Anspruch auf WG?

  • Hallo,
    ich würde gerne wissen ob ich Anspruch auf Wohngeld habe und wenn ja, wie hoch dieser wäre?


    Ich fange jetzt mit einem Studium an.
    Bafög bekomme ich keins, da ich bereits etwas anderes und dies zu lange studiert habe.


    Meine Eltern finanzieren mich mit 450€ im Monat und ich beziehe ein Zimmer im Wohnheim, welches mich komplett 215€ kostet.
    Achja, die Mietstufe beträgt für mich 2.


    Es gibt ja diese Sozialgrenze von 374€, jedoch verstehe ich die Berechnungen im Gesamten nicht ganz.


    Kann mir da jemand helfen?

  • Hallo,


    ich bin 24 Jahre alt und die Krankenversicherung wird von meiner Halbweisenrente(-nstelle) übernommen bis ich 27 bin.
    Halbweisenrente beziehe ich übrigens 136€, diese sind aber in den 450€ die ich von meinem Elternteil bekomme schon enthalten. Kindergeld übrigens genauso.

  • Aber wieso? Sagt man nicht das abzüglich der Miete und inclusive dem möglichen Wohngeld 80% vom Sozialsatz aufzubringen sind? Die wären doch bei mir gegeben.

  • Hallo,


    Zitat

    Sagt man


    Wer ist "man"?


    Zitat

    Sagt man nicht das abzüglich der Miete


    Das widerspricht sich. Es geht um Wohngeld - also ist die Miete mit entscheidend und kann nicht "abzüglich" betrachtet werden.


    Zitat

    Sagt man nicht das abzüglich der Miete und inclusive dem möglichen Wohngeld 80% vom Sozialsatz aufzubringen sind?


    Sagt "man" vielleicht, aber ist nicht nicht unbedingt richtig.


    Nach Deinen Angaben hast Du ein erforderliches Mindesteinkommen von 643 €. Inklusive der 20% und dem fiktiven Wohngeld reduziert sich das auf ungefähr 477 €. Du hast aber nur Einnahmen von 450 €, womit ein Wohngeldbezug abgelehnt werden dürfte.


    Gruß!

  • Hallo,


    ich kann deine Rechnung nicht ganz nachvollziehen, wie kommst du auf die 643€ oder die 477€?


    Ich rechne so:


    450€(Einkommen) - 215€(Miete) = 235€ + 107€(theoretisches Wohngeld) = 342€ > 299€(80% von 374€ Sozialsatz)


    Wo ist denn hier der Fehler? Stimmt das denn mit den 80% vom Sozialsatz nicht? Das hat mir eine Sachbearbeiterin persönlich gesagt.



    LG

  • Hallo,


    eine sehr seltsame Rechnung, die Du da aufstellst. Mal abgesehen davon, daß Du kaum ein fiktives Wohngeld von 107 € hast, ist die Rechnunsgweise falsch.


    Dein MEK setz sich aus 374 € Regelsatz + 215 € Miete + 54 € Mehrbedarf zusammen. Das sind 643 € Davon werden, Plausibilität bei Deinen Angaben vorausgesetzt, 74,80 € abgezogen sowie das fiktive Wohngeld, welches bei 86 € liegen dürfte (die Heizkosten von geschätzten 30 € werden nicht berücksichtigt. Daraus ergibt sich ein Bedarf von 482 €. Somit ist der Bedarf höher als die Einnahme.


    Zitat

    Stimmt das denn mit den 80% vom Sozialsatz nicht?


    Doch - wenn die Angaben zum Lebensunterhalt plausibel sind.


    Gruß!

  • Hallo,
    von diesem zusätzlich aufzubringenden Mehrbedarf höre ich zum ersten mal, der kommt devinitiv noch auf den Regelsatz oben drauf?


    Die 107€ Wohngeld habe ich einer Tabelle entnommen.

  • Ich sehe gerade, dass ich um an die 107€ Wohngeld zu kommen, meine komplette Miete von 215€ angegeben habe. Man dies aber eigentlich ohne Heizungs- und Stromkosten berechnet.
    Nur wohne ich wie gesagt in einem Wohnheimszimmer vom Studentenwerk, zahle die 215€ pauschal alles inclusive und habe keine seperaten Zahlen für eben Heizung und Strom.


    Wie soll ich diesen Faktor berücksichtigen?

  • Hallo,


    in einem Studentenheim werden pauschal 190 € Miete berücksichtigt. Damit ergibt sich ein fiktives Wohngeld von 86 € - wie ich es auch schon errechnet habe.


    Zitat

    der kommt devinitiv noch auf den Regelsatz oben drauf?


    Ja.


    Gruß!

  • ...54 € Mehrbedarf zusammen. ..


    Hallo,
    dies mit dem aufzubringenden Mehrbedarf ist übrigens falsch.
    Mehrbedarf ist höchstens ein gesonderter Zuschuss und hat mit dieser Rechnung hier ob genügend Einkommen für Anspruch auf Wohngeld vorhanden ist nichts zu tun, wirkt sich also höchstens positiv aus.

  • Hallo,


    Falsch ist nicht meine Darstellung des erforderlichen Mehrbedarfs, sondern Deine Meinung dazu. Die allerdings ist praktisch in jedem einzelnen Satz vollkommen falsch (na gut, die erste Zeile mit "Hallo" ist ausnahmsweise nicht falsch).


    Zitat

    wirkt sich also höchstens positiv aus.


    Falsch. Ein eventueller (sozialhilferechtlicher) Mehrbedarf wirkt sich prinzipiell weder positiv noch negativ auf das Wohngeld selbst aus, jedoch praktisch immer negativ auf die Berechnung des Mindesteinkommen.


    Zitat

    hat mit dieser Rechnung hier ob genügend Einkommen für Anspruch auf Wohngeld vorhanden ist nichts zu tun



    Falsch. Der von mir genannte Mehrbedarf für Auszubildende bei Berechnung des Mindesteinkommen ergibt sich aus den sozialhilferechtlichen Bestimmungen und ist bei der Plausibilitätsprüfung entsprechend anzusetzen.


    Zitat

    Mehrbedarf ist höchstens ein gesonderter Zuschuss


    Falsch. "Mehrbedarf" bedeutet nicht einen "gesonderten Zuschuss", sondern das, was das Wort auch aussagt: mehr Bedarf. In bestimmten Fällen kann dieser erhöhte Bedarf sozialhilferechtlich durch einen Zuschuss ausgeglichen werden (z.B. bei Schwangerschaft oder Alleinerziehung), in anderen Fällen (z.B. eine Ausbildung oder Zahnersatz) findet kein Ausgleich statt.


    Das einzige falsche von mir sind die von mir angeführten 54 €. Es sind 56 €.


    Gruß!