Beiträge von Galak

    1999-2004 Studium in Kirgisien, dann Urlaubssemester
    seit 2004 in Deutschland
    2006 Heirat
    Ende 2006 Abbruch des Studiums, da der Abschluss keine andere Anerkennung gebracht hätte als jetzt.


    Um es fortzusetzen, hätte ich zurück nach Kirgisien gehen müssen. Hier von Deutschland wäre es nicht gegangen.

    folgendes habe ich nun geschrieben:


    Sehr geehrte Damen und Herren,

    sie haben mir das Merkblatt zu den Voraussetzungen der Förderung einer anderen Ausbildung nach dem Abbruch einer früheren Ausbildung oder einem Fachrichtungswechsel nach § 7 Abs. 3 BAföG ausgehändigt und mich gebeten, das entsprechende Formular auszufüllen.


    Das Studium der ... stellt jedoch keine andere Ausbildung nach dem Abbruch einer früheren Ausbildung oder einem Fachrichtungswechsel nach § 7 Abs. 3 BAföG dar.
    Die zuständige Behörde für Bildung und Sport der Freien und Hansestadt Hamburg hat durch Bescheid vom 21.06.2007 mit Tatbestandswirkung auch für das Recht der Ausbildungsförderung verbindlich festgestellt, dass mein Studium in Kirgisien lediglich zum Hochschulzugang für alle Fächer im Bereich Wirtschaftswissenschaften berechtigt; es entspricht also einer schulischen allgemeinbildenden Ausbildung mit dem Abschluss der fachgebundenen Hochschulreife. Wenn im Anschluss an den Erwerb der fachgebundenen Hochschulreife ein entsprechendes Hochschulstudium aufgenommen wird, fällt dieser Sachverhalt nicht unter § 7 Abs. 3 BAföG.


    Desweiteren hätte selbst der Abschluss meines Studiums in Kirgisien keine Anerkennung von Semestern für ein Studium in Deutschland zu Folge gehabt. Höchstens wäre in diesem Fall eine uneingeschränkte Hochschulzugangsberechtigung erteilt worden. Nach einschlägiger Meinung ist ein Studium in Kirgisien einem Studium in der Bundesrepublik nicht gleichwertig. Daher wird ein kirgisisches Studium nicht als Studium, sondern als fachgebundene bzw. allgemeine Hochschulreife bewertet. Daher können meiner Meinung nach nicht die Regelungen des § 7 Abs. 3 BAföG zugrunde gelegt werden.


    Die Anrechenbarkeit nur bei Gleichwertigkeit ist kürzlich erst vom Hamburger Verwaltungsgericht festgestellt worden (23.11.2007 2 K 5988/04). In der angeführten Entscheidung ging es um das Studium einer aus Russland stammenden Studentin, deren Semester in Deutschland nicht anerkannt wurden und somit auch nicht mitgezählt werden dürfen.


    Aus diesen Gründen werde ich keine Begründung nach § 7 Abs. 3 BAföG vornehmen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Die Semester werden nicht angerechnet, weder von der Uni noch von irgendwo anders. Nur das Bafög-Amt möchte dieses wohl gerne.


    Es werden mir lediglich einzelne Fächer des Grundstudiums von der Uni angerechnet(3 oder 4), doch nicht ein oder mehrere Semester.

    Vielen Dank erst einmal für das Schreiben.


    Sollte ich denn trotzdem die Begründung formulieren und dieses Schreiben zusätzlich abgeben?


    Bei einem heutigen Telefonat mit dem Sachbearbeiter, sagte dieser, wenn ich die Begründung nicht abgebe, lehnt er den Antrag ab, weil ich nicht die erforderlichen Unterlagen einreiche.


    Auch sagte er, dass eine Förderung in Form eines Bankkredites genehmigt werden kann. Dies würde mit den anzurechnenden Semestern aus Kirgisien zusammenhängen und dem Datum der Hochschulzugangsberechtigung.


