Bafög-Vorausleistung: Anhörung - und dann?

  • Hallo. Ich stelle einen Antrag auf Bafög-Vorausleistung, weil meine Eltern sagen, sie seien nicht mehr unterhaltspflichtig (ihre Begründung ist für mich völlig nachvollziehbar und klingt auch nach den Informationen im Internet plausibel). Weiß jemand, wie es weitergeht, nachdem ich den Antrag (samt Formblatt 3 meiner Eltern) abgegeben habe? Soweit ich weiß, kommt es zunächst zu einer Anhörung meiner Eltern. Sollte die Rechtsabteilung des Studentenwerks danach zu dem Schluss kommen, dass doch noch ein Unterhaltsanspruch bestehen könnte, kommt es dann direkt zu einem Gerichtsverfahren/Zivilprozess oder bekommen meine Eltern nochmal die Möglichkeit, ihre "Weigerung" zurückzuziehen und somit einen Gerichtsprozess zu vermeiden? Ich will es nicht auf einen Prozess und das Risiko ankommen lassen, dass meine Eltern auf Gerichtskosten sitzen bleiben.

  • Hallo,


    Zitat

    Ich will es nicht auf einen Prozess und das Risiko ankommen lassen, dass meine Eltern auf Gerichtskosten sitzen bleiben.


    vielleicht sollte dann die Unterhaltsfrage vorab z.B. durch ein Beratungsgespräch bei einem entsprechenden Fachanwalt geklärt werden, denn die (hier nicht näher erläuterte) Meinung der Eltern, die (absolut subjektive) Nachvollziehbarkeit für Dich und irgendwelche Internetrecherchen sind nun mal absolut keine Basis für eine Entscheidung, ob eine Unterhaltspflicht besteht oder nicht. Ein solches Beratungsgespräch bewegt sich im überschaubaren finanziellen Rahmen und stellt nur einen Bruchteil von evtl. Gerichts- und Anwaltskosten bei einem Prozeß dar.


    Gruß!

  • Schau auch hier
    http://www.bafoeg-aktuell.de/forum/kindesunterhalt-volljaehrige/8930-unterhalt-zweite-ausbildung.html#post32176


    Und sollte das Gericht der Überzeugung gelangen, daß Deine Eltern zum Unterhalt, also zur Zahlung ans BAföG-Amt, verpflichtet sind, dann kannst Du immer noch den Antrag auf Vorausleistungen (für die Zukunft) zurück ziehen.
    Die vorausgeleisteten Beträge sind - zzgl. Zinsen - von Deinen Eltern zu erstatten (Du hast das Geld doch bekommen).
    Das BAföG-Amt erhebt keine Gerichts- und Anwaltskosten!
    Deine Eltern haben den eigenen Anwalt zu "entlohnen"... ob es sich lohnt... steht in den Sternen (siehe auch Hoppels Ausführung) :rolleyes: