Beiträge von omarco

    Hallo zusammen,


    Person A macht ein Pflichtpraktikum, welches in der Stadt B durchgeführt wird, wobei die Stadt B der Zweitwohnsitz ist.
    Stadt A ist der Erstwohnsitz von Person A.
    Die Heimatstadt von Person A ist eine Stadt C, wobei dieser dort nicht gemeldet ist.


    Person A schreibt in der Stadt A Klausuren und trifft sich dort mit Freunden um Klausuren vorzubereiten und an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten, welches während des Semester und der Zeit des Praktikums durchgeführt wird. Deshalb fährt Person A an Wochenenden zu der Stadt A für die Uni.


    Laut des BaföG Gesetzes Verwaltungsvorschrift zu § 23


    Zu Absatz 3


    23.3.1 Absatz 3 enthält eine Sonderregelung gegenüber den Absätzen 1 und 2 für die Vergütung aus einem Ausbildungsverhältnis, z. B. bei Ableistung eines Pflichtpraktikums, bei Besuch einer Krankenpflegeschule oder Betreiben eines dualen Studiums. Hierbei geltend gemachte Werbungskosten können über die in Tz. 22.1.1 festgelegten Pauschbeträge hinaus nur berücksichtigt werden, wenn diese unmittelbar dem Ausbildungsbedarf zuzuordnen sind. Hierunter fallen z.B. nicht Werbungskosten für doppelte Haushaltsführung, Familienheimfahrten und Verpflegungsmehraufwendungen.


    Kann man Fahrten zum Studienort, die notwendig sind um Gruppenarbeiten für Studienleistungen durchzuführen, als Werbungskosten anrechnen lassen? Wie kann man Fahrten zwischen 2 Städten nachweisen, wenn man mit dem Auto fährt?
    Es gibt eine Kilometerpauschale.
    Aber was für Nachweise sind für das Bafög-Amt notwendig, um diese geltend zu machen?


    Vielen Dank für eure Hilfe!

    Hallo,
    ja, habe Sie!


    § 23 BAföG - Freibeträge vom Einkommen des Auszubildenden


    (1) Vom Einkommen des Auszubildenden bleiben monatlich anrechnungsfrei


    für den Auszubildenden selbst 255 Euro
    für den Ehegatten oder Lebenspartner des Auszubildenden 535 Euro,
    für jedes Kind des Auszubildenden 485 Euro.


    Satz 1 Nr. 2 und 3 findet keine Anwendung auf Ehegatten oder Lebenspartner und Kinder, die in einer Ausbildung stehen, die nach diesem Gesetz oder nach § 56 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch gefördert werden kann.


    (2) Die Freibeträge nach Absatz 1 Nr. 2 und 3 mindern sich um Einnahmen des Auszubildenden sowie Einkommen des Ehegatten oder Lebenspartners und des Kindes, die dazu bestimmt sind oder üblicher- oder zumutbarerweise dazu verwendet werden, den Unterhaltsbedarf des Ehegatten und der Kinder des Auszubildenden zu decken.


    (3) Die Vergütung aus einem Ausbildungsverhältnis wird abweichend von den Absätzen 1 und 2 voll angerechnet.


    Wie du siehst steht im letzten Satz drin, alles was mit dem Studium zu tun hat, wird voll angerechnet.