    Scheint immer komplizierter zu werden :-(

    Ich kam im Juni 2004 nach Deutschland und brach das Studium 2006 ab, weil es hier in Deutschland für eine Bewerbung auf einen Beruf nicht anerkannt wird.
    2007 habe ich dann erfahren, dass ich für ein Studium in Deutschland zugelassen werden könnte und beantragte die Anerkennung für einen Hochschulzugang. Diese Anerkennung kekam ich im Juni 2007


    Nach Deutschland kam ich als Au Pair, wollte ursprünglich zwei Jahre bleiben,lernte später dann meinen jetzigen Mann kennen und so blieb ich in Deutschland bei ihm. Letztes Jahr leistete ich ein freiwilliges soziales Jahr in einem ambulanten Pflegedienst.


    Ich habe das Merkblatt 195 bekommen und das entsprechende Formular.

    Den Text des Bafög-Amtes kann ich nicht posten, da mir das nur mündlich mitgeteilt wurde.
    Sie brauchen eine Begründung für den Abbruch des Studiums in Kirgisien und warum ich nun hier BWL studieren möchte. Als Formulare wurde mir das Merkblatt für den §7 Abs. 3 ausgehändigt und das Formular in dem ich den Fachrichtungswechsel begründen soll.


    Wovon das Bafög-Amt nun ausgeht, ob sie eine andere oder weitere Ausbildung auslegen, weiß ich nicht.


    Der Text der Anerkennung lautet wie folgt:
    Die genannten Dokumente gemeinsam werden mit Wirkung für das Land Hamburg anerkannt als Hochschulzugangsqualifikation für das Studium aller Fächer im
    Bereich Wirtschaftswissenschaften.

    Die vorstehende Einstufung beinhandelt auch die Gleichwertigkeit der Vorbildung mit einem in Deutschland erworbenen Realschulabschluss.

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort.


    Mein Mann und ich sind der gleichen Auffassung und finden die Vorgehensweise des Bafög Amtes nicht richtig. Für eine Stellungnahme wären wir echt dankbar.


    Die Anerkennung wurde vorgenommen von der Behörde für Bildung und Sport der freien und Hansestadt Hamburg am 21.06.2007. Alle meine studierten Semester liegen zudem vor dem Datum der Anerkennung.


    Das Einkommen meines Mannes wird nur zu einem kleinen Teil angerechnet, ich würde fast den Förderungshöchstbetrag bekommen. 2006 war das Einkommen gering, erst 2007 stieg es wieder ein wenig an.



    P.S. Galak ist kein kirgisisches Wort :-) Es ist der Name einer weißen Schokolade von Nestle...

    Ich komme aus Kirgisien und studierte dort 9 Semester Buchwesen und Buchprüfung. Hier in Deutschland habe ich nun ein BWL Studium begonnen.


    Ich habe eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung für den Bereich Wirtschaftswissenschaften, ansonsten wird mein bisheriges Studium dem Abschluss der deutschen mittleren Reife gleichgesetzt. So wurde es von der entsprechenden Schulbehörde anerkannt.

    Hallo,
    ich bin Ausländerin und mit einem Deutschen verheiratet.
    In meiner Heimat studierte ich, brach dieses Studium ab, da ich mit dem Abschluss keine berufliche Anerkenung in Deutschland hätte bekommen können. Das abgebrochene Studium führt zu der selben Anerkennung in Deutschland wie ein beendetes Studium.


    Mir wurde lediglich eine fachgebundene Hoschulreife bzw. die Mittlere Reife für Deutschland anerkannt.


    Nun hab ich in Deutschland ein neues Studium begonnen und Bafög beantragt. Das Bafög-Amt möchte nun eine Begründung für eine weitere Ausbildung nach §7 Abs. 3 und eine Begründung für einen Fachrichtungswechsel.


    Ich halte dieses für nicht gerechtfertigt.
    Mit meiner Ausbildung im Ausland hätte ich hier keinen Beruf finden können. Sie brachte mir jedoch die fachgebundene Hochschulreife, mit der ich nun in Deutschland die Möglichkeit habe einen berufsqualifizierenden Abschluss zu erreichen.
    Meiner Meinung nach trifft eher §7 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 zu.


    Sehe ich das richtig? Wie sollte ich weiter verfahren?


    Vielen Dank für die Antworten.