Anrechnung Ausbildung ect.

  • Hallo ihr Lieben,


    ich hab ein kleines Problem. Und habe dazu 2 Fragen.


    Ich möchte im Oktober endlich Anfangen Medizin zu studieren und möchte jetzt mit meinem Freund aber zusammen ziehen und das hatte zur Folge, dass ich mich mit meinen Eltern verstritten habe. Wohne momentan zur Miete auch in einem Haus, was meiner Mutter gehört.
    Also stellt sich mir die Hoffnung, ich könnte elternunabhängiges Bafög erhalten. Aber ich weiß nicht, ob vorallem meine Ausbildung angerechnet wird. Habe nämlich medizinisch - technische Laborassistentin gelern und das ist ja ebenfalls eine bafög geförderte Ausbildung.


    Die Ausbildung dauert 3 Jahre und nach der Ausbildung war ich 3 Monate arbeitslos und und im Januar 2013 arbeite ich dann schon 3 Jahre in der Praxis. Also wären es rechnerisch 6 Jahre, also 3 Jahre Ausbildung und 3 Jahre Berufserfahrung, mal davon abgesehen, dass ich ja noch bis September 2013 arbeiten werde, also ja nochmal 9 Monate mehr habe.
    Aber mein Problem stellt eben meine Ausbildung da, da diese ja wie gesagt Bafög gefördert war, also eine schulische Berufsausbildung. Auch wenn ich damals kein Bafög erhalten habe.


    Und mein 2. Problem ist, wie gesagt, mein Freund und ich wollen jetzt so schnell wie möglich zusammen ziehen und ich wollt nur wissen, ob er mir dann unterhaltpflichtig ist, wenn wir zusammen gezogen sind. Also das ich dann wegen ihm im schlimmsten Fall auch kein Bafög bekomme. Und was es für Kriterien dafür gibt.
    Wie gesagt, wir sind ein Paar und wollen zusammen ziehen, sind aber nicht verheiratet und haben keine Kinder.


    Lg Hathor

  • Gegen eine elternunabhängige Förderung ist nichts einzuwenden, wenn Du nach mind. 36 Monate Ausbildung anschließend mind. 36 Monate erwerbstätig warst.
    Ein Freund wird Dir gegenüber dann unterhaltspflichtig, wenn Ihr verheiratet seit.
    Dann würde sein Einkommen - beim BAföG angerechnet; und zwar immer das Einkommen "zwei Jahre vor der Antragstellung".


    Solltet Ihr im Haus Deiner Eltern weiterhin wohnen, wirst Du den niedrigen BAföG-Bedarf erhalten, da der von Dir/Euch bewohnte Wohnraum im Eigentum der Eltern steht.
    Da nützten weder ein Mietvertrag noch Nachweise über tatsächliche Mietzahlungen.


    LG
    franjo

  • Hallo Franjo,


    und bei der Ausbildung ist wirklich egal, ob ich Lehrlingsgehalt erhalten habe oder es eine schulische Ausbildung war?
    Nee nee, ich will ja nicht mehr in meiner Wohnung bzw. im Haus meiner Mutter wohnen. Deswegen gab es ja die Streitereien.
    Mein Freund und ich haben schon eine neue Wohnung in Aussicht und ich musste es meiner Mutter sagen. Und klar, ich bin 26, da kann man ja endlich mal zusammen ziehen. Aber ich will die ganze Zeit Medizin studieren und ich werde im WS genug Wartesemester gesammelt haben, dass ich damit auch anfangen darf.
    Aber meine Mutter nimmt das ganze Studium als Druckmittel, mich an sich zu binden, finanziell gesehen und gegen meinen Freund zu integrieren.
    Und deswegen wollt ich wissen, was ich alles für Möglichkeiten beim Bafög habe, um endlich von ihr loszukommen.


    Aber ich will auf der anderen Seite auch nicht abhängig von meinem Freund sein bzw. auf seine Kosten total leben.

  • Es handelt sich doch um eine Berufsausbildung. Oder?
    Ein eventuelles Praktikum wird zur Ausbildung hinzugerechnet und gilt nicht als Zeit der Erwerbstätigkeit.
    Und m. W. bist Du nach dem Ausbildungsabschluß berechtigt, einen Beruf auszuüben.


    Tja, Mütter :confused:
    meist sind es die Väter, bei denen es sog. Trennungsprobleme gibt. :rolleyes:


    Versprich doch Deine Mutter, daß Du sie wöchentlich besuchen wirst... irgendwer muß doch die Wäsche machen, oder? ;)


    Und Du solltest dich vom Elternhaus freistrampeln und den Umzug rechtzeitig mit Deinen Eltern klären. Denn, Du entscheidest Dich nicht gegen Deine Eltern, sondern für ein Zusammenleben mit Deinem Freund und dem mög. späteren Vater derer Enkel.


    Dazu hat der ev. Theologe Friedrich von Bodelschwingh passend gesagt:


    Man darf durch eine neue Tür nur gehen, wenn man die alte hinter sich zumachen kann.

    Gute Gespräche wünscht Euch
    franjo

  • Hallo Franjo,


    erst einmal ein frohes und gesundes neues Jahr euch allen.
    Ich habe mal wieder ein Problem, weil mich das Halbwissen meiner Mama verunsichert. Sie hat einen Mandanten, der ist selbständig und seine Freundin wohnt bei ihm. Auch mit Mietvertrag und so.
    Jetzt hat sie eine zweite Ausbildung als Erzieherin angefangen und bezieht darüber Bafög. Aber dort hat man das "Vermögen" ihres Freundes, als Bedarfsgemeinschaft, dazugerechnet und jetzt ist er ihr Unterhaltspflichtig und sie komplett finanziell abhängig von ihm. Und das, obwohl sie eben NICHT verheiratet sind.


    Kann das mir auch passieren, wenn ich mit meinem Freund zusammen ziehe, weil ich will nicht finanziell von ihm abhängig sein. Aber wie gesagt, von meinen Eltern natürlich auch nicht.


    Liebe Grüße



    Julia

  • .... und bezieht darüber Bafög. Aber dort hat man das "Vermögen" ihres Freundes, als Bedarfsgemeinschaft, dazugerechnet und jetzt ist er ihr Unterhaltspflichtig und sie komplett finanziell abhängig von ihm. Und das, obwohl sie eben NICHT verheiratet sind.
    .....


    Hallo,
    besteht die Möglichkeit, dass Du Begriffe aus dem Bereich Hartz IV (ALG 2) und BAföG vermischt?
    Bedarfsgemeinschaft gibt es nur im Bereich Hartz IV.


    dms

  • Das mit der Bedarfsgemeinschaft hat meine Mutter so kreiert.
    Mich interessiert eher, warum das Gehalt ihres Freundes, an ihr Bafög angerechnet wird.
    Weil ich will nicht, dass mein Freund finanziell für mich aufkommen muss, nur weil ICH studieren will.


    lg Julia

  • Hallo,


    Zitat

    Aber dort hat man das "Vermögen" ihres Freundes


    Zitat

    warum das Gehalt ihres Freundes


    Was denn nun - Vermögen oder Gehalt?


    Ansonsten ist die Aussage mit der Anrechnung falsch. Solange die beiden nicht miteinander verheiratet sind, findet keine Anrechnung statt.


    Gruß!