Beiträge von xamoral

    Hallo,


    da mich diese Gedanken im Moment stark belasten, schaue ich mal ob hier vielleicht jemand eine Antwort weiß:


    Im Moment gehe ich auf ein Kolleg und mache dort auf dem zweiten Bildungsweg mein Abitur nach. Dieser Besuch dauert noch etwa 1 Jahr.
    In dieser Zeit beziehe ich auch Schüler-BAföG.


    Als mein Vater 2004 gestorben ist habe ich, damals noch Minderjährig, einfach blind das Erbe akzeptiert und war auch nicht in der Verfassung mir großartig Gedanken über die Folgen machen zu können.
    Mein Vater hatte ein paar Jahre zuvor eine Eigentumswohnung gekauft und dahingehend auch Kredite in Höhe des Kaufpreises aufgenommen. Der Wert der ETW war damals etwa 90.000 Euro.


    Als mein Vater gestorben ist und meine Mutter (zu 3/4) und ich (zu 1/4) geerbt haben, haben wir gleichermaßen auch die Schulden geerbt, logischerweise.
    Nun ist es so, dass die Situation mit der Zeit untragbar geworden ist und man nicht fähig ist, die Kredite in angemessenen Höhen abzuzahlen. D.h. im Moment werden etwa 90-95% des monatlich fälligen Beitrages für Zinsen benutzt und es erfolgt nur eine Tilgung von 5-10%. Dahingehend ist der Kreditbetrag heute auch noch ziemlich hoch.
    (Der Wert der Wohnung hat etwas abgenommen, liegt heute bei etwa 80.000 Euro und die Kredite liegen zusammen immernoch bei etwa 75.000 Euro)
    Deswegen bleibt als letzter Ausweg für meine Mutter praktisch nur die Verbraucherinsolvenz in der sie vom Lebensstandard nichtmal tiefer leben müsste als bisher.


    Im Moment werden mir beim Schüler-BAföG aufgrund des Erbanteils ein Anteil knapp über der Freigrenze für Vermögen angerechnet, d.h. ich bekomme etwas weniger BAföG als theoretisch möglich.


    Nun ist es so, dass ich persönlich auf keinen Fall auch in eine Privatinsolvenz gehen möchte, da das meinen zukünftigen Lebensweg noch weiter verschwierigen würde (ich möchte auf jeden Fall nach dem Abitur studieren) und mir schwebt im Kopf ob ich das "Vermögen" (welches ja praktisch eigentlich gar keines ist aufgrund der Belastung) einfach an meine Mutter übertragen kann und dann 'frei' von der Belastung sein könnte?
    Meine Gedanken schwirren dahingehend natürlich um die rechtsmißbräuchliche Vermögensübertragung, jedoch mache ich das ja nicht um mir direkt einen unendlichen Vorteil im Rahmen des BAföGs zu verschaffen (klar ist es ein Vorteil weniger Probleme dabei zu haben, jedoch verschenke ich kein "Realvermögen" von beispielsweise 10000 Euro um davon bloß nichts nehmen zu müssen), sondern um nicht selber eine Verbraucherinsolvenz einzugehen dessen Ursache ich ja nichtmal war.


    Wie sollte man hier vorgehen?
    Hätte es Sinn einen richtigen Anwalt mit dieser Problematik zu konsultieren, wäre ein Gespräch aufgrund des Vorhabens mit dem BAföG-Amt sinnvoll (wohl eher nicht) oder gibt es sonst irgendeine Lösung.
    Ich muss momentan nur daran denken, da das in jedem Fall einen erheblichen Eingriff in meine Zukunftsplanung darstellt. :z



    Gruß.