Beiträge von eibajo

    Somit beanspruchst Du gleich zweimal geldwerte Vorteile für ein und die selbe Sache, nämlich den Semestergebühren.


    Ganz recht, exakt so ist es: Zum ersten beanspruche ich Werbungskosten beim Finanzamt, um die Steuern zu senken und zum zweiten gebe ich exakt die gleichen WERBUNGSKOSTEN beim Bafög an, weil eben Werbungskosten vom Bruttoeinkommen abzusetzen sind. Aber wenn Du meinst, man dürfe Werbungskosten nur entweder lohnsteuermindernd beim Finanzamt oder aber beim Bafög amt geltend machen,dann mag das zwar Deine Meinung sein, hat aber mit dem geltenden Gesetz nichts zu tun. Aber Du wirst mir sicherlich gleich den entsprechenden § nennen, der die Anerkennung von Werbungskosten, die das Finanzamt bereits anerkannt hat, ausschließt.


    Super Begründung zur Fragestellung und so vollkommen dem Einkommensteuerrecht verbunden. Zu den weiteren Beiträgen: Ich zitierte § 21, nicht aber eine Dienstanweisung. Zu Gleichbehandlungsgründen: Werbungskosten schmälern nun mal das Einkommen, dass das Amt anrechnet. Wer kein Einkommen hat, kann selbstverständlich keine Werbungskosten geltend machen, dafür wird ja auch vom Höchstsatz Bafög kein Abzug vorgenommen. Und wie die Hochrechnung von 220 auf 440 Euro beweist, haben einige hier keine Vorstellung vom Einkommensteuerrecht, auf welches jedoch die Bafögberechnung basiert.

    Ich bin dualer Student im Rahmen eines Ausbildungsdienstverhältnisses.
    Da mein Studium in Mannheim stattfindet, mein Wohnsitz jedoch in Frankfurt habe ich sehr hohe Werbungskosten, die mein Einkommen natürlich schmälern. Kämpfen muß ich jetzt leider mit dem für mich zuständigen Bafögamt um die Kosten für den Semesterbeitrag (es handelt sich um jährlich 220 Euro). Diesen Betrag hat mir das Finanzamt im Einkommensteuerbescheid 2012 bereits als Werbungskosten anerkannt. Das Bafögamt schreibt zu der Ablehnung der Anerkennung nun folgendes: "konnte nicht als Werbungskosten anerkannt werden, da dies Kosten sind, die allen Studierenden an Hochschulen entstehen und dürfen daher aus Gleichbehandlungsgründen nicht berücksichtigt werden.
    Ja gibts denn so einen Blödsinn? Gleichbehandlungsgründen? Muß sich das Bafögamt nicht an die eigne Gesetzgebung halten § 21? Hat jemand Ahnung davon, ob und mit welcher Begründung ich Widerspruch zu dem Bescheid einlegen kann?