Berufliches Gymnasium + auswärtige Unterbringung (Sonderregelung?)

  • Hallo Forum,


    zu meiner Vorgeschichte:
    Ich habe die Wohnung meiner Mutter verlassen und in eine andere Stadt gezogen. Dort habe ich die Abendrealschule abgeschlossen. BAföG habe ich hier bereits erhalten.
    Nun bin ich mit 21 Jahren am Berufsgymnasium. Der Sachbearbeiter aus dem Amt für Ausbildungsförderung sagte allerdings, dass der Antrag abgelehnt werden würde, da ich die Schule besuchen müsste, die am nähesten zu der Wohnung meiner Mutter ist. Bei Abendschulen sei das egal, was ich unfair finde.


    Ich habe den BAföG-Antrag bereits abgegeben mit einem Anschreiben, in dem ich beschrieb, dass ich aus schwerwiegenden, sozialen Gründen in eine andere Stadt zog, welches mir auch vom Amt für Arbeit und Soziales bescheinigt wurde.
    Ist dies eine ausreichende Begründung für eine Ausnahmeregelung, da ich zum Vater gar keinen Kontakt pflege und ich mich mit meiner Mutter nicht verstehe, abgesehen davon ihre Wohnung sowieso keinen Platz für eine weitere Person bietet.
    Muss ich denn wirklich dorthin ziehen, wo meine Mutter wohnt? Eigentlich würde ich ja wahrscheinlich den selben BAföG-Satz bekommen.


    Vielen Dank.

  • Nein das ist kein Grund, warum die auswärtige Unterbringung anerkannt werden kann.
    Wenn eine vergleichbare Schule von der Wohnung der Mutter aus erreichbar ist, gibts eben gar nichts.
    Oder du heiratest noch fix oder lebst mit nem eigenen Kind zusammen.

  • Ich verstehe das nicht. Im BAföG steht etwas von Ausnahmen wegen schwerwiegender, sozialer Gründe. Dies wurde mir bescheinigt und bin deshalb umgezogen.
    Würde ich denn wenigstens ALG2 bekommen, wenn der BAföG-Antrag abgelehnt wird?

  • Natürlich darfst Du außerhalb der Wohnung Deiner Mutter wohnen und BAföG beantragen.
    Nur..
    Du bekommst trotzdem nur das BAföG für "Schüler, die bei den Eltern wohnen".
    Und wenn Dich die Schule ablehnt... dann hast Du ein kleines Problem.
    Und ALG 2 gibt es nicht, da Du "dem Grunde nach" BAföG berechtigt ist.
    Ob es fair ist oder nicht... das müßtest Du ggf. mit einem der Lokalpolitiker besprechen.
    Fakt ist... den erhöhten BAföG-Satz bekommst Du nicht; es sein denn... Du könntest gerichtlich begründen und beweisen, daß das Wohnen bei Deiner Mutter unzumutbar ist.
    Und da müßtest Du schon mit richtig dicke Kanonen schießen!
    Verlierer wirst Du sein!

  • Er wird auch bei den Eltern wohnend nichts bekommen. Ich gehe davon aus, dass es ein allgemeinbildender und kein berufsqualifizierender Abschluss sein wird.


    (Weil wenns ein berufqualifizierender Abschluss wäre, könnte er wohnen wo er will und könnte gefördert werden die
    Prpfung ist doch mittlerweile entfallen und gibts nur noch bei den allgemeinbildenden Abschlüssen, wenn jmd nicht zu Hause wohnt)

  • Es handelt sich um ein Fachgymnasium, das ich mit dem Abitur verlassen würde.
    Wenn mich die Schule in der Stadt meiner Mutter ablehnt, kann ich begründen, dass ich nun diese hier besuchen muss und deswegen eine auswärtige Unterbringung notwendig ist!?
    Das Fachgymnasium hier habe ich ja schon angefangen.


    Ich lese immer komplett anderes in verschiedenen Foren, Online-Zeitungsartikeln oder in Online-Gesetzesbüchern, genau so erzählt mir ein Schuldirektor von einer anderen Erfahrung als der Sachbearbeiter vom Amt.


    Wenn ich kein Bafög bekomme, tja... was wird dann wohl aus meinem Leben...

  • @ Sandy, ich stimme Dir 100-%-ig zu. ;)


    @ mpagold,
    leider wird mit den Begriffen div. Ausbildungsstätten, wie Kolleg und/oder Berufsgymnasium - Förderungsfähig, stark geworben.
    Mein Tipp (und Erfahrung) ist immer noch: Beim Schulsekretariat erkundigen und sich die Bescheinigung § 9 BAföG (Formblatt 2) ausfüllen lassen (anfangs auch noch ohne Schulstempel.
    Dann wäre schon eine kleine förderungsrechtliche Grundinformation vorhanden.
    Und nach welcher Rechtslage (Schulform) dann gefördert wird, müßte mit dem BAföG-Amt geklärt werden.
    Ach ja... und leider muß hier im Forum immer wieder im Nebel herumgesucht werden, da viele Schulformen - je nach Bundesland - sich unterscheiden.

  • @ Sandy,
    meine Glaskugel müßte ´mal wieder gerinigt werden, hättest Du Zeit? Putzlappen und hochprozentige Reiniger stehen zur Verfgügung, sobald es etwas kühler ist :cool:


    @ Mpagold :rolleyes:
    ist schon richtig, die Allgemeinheit und die Förderungssysteme für die eigene Unzulänglichkeit verantwortlich zu machen.
    Wie lange willst Du denn von HARTZ 4 (über)-leben?
    Warumn willst Du das Abitur und ein event. späteresStudium aufgben? Suchst Du einen Sündenbock?
    Du hast das Recht auf eine vernünftige Ausbildung und ein Studium. So steht es u. a. im BAföG.
    Nur, wenn Du mit Deiner Mutter Streß hast, warum willst Du Dir dadurch die Zukunft verbauen lassen :confused:
    Glaube mir, Du brauchst Dich nicht bedauern; so geht es in vielen Familien.
    Da hilft nur EINES.... miteinander REDEN!
    Ggf. einen Bekannten als Mediator (Schiedsrichter + Spielleiter) einladen.
    Miteinander REDEN und auch ZUHÖREN ist verd*** schwer!
    Doch das kann man üben!
    Und dann kann es auch mit dem Schulabschluß und späteren Studium etwas werden!
    In diesem Sinne, überleg es Dir einfach mal.
    Die Schulzeit - wohnen bei Mutter - kann zwar stressig werden... ist aber überschaubar!

  • @ Sandy :o
    in Verbindung mit einem leckeren Zitroneneis.... hmmmmmm :cool:


    Doch wollen wir eine total klare Glaskugel haben? Immer nur die richtigen Tipps und Infos geben..., insb. auch dann, wenn der/die Fragesteller tw. zu faul zum Lesen sind :confused:


    Nööö, dafür putze ich meine Glaskugel nicht :p