Beiträge von lioli

    Meine Eltern können beide der Unterhaltspflicht nicht nachkommen. Ich wohne nicht bei meinen Eltern und bekomme den Bafög-Höchstsatz: 597€.
    Kindergeld wird an mich weitergeleitet.


    Regel besagt: Gesamtunterhaltsbedarfs eines nicht bei den Eltern lebenden Studenten beträgt monatlich 670€.


    Steht mir mit Kindergeld doch nicht mehr der Bafög-Höchstsatz zu?


    Welche der nachfolgenden drei Rechnungen ist rechtens?


    Baföghöchstsatz 597€ + Kindergeld 184€ = 781€
    Zur Verfügung im Monat: 781€


    ...oder...


    Unterhaltsbedarf 670€ - Kindergeld 184€ = Bafög 486€
    Zur Verfügung im Monat: 670€ ?


    ...oder...


    Baföghöchstsatz 597€ - Kindergeld 184€ = individueller Baföganspruch 413€
    Zur Verfügung im Monat: 597€ ?

    Aber im Endeffekt ist meine Frage:


    Beide Elternteile können keinen Kindesunterhalt zahlen.
    Keiner weiß wo sich mein Vater aufhält - irgendwo im Ausland.
    Mutter bekommt Grundsicherung bzw. Sozialhilfe vom Sozialamt, welches das Kindergeld ihr als Einkommen anrechnet.
    Gerade mit diesem Kindergeld wird ihr Existenzminimum erreicht!


    Ich beziehe meine eigene Wohnung, bin volljährig und befinde mich im Studium.


    Nun zur Kindergeldabzweigung:
    Habe ich also Anspruch darauf, dass das Kindergeld in voller Höhe (184€) auf mein Konto überwiesen wird?
    Dadurch, dass ich meiner Mutter praktisch das Kindergeld "wegnehme", müsste das Sozialamt 184€ mehr aus seiner Tasche zahlen, damit die Grundsicherung meiner Mutter um 184€ erhöht werden kann.
    Stimmt das?
    Und wäre das rechtens, wenn ich meiner Mutter und dem Sozialamt das Kindergeld an mich reiße?

    Vielen Dank für eure Antworten =)
    Nur bin ich jetzt noch verwirrter als vorher...



    1.

    Aus welchem Gesetz stammt diese Regel? (BAföG???):confused:


    Das habe ich auf www.unterhalt.net gelesen. Da steht
    "Der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Studenten, der nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil wohnt, beträgt 2013 in der Regel monatlich 670 €"
    Würfel ich da einige Sachen zusammen, die nicht zusammen gehören?



    2.

    Ob das mit der Abzweigung klappt, scheint für mich nicht eindeutig.


    Was genau würde an der Kindergeldabzweigung scheitern?
    Soweit ich weiß lauten die Voraussetzungen:
    - Kind ist über 18 Jahre alt - das bin ich.
    - Kind wohnt nicht bei den Eltern - trifft zu.
    - Ist noch in Ausbildung - trifft zu.
    - Eltern zahlen keinen Unterhalt - trifft zu.



    3.

    Und was deine Rechnung betrifft, so denke ich, dass dein BAföG niedriger sein wird.


    Ist die Höhe meines BAföG-Satzes nicht vom Einkommen meiner Eltern abhängig?
    Meine Mutter verdient nichts, und mein Vater genau so wenig...
    Also müsste mir doch der Höchstsatz in Höhe von 597€ zustehen oder sehe ich da was falsch?



    4.

    Ein Grund für eine Abzweigung liegt nicht vor. Leistet die Mutter mit Auszug des Sohnes nachweisbar Unterhalt in Höhe des KG, wird dieses nicht mehr bei der Sozialhilfe als Einkommen angerechnet.


    Meine Mutter erhält Grundsicherung vom Sozialamt. Also wird sie nicht in der Lage sein mir Unterhalt zu zahlen.

    Keiner weiß wo mein Vater wohnt und was er arbeitet, also kann er auch keinen Unterhalt zahlen.


    Meine Mutter wohnt alleine, erhält zusätzlich zu ihrer Rente noch Grundsicherung vom Sozialamt.
    Sie kann also auch keinen Unterhalt bezahlen.


    Ich bin 20 Jahre alt, habe eine eigene Wohnung und studiere ab Oktober.
    Beziehen werde ich Bafög. Da ich familienversichert bin, fällt Kranken- bzw. Privatversicherung weg, also bekomme ich 597€.


    Regel besagt: Einem volljährigen Studenten, der nicht bei den Eltern wohnt, wird ein Gesamtunterhaltsbedarf von 670€ zugesprochen.


    Derzeit wird das Kindergeld in Höhe von 184€ noch auf das Konto meiner Mutter überwiesen und es wird ihr auch als Einkommen vom Sozialamt angerechnet.
    Morgen werde ich allerdings die Kindergeldabzweigung beantragen, damit das Kindergeld auf mein Konto überwiesen wird. Und höchstwahrscheinlich werde ich neben Studium noch auf 450€-Basis arbeiten.
    So! Ab da weiß ich nicht mehr wie was geregelt wird...


    Vom Extremfall ausgehend:


    Ich bekomme...


    Bafög + Kindergeld + Minijob
    = 597€ + 184€ + 450€
    = 1231€


    Davon den Gesamtunterhaltsbedarf 670€ abziehend.


    1231€ - 670€ = 561€



    561€ zu viel!
    Was passiert mit dem Geld? Steht mir das zu?
    Wird das Sozialamt versuchen etwas von dieser Übersumme abzuzweigen, damit sie es meiner Mutter als Einkommen anrechnen können? Und am Ende das Sozialamt weniger Grundsicherung an meine Mutter zu zahlen hat?


    Hat das alles etwas mit Elternunterhalt zu tun?