Zweitstudium nach nicht bestandener Abschlussprüfung im öffentlichen Dienst

  • Hi, gleich vorweg, falls ich die Frage im falschen Teil des Forums stelle, entschuldige ich mich dafür....


    Folgendes Problem:
    Ich habe vor kurzem meinen Bafög Antrag gestellt und nun ein Schreiben erhalten, dass ich meinen Fachrichtungswechsel begründen soll etc...


    Nun zu meiner Situation:


    Ich habe von Oktober 2008 bis Dezember 2011 an einer FH für Staatsbedienstete "studiert" und die Abschlussprüfungen zum Dipl. Finanzwirt (Finanzbeamter gehobener Dienst) nicht bestanden. Nun habe ich mich für ein BWL Studium zum Sommersemester an einer FH eingeschrieben.
    Nun zu meinen Problemen: Hab ich überhaupt noch eine Chance auf Bafög?
    Und wie sieht es grundsätzlich mit der Fachrichtungswechselfrist bis zum 4. Fachsemester aus? Es ist nämlich so, dass dieses staatliche "Studium" nicht gegliedert ist wie ein normales Studium, d.h theoretische Abschnitte an der FH (4 in den 3 Jahren) und praktische Wechseln sich ab. Die reine Studienzeit in den 4 theoretischen Abschnitten entspricht aber mit 21 Monaten ca 6 Semestern an einer "normalen" FH.
    Die Zwischenprüfung nach dem ersten theoretischen Abschnitt (dauerte knapp 7 Monate) habe ich bestanden.
    Vllt ist es auch noch hilfreich zu erwähnen, dass nach dem bestehen der Zwischenprüfung ein Abbruch des "Studiums" nicht mehr möglich war, ohne einen großteil der erhaltenen Anwärterbezüge zurückzuzahlen. Außerdem hätte ich nach einem bestehen der Abschlussprüfung noch mind. 5 Jahre beim Finanzam arbeiten müssen um nichts zurückzahlen zu müssen.


    Ich bin mir darüber im klaren, dass sich das alles ein bisschen verwirrend anhört und falls irgendwas unklar ist gebe ich auch gern noch weitere Hinweise. Aber ich wäre über Antworten sehr dankbar, da es mir ohne Bafög sehr schwer fallen wird das Studium durchzuziehen.

  • Klarer Fall... kein Chance auf Geld.
    Verwaltungsschulen etc. gelten als Fachhochschulen.
    Und dort warst Du insg. drei Jahre = sechs Semester.


    Du hättest nur dann eine minimale Chance, wenn Du einen "unabweisbaren Grund" anführen und belegen kannst.
    Mangelnde Eignung, Zwangsexmatrikulation, verschlechterung der Berufsaussichten... zählen nicht!


    Kannst Du event. auf mit dem bisher erworbenen Wissen irgendwelche Ausbildung aufbauen, z. B. Steuerfachgehilfe?
    Eine weitere Chance sehe ich - sogar eine dicke..... KfW-Studienkredit!
    Dort werden Studienzeiten etc. etwas anders gewertet.
    Bingo!
    Erkundige Dich direkt bei der KfW.... Adresse... sieh Mr. Google

  • Schonmal vielen Dank für die Antwort, auch wenn sie nicht wie erhofft ausgefallen ist.


    Ich hab jedoch noch eine Frage. Und zwar hab ich hier: * gerade gelesen, dass es seit Oktober 2010 so ist, dass nach dem ersten Fachrichtungswechsel weiter Bafög bezogen werden kann bis zum Ende der Regelstudienzeit. Heißt dass nicht, dass ich zumindest für 1 Semester noch Bafög beziehen könnte, da die Regelstudienzeit an einer FH ja 7 Semester umfasst?


    *Edit: Ok der Link funktioniert nicht also hab ich ihn wieder rausgenommen

  • Nein, das heißt es nicht!
    Es kommt darauf an, was im Gesetz steht und nicht darauf, wie man es gerne lesen würde :rolleyes:


    Fazit: Nix BAföG wg. zu lange vergeblich studiert.
    :confused: Mein Tipp: KfW-Studienkredit