Anrecht auf elternunabhängiges Bafög?? Auto??? Vermögensgegenstände???

  • Hallo, ich studiere seit diesem Semester. Ich frage mich jetzt ob ich elternunabhängiges Bafög bekomme. Für mich ist das Bafög sehr wichtig. Ohne Bafög werde ich nicht weiter studieren können. Elternabhängiges Bafög werde ich nicht bekommen, da meine Eltern zu viel verdienen. Ich habe bereits eine Ausbildung von 2 1/2 Jahren gemacht und 3 Jahre gearbeitet. Reicht das aus? Laut meinen Infos muss ich insgesamt auf 6 Jahre kommen, d.h. wenn die Ausbildungszeit kürzer ist, dann muss die Berufserfahrung dementsprechend länger sein.


    Was ist mit dem Vermögen? Ich habe ein Auto (Zeitwert laut DAT: ca. 4.000 Euro). Muss ich den Zeitwert des Autos von einer Fachwerkstatt bescheinigen lassen? Das kostet knappe 60 Euro (zu viel Geld für einen Studenten...) In der DAT-Internetauswertung ist der individuelle Zustand des Fahrzeugs nicht berücksichtigt. Nur die Daten: erstzulassung, Km-stand usw.


    Vor ca. 1 Jahr habe ich mal richtig viel Geld gehabt. Mehrere Tausend Euro. Dieses Geld habe ich jedoch nicht mehr. Ich habe es fürs Leben ausgeben müssen. Dafür gibt es aber keine bzw. kaum Belege die zeigen für was ich das Geld ausgegeben habe. Wird das Bafög amt dies zurückverfolgen und für diesen Zeitraum Belege fordern?


    Desweiteren würde mich interessieren welche Gegenstände als "Vermögen" berechnet werden?
    Mein PC, meine Kamer, mein Handy????


    Zitat

    Was gilt als Vermögen? Bevor man sich nun auf die Suche macht, um die Höhe des Vermögens zu ermittelt, sollte erst einmal festgestellt werden, was überhaupt als Vermögen im Sinne des BAföG angesehen wird.
    Hierzu schreibt § 27 BAföG zum Vermögensbegriff, dass alle beweglichen und unbeweglichen Sachen (körperlichen Gegenstände im Sinne des § 90 BGB) sowie Forderungen und Rechte als Vermögen angesehen werden. Hiervon sind Gegenstände und Forderungen ausgenommen, die der Antragsteller aus rechtlichen Gründen nicht verwerten kann. Dieser Fall tritt ein, wenn auf den Gegenstand oder die Forderung beispielsweise ein gesetzliches Veräußerungsverbot oder eine Verpfändung im Rahmen der Zwangsvollstreckung vorliegt. Die Nicht-Verwertbarkeit muss also gesetzlich festgestellt werden. Es reicht nicht aus, dass der Eigentümer/ Antragsteller diesen Gegenstand bzw. Forderung nicht verwerten will. Hierbei scheidet das rechtsgeschäftliche Veräußerungsverbot gemäß § 137 BGB aus.


    Anrechenbares Vermögen ist demnach: Gegenstände (beweglich oder unbeweglich) Immobilien (bei Eigennutzung und angemessener Größe freizustellen) Barvermögen Mietsicherheit (kann als Härtefall nach § 29 Abs. 3 BAföG freigestellt werden) Forderungen gegenüber Dritten Sparvermögen Bausparverträge Lebensversicherungen Wertpapierguthaben (mit Wertbestimmung zum Zeitpunkt der Antragstellung) Geschäftsanteile Patentrechte Verlags- und Urheberrechte etc.