Beiträge von weltenbummlerin

    Hallo,


    danke erstmal für die schnelle Antwort. Ich schreibe diese Antwort jetzt zum zweiten Mal, meine Antwort wurde wohl nicht durchgelassen...


    Vor lauter Überlegungen um die Vorausleistungen habe ich völlig vergessen, dass ich schon BAFöG-Förderung bekomme: Mein Bescheid über eine Förderung von 130 € wurde mir am 25.10.12 zugeschickt.


    Das Gehalt meiner Eltern (getrennt lebend, beide neu verheiratet) wurde dabei wie folgt angerechnet:
    vom Vater 140,14 €
    (mein Bruder(22), der sein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg in BW nachholt, wohnt bei unserem Vater und erhält elternunabhängige BAFöG-Förderung - noch bis Sommer 2013)
    von meiner Mutter 326,59 €.


    Vermögen wurde von mir keins angerechnet, da ich so gut wie nichts habe.


    Auf die Sache mit dem Sachlichen Zusammenhang der Erst- und Zweitausbildung kam ich wegen folgender Angaben auf zwei Internetseiten:



    " Haben die Eltern dem Kind durch ihre Unterhaltsleistungen eine angemessene Berufsausbildung ermöglicht, so haben sie grundsätzlich ihre gesetzliche Verpflichtung zur Erbringung von Unterhalt erfüllt. Die Eltern sind daher normalerweise nicht verpflichtet, weiteren Unterhalt zum Zwecke der Erlangung eines weiteren oder neuen Ausbildungsziels zu zahlen. Jedoch gibt es in der Rechtsprechung auch anerkannte Fallgruppen, die eine Ausnahme von der Grundregel zulassen.


    So besteht der Ausbildungsanspruch nach Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs dann weiter, wenn:


    1. der Beruf aus gesundheitlichen oder sonstigen bei Ausbildungsbeginn nicht vorhersehbaren Gründen nicht ausgeübt werden kann,
    2. das Kind von den Eltern in die falsche Ausbildung gedrängt wurde oder die Ausbildung nur auf Bitten der Eltern abgeschlossen worden ist,
    3. die erste Ausbildung auf einer deutlichen Fehleinschätzung der Begabung des
    Kindes beruhte,


    4. die weitere Ausbildung zweifelsfrei als eine bloße in engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang stehende Weiterbildung zu dem bisherigen Ausbildungsweg anzusehen ist.


    In der letztgenannten Fallgruppe differenziert der Bundesgerichtshof wie folgt: Während bei den "Abitur-Lehre-Studium-Fällen" der Studienentschluss nicht von vornherein gefasst worden sein muss, sondern auch erst nach Beendigung der Lehre gefasst worden sein kann, ist es beim Ausbildungsablauf


    "Haupt/Realschule-Lehre-Fachoberschule-Fachhochschule" unabdingbar, dass das Kind von vornherein die Absicht hatte, nach der Lehre die Fachhochschule zu besuchen und anschließend zu studieren. Auch ausreichend soll es sein, wenn während der ersten Ausbildung eine besondere, die Weiterbildung erfordernde Begabung deutlich geworden ist.
    Ob also ein enger sachlicher Zusammenhang zu bejahen ist, kann folglich nur im Einzelfall entschieden werden. "



    Quelle: Rechtsanwalt Martin Kotzott | Unterhaltspflicht - auch bei Zweitausbildung




    " ... Möglich ist aber auch, dass von vornherein klar ist, dass nach den o. g. Kriterien für die Finanzierung einer zweiten Ausbildung (vgl. weiter oben Abschnitt 3f) kein Unterhaltsanspruch mehr besteht, weil es z. B. an einem engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang zwischen erster und zweiter Ausbildung fehlt. Dann würde es keinen Sinn machen, die Eltern zu verklagen. Hier werdet Ihr im Ergebnis elternunabhängig gefördert, weil das Amt keine Möglichkeit hat, auf die Eltern zurückzugreifen, ... "


    Quelle: http://www.*****************/StudInfo/Studienfinanzierung/unterhalt.php?seite



    Wie sieht das nun aus mit der Unterhaltspflicht meiner Eltern? Soweit die Angaben in den obigen Links richtig sind, spielt der sachliche Zusammenhang vielleicht doch eine Rolle, oder habe ich da was falsch verstanden?


    Danke nochmal!


    Schöne Grüße

    Hallo Franjo,


    erstmal danke für die schnelle Antwort.
    Vor lauter Überlegungen um die Vorausleistungen beim BAFöG habe ich schon ganz vergessen zu erwähnen, dass ich eine BAFöG-Förderung erhalte =)
    Vor kurzem erst, am 25.10. wurde mir mein Bescheid zugeschickt. Ich habe einen Bedarf von 597€ und bekomme 130€ überwiesen.
    Von den Gehältern meiner Eltern wurde insgesamt 466,73 € angerechnet, 326,59 von meiner Mutter und 140,14 € von meinem Vater. Ich habe noch einen 23 Jahre alten Bruder, der gerade auf dem zweiten Bildungsweg sein Abitur nachholt, noch bei unserem Vater wohnt und elternunabhängiges BAFöG erhält.
    Privatvermögen wurde bei mir keines angerechnet, da ich auch so gut wie nichts besitze.


    Meine Eltern unterstützen mich momentan finanziell und ich arbeite auch nebenher, sonst könnte ich mir das Leben auch gar nciht finanzieren. Ich zahle über 500 € Studiengebühren pro Semester.


