schilderungen hast du einen Anspruch auf elternunabhängige Förderung. Dafür gibt es kein gesondertes Antragsformular, sondern du musst die gleichen Formulare ausfüllen wie bei der elternanhängigen Förderung. Wenn du ganz offensichtlich die Voraussetzungen für die elternunabhängige Förderung erfüllst, kannst du jedoch auf die Vorlage des Formblatts 3 für die Eltern verzichten.


    Ab dem kommenden Schuljahr hast du einen Vermögensfreibetrag von 7.500 Euro. Der Wert des Vermögens gilt zum Zeitpunkt der Antragstellung bis zu sechs Monate vorher. Verminderst du also bis zu sechs Monate vor Antragstellung dein Vermögen maßgeblich musst du nachweisen wofür. Ein Klavier kann auch Vermögen darstellen. Nicht nur Geld in jeglicher Form sondern genauso Gegenstände wie ein Auto, eine Immobilie oder auch ein Klavier sind dir zuzurechnen. Das Verschweigen von solchem ist nicht zu empfehlen!


    Samka

    Es kommt auf dein tatsächlich erzieltes Einkommen im Bewilligungszeitraum an und nicht auf welcher Basis (400,00 Euro od. 450,00 Euro -Basis) du arbeitest. Selbstverständlich berechnet das Amt es genau nach dem was auf deinen Abrechnungen ausgewiesen ist.
    Wenn du nicht im Vorausleistungsverfahren bist wird das Amt deinen Vater nicht über deinen Verdienst informieren.


    Deine o.g. Berechnung stimmt. Ich gehe davon aus, dass dein BWZ von 10.15 bis 09.16 läuft, so dass du deine Einkommensgrenze evtl. noch nicht erreicht hast oder aber nicht weit überschritten. Du hast die Möglichkeit auf die kommenden Auszahlungen zu verzichten und am Ende des BWZ's gegenrechnen zu lassen inwieweit du Leistungen zu erstatten hast oder vllt. noch was nachgezahlt bekommst. Wenn dein Amt aktuell eine Berechnung vornimmt, werden -wenn nichts anderes vereinbart wurde- max. 10% deiner lfd. Leistungen verrechnet. Der Rest, also die Differenz ist innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt des Rückforderungsbescheids zu erstatten.

    Hallo Biene92,


    wie du richtig erkannt hast, hast du erst einmal keinen Anspruch auf elternunabhängige Förderung. Diese kann man ja auch nicht beantragen, sondern die Behörde prüft, ob das Elterneinkommen noch herangezogen wird oder nicht. Das kannst du auch nicht beeinflussen, sondern wird aufgrund deines beruflichen Werdegangs ermittelt.
    Ich würde dir vorschlagen zunächst einen vollständigen Antrag auf BAföG zu stellen, so dass berechnet werden kann, was deine Eltern nach dem Ausbildungsförderungsrecht überhaupt leisten müssen. Bist du sicher, dass sie über ausreichend Einkommen verfügen um dich vollumfänglich unterhalten zu können? Sollte es so sein, dass sie für dich aufkommen können, kannst du immer noch einen Vorausleistungsantrag stellen (Formblatt 8).


    Viele Grüße,
    Samka