Beiträge von marcomx

    hallo,
    ich habe drei jahre lang vergeblich versucht, elternunabhängig gefördert zu werden. plötzlich merkt das bafög amt, dass mir diese förderungsart tatsächlich doch zusteht, leider hab ich in den drei vorrausgehenden jahren nicht nur mein privat"vermögen" ausgegeben (von 220 euro im bafög kann man nur schwer leben), sondern musste auch noch einen bildungskredit aufnehmen, um überhaupt weiterstudieren zu können.


    der fall ist bei mir etwas kompliziert, da mein vater mir keinen unterhalt zahlt, sein einkommen aber natürlich angerechnet wird. laut bafoeg beamtin hätte ich nur die möglichkeit gehabt meinen vater auf unterhalt zu verklagen.


    aufgrund moralischer und finanzieller bedenken ( einen rechtsanwalt konnte ich mir nicht leisten) sah ich davon ab.
    zunächst habe ich versucht, zu argumentieren, dass ich 7 jahre lang vor beginn meines jetzigen studiums gearbeitet habe und somit anrecht auf elternunabhaengige förderung hätte. dass ich allerdings in dieser zeitspanne 3 semester in einem anderen fach eingeschrieben war, legt mir das amt so aus, dass ich meine ausbildung begonnen habe, bevor 5 jahre verstrichen waren, auch wenn dieses fach nichts mit meinem jetzigen studiengang zu tun hatte.
    während meine finanzen weiter den bach runter gingen, riet mir eine übergeordnete bafoeg stelle, nocheinmal auf meine lange arbeitszeit hinzuweisen und unter den selben bedingungen nocheinmal elternunabhängige förderung zu bantragen, was allerdings wieder abgelehnt wurde.
    erst nach 3 jahren erfahre ich dann in meinem zustaendigen amt, dass diese mir das komplette geld zahlen könnte, um es sich dann wieder - zur not per gerichtsbeschluss - von meinem vater zuholen. natürlich habe ich dies sofort beantragt, nur um erfahren zu müssen, dass nach befinden des bafoeg amtes dies meinem vater nicht mehr zumutbar sei und ich nun so oder so elternunabhängig gefördert werde - für 6 monate, weil ich ab jetzt ein verzinsliches darlehen beantragen muss.
    nicht nur habe ich meine gesamten ersparnisse und einkünfte "verlebt", ich wurde falsch bzw gar nich beraten, meine anträge wurden nur abgelehnt, ohne sich genauer mit meiner thematik zu beschäftigen, jetzt stehe ich da mit einem kredit bei der kfw, kann hoffentlich noch das verzinsliche darlehen (auch bei der kfw) beantragen, und frage mich:


    Warum habe ich keinen anspruch darauf, dass mir die drei jahre, in denn ich falsch gefördert und beraten wurde, erstattet werden???


    falls sich jemand auskennt, bitte ich um hilfe!!