    Die Frage nach dem sachlichen Zusammenhang der Erst- und Zweitausbildung hat sich mir gestellt weil ich bei Recherchen auf diese Aussage gestoßen bin:



    " Haben die Eltern dem Kind durch ihre Unterhaltsleistungen eine angemessene Berufsausbildung ermöglicht, so haben sie grundsätzlich ihre gesetzliche Verpflichtung zur Erbringung von Unterhalt erfüllt. Die Eltern sind daher normalerweise nicht verpflichtet, weiteren Unterhalt zum Zwecke der Erlangung eines weiteren oder neuen Ausbildungsziels zu zahlen. Jedoch gibt es in der Rechtsprechung auch anerkannte Fallgruppen, die eine Ausnahme von der Grundregel zulassen.


    So besteht der Ausbildungsanspruch nach Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs dann weiter, wenn:


    1. der Beruf aus gesundheitlichen oder sonstigen bei Ausbildungsbeginn nicht vorhersehbaren Gründen nicht ausgeübt werden kann,
    2. das Kind von den Eltern in die falsche Ausbildung gedrängt wurde oder die Ausbildung nur auf Bitten der Eltern abgeschlossen worden ist,
    3. die erste Ausbildung auf einer deutlichen Fehleinschätzung der Begabung des
    Kindes beruhte,
    4. die weitere Ausbildung zweifelsfrei als eine bloße in engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang stehende Weiterbildung zu dem bisherigen Ausbildungsweg anzusehen ist.
    "


    Quelle: Rechtsanwalt Martin Kotzott | Unterhaltspflicht - auch bei Zweitausbildung




    und hier habe ich auch etwas darüber gelesen:


    http://www.*****************/StudInfo/Studienfinanzierung/unterhalt.php?seite


    "... Möglich ist aber auch, dass von vornherein klar ist, dass nach den o. g. Kriterien für die Finanzierung einer zweiten Ausbildung (vgl. weiter oben Abschnitt 3f) kein Unterhaltsanspruch mehr besteht, weil es z. B. an einem engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang zwischen erster und zweiter Ausbildung fehlt. Dann würde es keinen Sinn machen, die Eltern zu verklagen. Hier werdet Ihr im Ergebnis elternunabhängig gefördert, weil das Amt keine Möglichkeit hat, auf die Eltern zurückzugreifen, ..."


    So bin ich darauf gekommen, dass meine Eltern mir wohl vielleicht gar nicht mehr unterhaltspflichtig sind.


    Ein Freund von mir studiert nämlich auch, hat davor eine Ausbildung gemacht und erhält jetzt diese Vorausleistungen, weil er angegeben hat, dass seine Eltern nicht mehr bereit sind, ihn zu unterstützen, und sie anscheinend auch nicht mehr unterhaltspflichtig ihm ggü. sind.
    Ich will meinen Eltern auch nur sehr ungern auf der Tasche liegen und daher wäre es toll wenn es mit diesen Vorausleistungen klappt.


    Ach ja und Einen Lebenspartner, der mich unterstützen könnte, habe ich keinen.



    Grüße,
    Jule
    Stella

    Hallo,


    für den Antrag auf Vorausleistungen des BAFöG versuche ich herauszufinden, ob meine Eltern mir ggü. noch unterhaltspflichtig sind. Wenn nicht, könnte ich so weit ich weiss, hoffentlich mehr BAFöG-Förderung bekommen.


    Ich habe eine schulische Ausbildung absolviert, dann mein allg. Abitur nachgeholt und studiere jetzt. Ich bin 21 Jahre alt.


    2009 habe ich das kaufmännische Berufskolleg der Fachrichtung Fremdsprachen in Baden-Württemberg abgeschlossen. Dieses schließt mit der Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfte Wirtschaftsassistentin - Fachrichtung Fremdsprachen“ ab, was soweit ich weiss, offiziell als Ausbildung anerkannt wird, obwohl sie nur schulisch ist und 2 Jahre geht. Außerdem habe ich durch das Berufskolleg auch die Fachhochschulreife erlangt. (Ausbildung und FH-Reife sind aber zwei Zeugnisse.)


    Von Sept bis Ende 2009 habe ich als Teilzeitkraft im Einzelhandel gearbeitet und bin dann Anfang März 2010 für 6 Monate als Au-Pair ins Ausland gegangen.
    Im Sept 2010 - Juli 2012 habe ich auf der Wirtschaftsoberschule in BW mein allgemeines Abitur nachgeholt. Nun studiere ich seit Oktober 2012 an der Uni in Bayern (ich wohne in einer WG).


    Jetzt ist mir nur unklar, ob man sagen kann, dass ein sachlicher Zusammenhang zwischen der Ausbildung und dem Studium besteht, denn wenn, nicht wären meine Eltern mir gegenüber wohl nicht mehr unterhaltspflichtig?


    Das Berufskolleg war kaufmännisch (z. B. Fächer BWL, Rechnungswesen und Englisch, Spanisch) und mein Studium heißt Kulturwirtschaft, enthält also auch BWL, Rechnungswesen und auch ein Sprachkulturraum, den man wählt.


    Aber zwischen der Ausbildung und dem Studium liegt einiges an Zeit und es war definitiv nicht von vorneherein klar, dass ich das Studium anfangen werde.
    Mit der Ausbildung hätte ich das Studium sowieso auch noch gar nicht anfangen können, dazu braucht man ja erst die allg. Hochschulreife, die ich ja erst vor dem Studium gemacht habe.


    Die 184 € Kindergeld erhalte ich von meiner Mutter.


    Können Sie mir sagen, ob meine Eltern noch unterhaltspflichtig sind und ob es für mich möglich ist, Vorausleistungen zu erhalten?


    Vielen Dank im Voraus!