Nach (2.) Ausbildung auf die Fachoberschule - elternunabh. BAföG - Förderung mit 27?

  • Hallo und schon mal vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!


    Erst einmal ein paar Fakten zu meinem Werdegang…


    xxxx-2003 - Mittlere Reife / Realschulabschluss
    2003-2006 - Ausbildung IT-Systemelektroniker (Facharbeiter)
    2006-2007 - 1 Jahr i.d. IT-Branche tätig
    2007-2010 - 3 Jahre Exportsachbearbeiter & IT-Systemadministrator in einem Großhandel
    2010-2013 - erneute Ausbildung: Groß- und Außenhandelskaufmann (FR: Großhandel)


    Nach meiner jetzigen 2. Lehre habe ich folgendes vor:
    2013-2014 – 1 Jahr Fachoberschule für Wirtschaft & Verwaltung (Vollzeit) = Fachhochschulreife


    Nach meiner jetzigen 2. Ausbildung werde ich 27, nach der Fachoberschule 28 Jahre alt sein.


    Der Weg über die FOS wäre ja quasi mein "Zweiter Bildungsweg" (§ 7 Abs. 2 Nr. 4 BAföG).


    Denn im Anschluss an meine berufsqualifizierende (2.) Ausbildung will ich ja einen weiterführenden allgemeinbildenden Abschluss erwerben (FOS), um dann eine Ausbildung absolvieren zu können, die zu einem höher qualifizierten beruflichen Abschluss führt (FH-Studium).


    Voraussetzung bei der allgemeinbildenden Ausbildung ist ja, dass eine Fachoberschule, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, besucht wird.


    Dies wäre bei mir ja Alles gegeben...


    Demnach müsste mir ja also für die Zeit der FOS elternunabhängiges BAföG zustehen... oder!?


    Laut dem BAföG-Rechner kommt folgendes raus:


    BAföG-Grundbedarf (§12 (1) 2.) 543,00 €
    + Zuschlag zur Krankenversicherung (§13a) +62,00 €
    + Zuschlag zur Pflegeversicherung (§13a) +11,00 €
    = Gesamtbedarf ("BAföG-Bedarf") = 616,00 €



    Liege ich da mit all meinen Äußerungen/Vermutungen richtig?



    Ich habe in meinem Leben auch noch nie irgendeine Form der staatlichen Unterstützung in Anspruch genommen... sei es ALG, BAföG, BAB etc.!


    Wohnort bzw. "-land" ist übrigens Sachsen und ich wohne alleine bzw. in einer WG, welche ca. 70 km von meinem Elternhaus entfernt ist.


    Entschuldigt bitte den langen Text & ich danke euch schon mal für eure Hilfe! :)


    Liebe Grüße

  • Wenn Du die erste betriebliche 3-jährige Ausbildung nachweisen kannst,
    anschließend insg. mind. 36 Monate sozialversicherungspflichtig gearbeitet hast (mtl. mind. ca. 600 €),
    im Falle einer event. kürzeren Berufsausbildung entsprechend länger gearbeitet hast,


    .:p :confused:


    dann sollte Deine Aufrechnung stimmen :o


    Ich wünsche Dir viel Erfolg!
    franjo

  • Vielen Dank erst einmal für deine Antwort!


    Das dürfte eigentlich Alles nachweisbar sein...


    Müssen diese 36 Monate eigentlich am Stück "abgeleistet" worden sein!?


    Grund meiner Frage...
    Nach meiner 1. Ausbildung (3 Jahre) habe ich wie oben beschrieben ca. 1 Jahr in der IT-Branche gearbeitet, war dann ca. 1 Monat ohne Job und fing dann an ca. 3 Jahre lang in dem Großhandel zu arbeiten.
    In dem Monat ohne Job habe ich keinerlei Hilfe o.ä. beantragt und in den beiden Anstellungen habe ich immer über 600 € verdient.


    Desweiteren leistete ich während meiner 3 Jahre im Großhandel für 9 Monate meinen Zivildienst ab, wobei ich in dieser Zeit natürlich unter 600 € verdient habe!


    Könnte mir der Zivildienst und die einmonatige Arbeitslosigkeit am Ende noch Steine in den Weg legen bzw. Alles verbauen?


    Kann man eigentlich bei der Deutschen Rentenversicherung eine Aufstellung seiner bis dato geleisteten Abgaben beantragen?
    Oder geschieht dies über die Krankenkasse, da diese die Beiträge ja Alle verteilt!?


    Aus dieser Aufstellung müsste doch für den Bearbeiter meines elternunabhängigen BAföG-Antrags haargenau ersichtlich sein, wann ich gearbeitet habe und wieviel ich bekommen habe... oder irre ich mich da?


    Ich hoffe du verstehst, was ich mit dieser Auflistung meine!? :)

  • In echt, die Zeiten der Berufstätigkeiten dürfen auch gestückelt :rolleyes: sein.
    Einzelne Tage und Wochen werden addiert. 30 Tage gelten dann als Monat.
    Der sog. Restmonat gilt als ganzer Monat.


    Zum problemlosen Nachweis der Berufstätigkeit eignet sich sehr wohl ein Kontoauszug der Rentenanwartzeit (schei*** Wort).
    In der sog. Rentanauskunft sind die Zeit und auch die Einkünfte sauber und amtlich :rolleyes: aufgelistet.

  • "Rentenauskunft"... genau dieses Wort habe ich gesucht... Danke ;)
    Also würde das darüber auch gehen... gut zu wissen!



    Ich beschäftige mich nun auch schon mal mit dem Thema "anrechenbares Vermögen"... hauptsächlich wegen dem Bausparvertrag...
    Wenn ich das Alles nun richtig verstanden habe, läuft die Be- bzw. Anrechnung folgendermaßen ab:



    = Bausparvertragsvermögen
    - 10%
    = Anrechenbares Bausparvertragsvermögen
    - Sonstiges Vermögen
    - Freibetrag (5.200,00 €)
    = Anrechenbares Vermögen
    : 12 Monate Bewilligungszeitraum
    = Monatl. Anrechnungsbetrag


    Und diesen monatlichen Anrechnungsbetrag ziehe ich dann von dem monatlichen BAföG-Gesamtbedarf ab und habe dann am Ende meinen realen BAföG-Bedarf, oder!? :confused:

  • Hat übrigens alles geklappt und ich habe den Höchstsatz von 616 € bekommen bzw. bekomme ihn immer noch! :)
    Bei meiner Lebensversicherung habe ich auch mehr eingezahlt, als ich bei frühzeitiger Auflösung wiederbekommen würde.
    Daher wurde das als Härtefall angesehen und erst gar nicht zur Berechnung herangezogen.


    Also nochmal ein (leider verspätetes) Dankeschön für deine Hilfe! :)