600€ Job = 6 Monate BWZ

  • Hallo Freunde,


    ich habe so viel recherchiert, aber ich bin mir einfach zu unsicher.



    Mein BWZ geht 6 Monate.
    Ich verdiene zurzeit knapp 680 Brutto (ca 600 Netto) / 10 h die Woche. Bin also weit unter 20 Stunden.



    Zudem habe ich innerhalb des BWZ bereits ein freiwilliges dreimonatiges Praktikum absolviert.
    Insgesamter Verdienst: 1400 Euro Brutto.



    Bin ledig, Student, Familienversichert, 21,5 Jahre, Frau.



    Wie verhält es sich mit dem Bafög?
    VIELEN DANK!

  • Du wirst einen größeren Teil des BAföGs zurückzahlen müssen.
    Und bzgl. Dein freiwilliges Praktikum... mit einer entsprechenden Vergütung:
    Sollte es eine Entlohnung für eine normale Tätigkeit (Einkünfte aus einer nichtsebständiger Arbeit) gewesen sein, dann wird es mit dem anderen Verdient (mtl. 680 € brutto) zusammen gerechnet.


    Eine Praktikumsvergütung wird als Ausbildungsvergütung gewertet und deshalb im Verhältnis 1:1 mit dem BAföG verrechnet.


    Melde Dich beim STW.

  • Hallo franjo,


    herzlichen Dank für die rasche Antwort.
    Ich habe vergessen zu erwähnen, dass die 680 Euro auf 3 von 6 Monaten im BWZ (6 Monate) gerechnet werden.


    D.h. Brutto:
    1400,- plus 2040,- gleich 3440,-


    Habe ich einen Freibetrag von 4800,- oder (weil 6 Monate) 2400,- ?
    Wie rechnet man das?


    Diese Fragen dienen als Vorbereitung auf den Anruf beim Bafög-Amt.
    Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Sachbearbeiter unter riesigem Zeitdruck stehen und Anrufer abwimmeln - meine Fragen nicht im Kern beantworten möchten ("das dauert zu lange, reichen Sie einfach mal den Vertrag ein").
    Dabei würde ich doch gerne schon davor wissen, ob es sich überhaupt noch finanziell rechnet zu arbeiten.


    Danke franjo!



    #1 edit: Wie sieht es aus, wenn ich weniger arbeite und mein Jobverhältnis zu einem 400 Euro Minijob ändere?
    Bedeutet: 1400,- (praktikum) plus 1200 (3*400 Minijob) gleich 2600,-

  • Hallo SarahNa,
    wie sich das BAFöG errechnet, werde ich hier nicht erklären.
    Das ist etwas umfangreicher.
    Die von Dir eingebrachten "4.800 €" sind kein pauschaler Freibetrag sondern eine Zusammenfassung aller möglichen Abzugsbeträge (Sozialpauschale, mögl. Steuern, BAföG-Freibetrag).


    Es müssen/werden verschiedene Einkommensarten berücksichtigt. Es gibt riesige Unterschiede bei der Berücksichtigung z. B. von Lohn + Praktikumsvergütung.


    Es kann sich schon rechnen (mehr Taschengeld), parallel zum Studium noch im begrenzten Rahmen zu Jobben.
    Doch Dein Hauptjob sollte das Studium sein! Und deshalb werden die Einkommenshöhe durch entsprechende Frei- und Abzugsbeträge gedeckelt.


    Und daß die BAföG-Bearbeiter sehr viel Streß "an der Backe" haben ist kein Geheimnis. Jeder Sachbearbeiter hat rd. 800 Förderungsfälle zu bearbeiten. Und wenn nur 30 % der Studis sich telefonisch beraten lassen wollen und/oder eine Förderungsprognose fordern, dann wird irgendwann Niemand mehr BAföG beziehen, da die Sachbearbieter ausschließlich das Telefon am Ohr haben.
    Und die Erstesemstrigen Studis wünschen eine zeitnahe Bearbeitung ihres BAföG-Antrages und möglichst noch in diesem Jahr ihr Geld!


    Zudem kann und darf zu einzelnen Förderungsproblemen telefonisch nicht Stellung genommen werden (Datenschutz).


    Also bleibt es Dir nichts anderes übrig, als dort persönlich zu entscheiden.