Unterhalt für 16 jährigen Sohn in Ausbildung

  • als Beamtenanwärter mit einem Bruttogehalt von ca. 950 € monatl. ab Mitte August. Ich bin geschieden und habe nie den vollen Unterhalt für meinen Sohn bekommen. Seit mittlerweile fast 3 Jahren zahlt der Kindsvater durch gerichtl. Vergleich monatl. 150 € ( lt. DT bei einem Einkommen des Vaters bis 1500€ etwas höher).
    Wie muss ich jetzt das Einkommen meines Sohnes auf den Unterhalt an rechnen, und was musste sein Vater dann noch zahlen?
    Ist es in der Berechnung wichtig das er sich privat Krankenversichern muss?
    mfg
    efrara

  • Ist es in der Berechnung wichtig das er sich privat Krankenversichern muss?


    Der Beitrag kann vom Brutto angezogen werden.


    Wie muss ich jetzt das Einkommen meines Sohnes auf den Unterhalt an rechnen, und was musste sein Vater dann noch zahlen?
    bei einem Einkommen des Vaters bis 1500€


    Bruttoeinkommen 950 €
    abzgl. KV-Beitrag
    abzgl. ausbildungsbedingte Aufwendungen 90 € (auf Nachweis auch mehr)
    = Einkommen des Kindes


    Unterhaltsbedarf nach DT 426 €
    abzgl. 1/2 Kindergeld 92 €
    abzgl. 1/2 Einkommen des Kindes
    = zu zahlender Unterhaltsbetrag

  • Danke für die Antwort
    bin ich verpflichtet die Einkommensänderung des Sohnes dem Kindesvater mitzuteilen oder bin ich wie im Netz auch zu finden da Verwandschaftunterhalt nicht auskunftsverpflichtet. es gibt dazu alle möglichen Urteile. auch für Rückzahlung zu viel gezahlten
    Unterhalt. Muss man den zurückzahlen......? Kann mir dazu jemand Auskunft geben?
    Danke


    LG

  • bin ich verpflichtet die Einkommensänderung des Sohnes dem Kindesvater mitzuteilen


    Unterhaltsberechtigt ist nur, wer außerstande ist, sich selbst zu unterhalten (§ 1602 Abs. 1 BGB).
    Durch die Ausbildung ist der Sohn zukünftig in der Lage, sich ganz oder teilweise selbst zu unterhalten. Ihr seit verpflichtet den Unterhaltspflichtigen (= Vater) hiervon umgehend in Kenntnis zu setzen.


    oder bin ich wie im Netz auch zu finden da Verwandschaftunterhalt nicht auskunftsverpflichtet. es gibt dazu alle möglichen Urteile.


    Das betrifft überwiegend Verwandte der Seitenlinie. Dies bedeutet aber auch: keine Auskunftspflicht = keine Unterhaltsberechtigung. Auf den Kindesunterhalt ist dies nicht anwendbar.


    Verwandte in gerader Linie sind verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren. Sie sind einander verpflichtet, auf Verlangen über ihre Einkünfte und ihr Vermögen Auskunft zu erteilen, soweit dies zur Feststellung eines Unterhaltsanspruchs oder einer Unterhaltsverpflichtung erforderlich ist (§§ 1601, 1605 Abs. 1 Satz 1 BGB).