Anrechnung v. Einmalzahlung bei Berechnung des Wohngelds

  • Freundliches HALLO ins Forum,
    habe bei meiner Ehescheidung eine einmalige Zahlung, statt monatlichen Unterhalt erhalten.
    Die wird mir nun auf 2 Jahre bei der Wohngeldberechnung angerechnet, beim Finanzamt aber habe ich es im Jahr des Erhalts( 2010) nur versteuern müssen.
    Habe mir von einem Teil dieses Geldes einen neuen Bodenbelag verlegen lassen müssen(mit Beleg, also kein Schmu), sodass ich nun nicht mehr die volle Summe zur Verfügung habe und ich somit keine 2, sondern ich die umgerechnete monatliche Summe nur für ca. 1,5 Jahre zur verfügung habe.
    Das Amt rechnet aber stur weiter die restlichen 6 Monate , nun den fiktiven Unterhalt, der aber im neuen Bodenbelag steckt, als Einnahme.
    Und weil ich diese letzten 6 Monate tatsächlich durch den neuen Bodenbelagzu wenig Geld habe, werde ich von meiner Mutter mit Lebensmitteln unterstützt, die das Amt nun auch noch als Einnahme hinzurechnet und ich nun garkeinen keinen Zuschuss mehr erhalte :-(


    Ich dachte das Wohngeld/ Lastenzuschuss sei für Mieter/ Eigentümer in finanzieller Not, aber die tatsächlichen Ausgaben, bzw. Zahlen werden da garnicht berücksichtigt. Ist das korrekt?


    Für Infos bereits im Voraus besten Dank an Euch
    bobbele

  • Hallo,


    die einmalige Zahlung beruht auf Ansprüche, die monatlich bestehen. Du hast also sozusagen einen Vorschuß auf laufende Unterhaltspflichten erhalten. Daher ist die Anrechnung des fiktiven Unterhalts richtig.


    Zitat

    Habe mir von einem Teil dieses Geldes einen neuen Bodenbelag verlegen lassen müssen(mit Beleg, also kein Schmu), sodass ich nun nicht mehr die volle Summe zur Verfügung habe und ich somit keine 2, sondern ich die umgerechnete monatliche Summe nur für ca. 1,5 Jahre zur verfügung habe.


    Dennoch bestehen die Unterhaltsansprüche ja, wie erläutert, weiter.


    Zitat

    werde ich von meiner Mutter mit Lebensmitteln unterstützt, die das Amt nun auch noch als Einnahme hinzurechnet


    Es handelt sich um (Naturalien-)Unterhalt, der als Einkommen angerechnet wird.


    Zitat

    Ich dachte das Wohngeld/ Lastenzuschuss sei für Mieter/ Eigentümer in finanzieller Not, aber die tatsächlichen Ausgaben, bzw. Zahlen werden da garnicht berücksichtigt.


    Mit "Not" hat Wohngeld eigentlich nichts zu tun und selbstverständlich werden im Zusammenhang mit dem Wohngeld tatsächliche Ausgaben berücksichtigt.


    Gruß!

  • Freundliches HALLO ins Forum und an Hoppel,
    ich muss doch nochmal nachhaken:


    [quote='Hoppel','http://www.bafoeg-aktuell.de/forum/thread/?postID=30855#post30855']Hallo,


    die einmalige Zahlung beruht auf Ansprüche, die monatlich bestehen. Du hast also sozusagen einen Vorschuß auf laufende Unterhaltspflichten erhalten. Daher ist die Anrechnung des fiktiven Unterhalts richtig.



    Die Anrechnung der Einmalzahlung empfinde ich auch als korrekt!


    Theoretisch kann die Einmalzahlung 24 Monate ausreichen, doch durch den Anstiegt des Heizölpreises und der neuen Abwasserberechnung entstehen nicht geringe Nachzahlungen, die- finde ich- nicht vom Amt ignoriert werden können. Zumal sie auch nachweisbar als Rechnung vorhanden sind.


    ich kann´s nicht glauben, dass unvorhersehbare Ausgaben bei der Wohngeld- Behörde nicht berücksichtigt werden.
    Unvorhersehbare Einnahmen werden doch auch berücksichtigt!


    Für eine mich erhellende Rückmeldung bereits im Voraus besten Dank!
    MfG,
    Bobbele

  • Hallo,


    Zitat

    durch den Anstiegt des Heizölpreises


    Der hat nichts mit Wohngeld zu tun.


    Zitat

    dass unvorhersehbare Ausgaben bei der Wohngeld- Behörde nicht berücksichtigt werden.


    Nun ja. Läßt sich immer von zwei Seiten aus betrachten: so werden Gutschriften aus Betriebskostenabrechnugnen ja auch nicht bei dem Wohngeld berücksichtigt.


    Gruß!