Beiträge von Pomodoro

    Hallo, ich habe über die Suchfunktion leider nichts passendes gefunden...


    Wie verhält man sich in folgendem Fall: BAföG wurde letztes Jahr im Oktober beantragt und bis September dieses Jahres bewilligt. Ich schließe mein Studium jedoch bereits Ende Juni mit meiner Bachelorarbeit ab und habe ein Job-Angebot ab Juli. Dort verdiene "so viel", dass ich den Freibetrag für eigene Einkünfte (4800 €) locker in den drei Monaten Juli, August, September überschreite.


    Gibt es die Möglichkeit den Bewilligungszeitraum zu verkürzen, da mein Studium ja bereits im Juni abgeschlossen ist? Ansonsten wäre mein Verdienst ja effektiv auf 4800 € begrenzt, da alles was da drüber geht an das BAföG-Amt zurückgezahlt werden muss, um das zu viel gezahlte BAföG auszugleichen.


    Vielen Dank schonmal.

    Alles, was du hier aufgezählt hast, kannst du als Werbungskosten ansetzen, weil es zu den Kosten der Berufsausbildung zählt.


    Die Bahnfahrten auch, wenn es hauptsächlich "Heimfahrten" zu meinem Zweitwohnsitz (Eltern) waren?




    Nein, du kannst entweder die 920€ ODER die höheren Werbungskosten (die die 920€ übersteigen) ansetzen. Beides zusammen geht nicht.


    Ja, das habe ich verstanden. Ich glaube wir reden ein wenig aneinander vorbei. Die Werbungskosten können entweder pauschal mit 920€, ODER über den tatsächlich aufgewendeten Betrag (erhöhte Werbungskosten) geltend gemacht werden. Man muss dann aber zusätzlich - nach meinem Verständnis - noch zwischen "Werbungskosten" und "besonderen Ausbildungskosten" unterscheiden. Das sind z.B. Studienmaterialien für ein Erststudium, die noch nicht über die Werbungskosten abgerechnet werden dürfen (, weil Kosten für ein Erststudium offiziell noch nicht zum Begriff der "Werbungskosten" gerechnet werden dürfen*).



    Ich bin gerade zufällig auf einen Link mit Beispielrechnung der Bundesagentur für Arbeit gestoßen, der vielleicht ein wenig Licht ins Dunkel bringt.


    Ich zitiere:


    Laut Rechnung ist es also möglich sowohl die Werbungskostenpauschale und zusätzlich noch die getätigten Ausgaben für das Erststudium als besondere Ausbildungskosten anzusetzen.


    Ich hoffe jetzt sind alle Unklarheiten beseitigt ;-) Kannst du das jetzt so bestätigen, Pikary?


    Vielen Dank




    *) [Änderung in Sicht: vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs Az. VI R 38/10 und Az. VI R 7/10]

    Danke schonmal soweit.



    Erhöhte Werbungskosten sind nicht die Werbungskostenpauschale von 920€ + weitere Kosten. Diese liegen nur vor, wenn die Pauschale von 920€ überschritten wird. Es gibt also entweder nachgewiesene Werbungskosten (Bücher, Notebook, etc. ) oder eben die Pauschale von 920€.


    Das ist mir bewusst. Vielleicht habe ich mich ein wenig missverständlich ausgedrückt. Rechne ich die Kosten für 12/36 des Laptops, für meine Bücher, Schreibtisch, Semesterbeitrag, und Heimfahrten zusammen, komme ich auf ca. 1500€. Allein die Bahnfahrten belaufen sich auf ca. 800€. Ist halt die Frage, was davon alles per Definition zu den Werbungskosten gezählt werden darf.


    Wenn ich Schreibtisch, Laptop, Bücher und Semesterbeitrag als besondere Ausbildungskosten geltend machen kann wäre das für mich sogar noch besser, weil ich dann - nach meinem Verständnis - sowohl 920€ Werbungskostenpauschale, als auch die tatsächlich entstandenen Kosten für meine Ausbildung von meinen Einkünften abziehen kann (siehe meinen Beitrag davor), oder?

