Bafög-Vorausleistung: Läuft nun seit einem Jahr ohne Meldung vom Amt

  • Hallo,


    ich ahnte bereits vor dem Studium, dass die Situation mit meinem Vater mir Steine in den Weg legen wird.
    Als ich den Antrag stellte, legte man mir Nahe ein Antrag auf Vorausleistung zu stellen und somit meine Ansprüche an meinen Vater auf das Amt zu übertragen. Das Problem war, dass ich kein Einkommensnachweis von meinen Vater bekommen habe - da er es einfach nicht für nötig hält - sämtliche Worte darüber spare ich mir jetzt einfach.


    Kurze Zwischeninfo:
    Es ist ein Erststudium und ich bin 21j. alt - wohnhaft noch bei meiner Mutter (anders gehts einfach nicht.)


    So nun gut also Antrag gestellt um überhaupt ersteinmal Geld zu haben - weil studieren ohne irgendein Cent in der Tasche ist heutzutage ja nahezu unmöglich ;)


    Nach ein paar Monaten dachte ich, ich frag einfach mal nach dem Stand der Dinge - da erzählte mir meine Bearbeiterin es gäbe Zuständigkeitsprobleme.


    Nunja weiteres konnte man mir nicht sagen, nun läuft dieser Vorausleistungsantrag seit gut 1,5 Jahre und ich erhalte zumindest einen kleines bisschen Geld..


    Meine Frage, kann man noch irgendetwas tun ?
    Ich würde schon gerne meinen vollen Anspruch geltend machen, kann ja nicht sein, dass man mir meine Ansprüche schon wieder verwehren möchte..


    Sofern also jemand einen Rat hat - bitte raus damit.


    Gruß,
    Falk

  • Irgendwie gibt es da kleine Widersprüche in Deinen Ausführungen. Deshalb meine einfachen aber wichtigen Fragen zur Klarstellung und mögl. Hilfe:


    1.) Warum Zuständigkeitsprobleme? Wer hat diese Probleme?
    2.) Wann bist Du mit dem Studium gestartet?
    3. ) Wo studierst Du?
    4.) Bei welchem Studentenwerk hast Du den BAföG-Antrag gestellt?
    5.) Wenn Dein Antrag schon rd. 18 Monate ergebnislos läuft, hast Du - auch ohne BAföG-Bescheid + Geld - zum dritten Semester einen Fogeantrag gestellt? Denn, für die rechtzeitige Antragstellung - auch ohne daß über den alten Antrag entschieden wurde - ist der Studi/Schüler selbst zuständig.
    6.) Hast Du vom Studentenwerk Abschlagzahlungen erhalten?
    7.) Wie ist Dein Infostand, wurde Dein Vater zur Vorlage der Einkommensunterlagen vom BAföG-Amt aufgefordert (mit Bußgeldandrohung)?
    8.) Wie ist Dein Kontakt zum STW, persönlich oder nur per Post?
    9.) Hat Dein VaterDir in der Vergangenheit Unterhalt gezahlt?


    Nach der Beantwortung dieser grundsätzlichen Fragen könnte es mit Tipps und Hinweise hier aus aus dem Forum klappen ;)


    franjo

  • Kein Problem - vllt war das etwas undeutlich formuliert.


    Ich beantworte mal in deiner Reihenfolge:


    1. Zuständigkeitsprobleme traten in dem Landkreis auf wo mein Vater wohnte und betrafen den Weg vom STW (Studentenwerk nehme ich an ? ) und Ihn. Dort ging es also um das Anschreiben meines Vaters - das Amt dort meinte er würde da nicht wohnen ..


    2. Mein Studium läuft nun seit April 2011 - gut sind nicht ganz 1,5 Jahre aber fast ;)


    3. Ich studiere in Berlin an der HTW (Hochschule für Technik und Wirtschaft)


    4. Antrag ist dementsprechen natürlich beim Studentenwerk Berlin gestellt - sitzt in der Friedrichstr.


    5. Ja Folgeantrag ist natürlich auch gestellt - bekomme ja auch weiterhin Geld vom Amt aber eben nicht in dem vollen Umfang.


    6. Abschlagszahlung hatte ich ganz zu Anfang bekommen aktuell befinde ich mich wohl in so einem Vorausleistungsbereich - heißt gleichzeitig wird von dem Geld was ich jetzt schon erhalte noch Geld abgezogen von den zuviel gezahlten Abschläge ..


    7. Das ist es ja, darüber habe ich leider keinerlei Info -


    8. Dadurch, dass ich ein Stück von Berlin weg wohne und nicht immer Zeit habe, dort persönlich vorbei zu gehen - meist telefonisch oder eben bei Unterlagen per Post.


    9. Ja der Unterhalt - schön wäre es gewesen hätte man welchen gehabt ;) - Es gab ca ein halbes Jahr wo es das Gericht geschafft hat, ihn zu Unterhalt zu zwingen und danach hab ich nie wieder was erhalten - dort sind noch immer Unterhaltsschulden offen in Summen von denen wir lieber nicht sprechen wollen ;)


    Ich hoffe die Auskunft hat geholfen.


    Gruß,
    Falk

  • Normaler :rolleyes: Ablauf, vereinfacht aufgebröselt
    BAföG-Antrag stellen,
    und selbst die Eltern auffordern, die Einkommensunterlagen zur Verfügung stellen.
    Danach ggf. das STW über die "Unwilligkeit" des Elternteils informieren und Vorausleistungen (§ 36 Abs. 2 BAföG) beantragen.
    Dann setzt sich das BAföG-Amt mit dem Elternteil in Verbindung, ggf. Bußgeld und Verwaltungszwangsverfahren usw.
    Das Elternteil wird "angehört" durch das STW oder dem kommunalen Amt.
    Dun da hakt es oftmals, denn die sog. "dörflichen BAFöG-Ämter" sind in vielen Orten beim Sozialamt integriert, ggf. nehmen sie das Amtshilfeersuchen nicht so ernst... :( und es wartet.... und das BAFöG-Amt mahnt nicht an.


    Die Ämter haben das Recht und die Pflicht, mittels des Einwohnermeldeamtes (und ggf. über die Verkerhssünderkartei in Flensburg :) ) die Anschrift dews Elternteils herauszufinden.
    Für diese "geldlose Zeit" bekommst Du Abschlagzahlungen.


    Das wärem dann für die ersten vier Monate 80 % des zu erwartenden Förderungsbetrages (§ 51 Abs. 2 BAföG)
    Danach geht es weiter mit der Abschlagzahlung aus dem Vorausleistungen, abzgl. des Kindergeldanteils.


    Erkundige Dich beim STW nach dem Bearbeitungsstand. Eventuell persönlich erscheinen!
    Frage auch nach dem BAföG-Bescheid und wie die Abschlagzahlungen errechner wurden.


    Sollte Dein Vater unauffindbar sein, dann erinnere Die Bearbeiter in Berlin an die Rechtsvorschrift im § 11 Abs. 2a BAföG (Inhalt: siehe meine Signatur).


    Mehr kannst Du derzeit nicht tun.
    Ich drücke Dir die Daumen!


    franjo