Beiträge von errika

    Ich halte diese angemessene Frist auch für zu lange, doch was genau ist angemessen in dem Fall? Wenn der Sohn im Dezember die Prüfung nicht besteht oder danach arbeitslos ist, dann gehen die Zahlungen doch weiter.


    Was bitte bedeutet in dem Fall, daß gegenfalls vorrangig erst mal ggf. weitere Unterhaltsberechtigte zu bedienen sind?


    Seine Tochter aus erster Ehe lebt bei ihm, sie möchte jetzt Unterhalt von der Mutter, die aber mittellos ist. Könnte das bedeuten, daß der Vater, weil er für sie aufkommt, den Sohn nicht bezahlen muß/kann?

    Er hat nun eine Schulbescheinigung beigebracht, daß er in einer Maßnahme vom Arbeitsamt ist, die andauert, bis er im Winter die Prüfung, die er durch die Kündigung nicht machen konnte, nachholen kann.


    Ich hab wo gelesen.....Bricht ein unterhaltsberechtigtes Kind seine Ausbildung ab, sucht sich keine neue Ausbildungsstelle und ist in der Folgezeit arbeitslos, entfällt die Unterhaltspflicht der Eltern. Das Risiko der Nichtbeschäftigung nach Abschluss oder Abbruch der Ausbildung haben grundsätzlich nicht die unterhaltspflichtigen Eltern zu tragen. Ein Unterhaltsanspruch kann allenfalls für eine angemessene Übergangszeit geltend gemacht werden.....


    Die Anwältin schreibt....voraussichtlich bis Dezember.....also muß der Vater wohl zahlen!


    Gruss


    Erika

    Hallo erstmal,


    auf der Suche nach einer Antwort fand ich dieses Forum, doch jeder Fall für sich ist speziell und anders.


    Ich hoffe, daß mir jemand auf die verworrene Situation eine Antwort geben kann, ohne das wir einen Anwalt in Anspruch nehmen müssen, denn die leben auch nur von dem Leid anderer Menschen.


    Meine Schwester hat aus 1. Ehe zwei Kinder. Der nun mittlerweile 19 jährige Sohn, der im Haus der Kindesmutter lebt, fordert nun von dem Vater Unterhalt in Höhe von 182 Euro. Der Sohn hat vor ein paar Monaten seinen Ausbildungsplatz, kurz vor der Prüfung, durch den Vorwurf des Diebstahls verloren. Er hat gegen diesen Vorwurf nichts unternommen, weil der Arbeitgeber auf eine Anzeige verzichtet hat. Für mich sieht es wie Eigenverschulden aus, was der Sohn natürlich nicht zugibt.


    Der Vater wurde in 2. Instanz zu einer monatlichen Zahlung in Höhe von 80 Euro bis zum Ende der Ausbildung verdonnert, muß er diese weiterhin zahlen, obwohl der Sohn diese nicht mehr macht?


    Der Sohn arbeitet nach eigenen Angaben mittlerweile in einem Elektrofachmarkt als IT-Kaufmann, wieviel er verdient, weiß ich nun nicht und ob diese Aussage stimmt, kann ich auch nicht mit Gewißheit sagen.


    Die mittlerweile 18 jährige Tochter lebt seit 1 Jahr bei dem leiblichen Vater, kann sie Unterhalt von ihrer Mutter fordern, die aber durch ihre Anwältin bereits hat mitteilen lassen, daß sie kein Geld habe?


    Meine Schwester lebt in einem Haus, ist zum 3. Mal verheiratet. Ihr jetztiger Mann zahlt ebenfalls an seine geschiedene Frau und seine beiden Kinder Unterhalt.


    Der leibliche Vater lebt ebenfalls in einer momentanen schwierigen finanziellen Situation, hat er doch gerade ein Haus für sich und seine neue Frau gekauft. Aus dieser Ehe geht ebenfalls ein Kind hervor.


    Ich denke, ich habe den Sachverhalt ein wenig darlegen können und hoffe, daß mir jemand zu dem Unterhaltsanspruch des Sohnes was schreiben kann.


    lg


    Erika