    Noch ein Nachtrag:


    Da ich den Laptop ja fürs Studium gekauft habe, kann ich ihn da nicht eher bei den besonderen Ausbildungskosten geltend machen? Generell zu dem Thema: Darf ich zusätzlich zu der Werbungskostenpauschale von 920€ (falls man sie nicht überschreitet) alles, was ich an Aufwendungen für Studienbedarf (Bücher, Schreibtisch, etc.) als besondere Ausbildungskosten von meinen Kindergeldrelevanten Einkünften abziehen?


    Vielen Dank

    Moin, ich habe auch eine kleine Frage zu den Werbungskosten.


    Ich habe mir im Früjahr dieses Jahres einen Laptop gekauft. Da es für Studenten einen gewissen Rabatt gab und ich zu besagtem Zeitpunkt [noch] kein Student war (mittlerweile schon) wurde der Rechner auf den Namen meiner Freundin (die bereits offiziell Studentin war) gekauft und quasi umgehend zum gleichen Preis an mich weiterverkauft.


    Ich möchte den Rechner jetzt gerne innerhalb der absetzen um erhöhte Werbungskosten geltend zu machen (siehe meinen Kindergeldbeitrag). Soweit mir bekannt ist, darf ich ein Drittel des Kaufpreises pro Jahr drei Jahre lang absetzen. Geht das auch in diesem konkreten Fall (Privatkauf)? In wie Fern brauche ich dafür einen Zahlungsnachweis (ist eine von meiner Freundin ausgestellte Quittung Nachweis genug?)?


    Vielen Dank schonmal im Voraus!


    Beste Grüße


    Pomodoro


    P.S.: Rein hypothetisch... Wenn ich mir nächstes Jahr wieder einen Rechner kaufe, kann ich diesen dann auch absetzen? Wenn ja, dann zusätzlich zu dem dieses Jahr gekauften, oder anstelle des dieses Jahr gekauften Rechners?

    Moin nochmal,


    ich habe heute von einem Arbeitskollegen, der in einer ähnlichen Zwickmühle steckt, wie ich, erfahren, dass die Einkommensgrenze für das Kindergeld ab dem Kalenderjahr 2012 abgeschafft werden soll. Kann das hier jemand bestätigen?


    Ich meine das würde mir zwar für dieses Jahr nicht helfen, aber interessieren würde es mich trotzdem.

    Hey Fledermaus, danke für deine Antwort. Dann bin ich schonmal beruhigt, dass ich immerhin mit dem gesamten "8004-Euro-Topf" für das ganze Jahr rechnen kann. Wenn ich nämlich für den Zeitraum in dem ich jetzt als Teilzeiter arbeite gar keinen Anspruch auf Kindergeld habe, hätte sich die Einkommensgrenze ja nochmal anteilig aufs Jahr reduziert, soweit ich das verstanden habe.


    Noch mal eine ganz andere Frage: Die Teilzeitarbeit bei mir erstreckt sich teilweise auch auf Arbeitszeiten nach 23 Uhr, für die ich Sonderzuschläge von meinem Arbeitgeber bekomme (für jede volle Stunde nach 23 Uhr). Müssen diese Sonderzuschläge auch mitberechnet werden?


    Außerdem: Ich bekomme Weihnachtsgeld in Höhe von ca. 300€ und Urlaubsgeld im Sinne von bezahltem Urlaub. Also das was ich durchschnittlich pro Tag vor meinem Urlaub verdient habe, wird mir an Urlaubstagen auch gezahlt.

    Wirst du in deinem jetzigen Job Sonderzahlungen erhalten?


    Sonderzahlungen im Sinne von Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld, oder was meinst du? Weiß ich jedenfalls nicht, werde ich aber mal erfragen.



    Ja, wenn du das Studium nicht eher (Sommersemester) beginnen konntest.


    Ein Studium hätte ich vorher beginnen können, allerdings nicht speziell meinen "Wunschstudiengang". Spielt das eine Rolle?



    Danke schonmal soweit.

    Moin,


    mein Fall ist etwas verwirrend und ich würde meine Rechnung gerne überprüfen lassen... Aber zunächst einmal etwas zu meiner Person:


    Ich habe 2010 Abitur gemacht und habe dann von Juli bis Dezember meinen Wehrdienst absolviert. In dieser Zeit habe ich kein Kindergeld bekommen. Um es im Folgejahr (2011) einfacher zu haben, habe ich mich um einen Studienplatz beworben und wurde auch angenommen. Diesen konnte ich jedoch nicht aufgrund meines Wehrdienstes nicht in Anspruch nehmen, somit werde ich mein Studium erst dieses Wintersemester antreten. Der Platz ist mir nach wie vor aufgrund des § 34 HRG sicher.


    Im Januar 2011 habe ich ein für meinen Studiengang notwendiges, achtwöchiges Vorpraktikum absolviert, das mit 200€*Brutto pro Monat vergütet wurde. Mein Vater hat sich bei der Familienkasse erkundigt und es hieß, dass ich für den Übergangszeitraum zwischen Wehrdienst und Studium und aufgrund meines studienrelevanten Vorpraktikums Anspruch auf Kindergeld habe, welches wir dann beantragt haben und welches seit Januar 2011 gezahlt wird. Außerdem habe ich im Zeitraum Januar bis März Bafög in einer Höhe von 597€ pro Monat bezogen (ebenfalls wegen des Vorpraktikums).


    Im April 2011 habe ich einen Monat als Ferienarbeiter gearbeitet und 1960,95€ Brutto verdient.


    Bis zu diesem Zeitpunkt war ich über meinen Vater familienversichert.


    Jetzt habe ich, um die Zeit bis zum Studium zu überbrücken und Geld zu verdienen, eine Teilzeitstelle mit 25 Std. pro Woche angenommen bei der ich 7,60€ pro Std. Brutto verdiene. Das macht ca. 760€ pro Monat Brutto. Der Arbeitsvertrag ist auf 6 Monate befristet. Aufgrund dieser Einkommenshöhe muss ich mich jetzt selbst sozialversichern. Ein Brutto-Netto-Rechner errechnete mir somit SV-Beiträge in einer Höhe von 156,75€ pro Monat.


    Im September beginnt mein Studium und ich werde wieder Bafög beantragen, das ich voraussichtlich wieder in einer Höhe von 597€ pro Monat erhalten werde, da es ja immernoch das selbe Kalenderjahr ist.


    So, jetzt zur Rechnung:


    Praktikumsvergütung insgesamt: 400€ Brutto
    Ferienarbeitsvergütung insgesamt: 1960,95€ Brutto


    Bafög für Januar-März: 1791€
    voraussichtliches Bafög für September-Dezember: 2388€
    Bafög insgesamt: 4179€
    davon Kindergeldrelevanter Zuschussanteil (50%): 2089,50€


    voraussichtliche Einnahmen durch Teilzeitstelle: 760€ pro Monat
    für die volle Vertragslaufzeit (6 Monate) insgesamt: 4560€


    insgesamt also Kindergeldrelevante Einkünfte von 9010,45€


    Von diesen Einkünften darf ich, soweit ich das verstanden habe, noch 920€ Werbungskostenpauschale abziehen und außerdem die SV beiträge.


    Werbungskostenpauschale: 920€


    SV-Beiträge: 156,75€ pro Monat
    SV-Beiträge für die volle Vertragslaufzeit (6 Monate) insgesamt: 940,50€


    Das macht zusammen: 1860,50€, die ich von den 9010,45€ abziehen darf.


    Somit komme ich auf ein kindergeldrelevantes Einkommen von


    7149,95€


    für das Jahr 2011 und muss demnach kein Kindergeld zurückzahlen, da ich unter der Grenze von 8004€ bin. Richtig?


    Außerdem stellt sich mir jedoch unabhängig von obiger Rechnung die Frage, ob ich für den Zeitraum, indem ich übergangsweise als Teilzeitkraft arbeite, überhaupt einen Anspruch auf Kindergeld habe.


    Ich würde mich sehr über Antworten freuen.


    Vielen Dank.


    Pomodoro