Bekomme nur 191€ Bafög

  • Hallo,


    ich bin 22 Jahre und Schüler der BOS (Vorklasse)
    Das heißt, ich bekomme elternabhängiges Bafög.
    Habe auch schon eine Ausbildung gemacht.
    Nun ja, kommen wir zum Problem.
    Ich bekomme nur 191€ Bafög! (+Kindergeld)
    Das reicht hinten und vorne nicht.
    Ich bekomme nur deswegen so wenig, weil mein Vater zu viel verdient!
    Von ihm bekomme ich aber garnichts!
    Welche Schritte kann ich ergreifen bzw. was kann ich überhaupt tun, damit ich den vollen Satz bekomme.
    Es ist mir übrigens egal, welche Schritte ich einleiten muss. Von mir aus verklage ich mein Vater.
    Ich wohne momentan in einem Haushalt, in dem meine Großeltern, Mutter und Bruder leben. (4 Zimmerwohnung für 5 Personen)
    Langsam drehe ich ab und brauch mein eigenes Reich!


    Danke im Vorraus

  • Hallo STOANY,
    Bevor hier im Forum versucht Dir qualifiziert :p mit Tipps, Kiffe und Tricks zu helfen damit Du nicht so langsam abdrehst, meine Verständnisfragen
    .


    Feststellung
    Du bekommst mtl. 191 € BAföG zzgl. 184 € Kindergeld bei freier Kost und Logie (wohnst im gleichen Haushalt mit Deiner Mutter, Großeltern und Bruder) und beklagst Dich darüber, daß die 375 €, welche Du somit mtl. erhältst, hinten und vorne nicht ausreicht.


    Frage:
    Was bezeichnest Du mit hinten und vorne?
    Wozu reichen Dir die 375 € mtl. nicht?
    Wofür verwendest Du überwiegend die 375 €?
    Wie viel Geld brauchst Du zusätzlich für ein angemessenes Leben?
    Wieviel muß lt. BAföG-Bescheid Dir Dein Vater dazuzahlen?


    :rolleyes:



  • Also mit hinten und vorne meine ich:


    Ich möchte gerne eine eigene Wohnung haben, den Wohnberechtigungsschein habe ich schon.
    Dafür reichen mir 375€ nicht. Ich lebe in einem 5 Personenhaushalt in einer 4 Zimmerwohnung.
    Ich brauche auch mal Zeit für mich! Zum Lernen, Relaxen usw. In der momentanen Situation ist dies nicht möglich.
    Auch wenn ich die Tür schließe, bekomme ich viel mit. Es ist ständig was los. Außerdem bin ich Erwachsen und muss mir ein Zimmer mit meinem Bruder (16) teilen. Das passt mir einfach nicht. Ich möchte jetz dazu keine dummen Kommentare hören!
    Die 375€ verwende ich zum Leben und alles was dazu gehört. Essen, Trinken, Bus...
    Um ein angemessenes Leben zu führen brauche ich so viel Geld, damit ich mir eine Sozialwohnung leisten kann.
    Wie viel mein Vater mir zahlen muss, das weiß ich leider nicht, da ich beim Anwalt war und der den Brief jetz hat.
    Laut der Rechnung hätte ich Anspruch auf 392€. Kann auch ein Fehler sein, aber so hab ich es im Gedächtnis.
    Also was kann ich tun, damit ich mehr Geld bekomme, um mir eine Wohnung leisten zu können?


    Das interessiert mich eingentlich.

  • Nee, dumme Kommentare bzgl. einem eigenen Zimmer wirst Du hier nicht finden lesen.
    Es ist verständlich, ein eigenes Zimmer zu besitzen. Der persönliche Freiraum ist wichtig.


    Die Differenz von dem Geld was Dir zusteht (392 € lt. Deinem Anwalt) und dem vorhandenen Geld (375 €) beträgt nur 17 €.
    Lohnt sich für diesen kleinen Betrag eine Klage? Bedenke die Gerichts- und Anwaltsosten!


    Einen höheren BAföG-Satz gibt es erst dann, wenn Du nicht mehr bei Deinen Eltern (oder einem Elternteil) wohnst.
    Doch davon kannst Du Dir auch keine eigene Wohnung/Zimmer leisten.
    Und der sog. Wohnberichtigungsschein besagt ja nicht, daß Du Wohngeld erhälts, sondern nur, daß Du ein staatlich gefördertes Zimmer oder Wohnung anmieten kannst. Und so ein Zimmer muß erst gefunden werden. Und die maximale Größe des Zimmers bzw. der Wohnung ist auch noch vorgeschrieben.


    Ich weiß nicht wo Du wohnst. Doch betrachte einfach ´mal bei Dir in der Tageszeitung die Zimmervermietungen.
    Und neben der Miete kommt auch der Selbstunterhalt.


    Da bleibt z. B. für das Glas Bier und einem anderen kleinen Luxusnichts mehr übrig.
    Mein Vorschlag: Zähne zusammen beißen und die Schule zuende bringen.
    Und dann entweder studieren (maximal 597 €) oder in den Job. Und als Stud. mit max. 597 € BAföG müßtest Du auch noch die Miete, ca. 350 € am Hochschulort zahlen.


    Das Dumme ist, der Gesetzgeber hat zwar Unterhaltssätze festgelegt. Dabei aber vergessen zu berücksichtigen, daß man/frau/Kind auch ein wenig Luxus genießen möchte.
    Und wenn Du Dir eine eigene Wohnung nimmst und dadurch von Deinem Vater mehr Unterhalt erwartest, dann würde ein findiger Anwalt Dich wieder austrixen mit dem sog. "Unterhaltsbestimmungsrecht". Denn der Unterhaltspflichtige kann bestimmen, in welcher Form (Geld oder Sachleistungen) der Unterhalt entrichtet werden soll und wo Du Dich aufhalten sollst.
    Wenn er (mittels Anwalt) Dir z. B. das Angebot des Sachunterhalts (Kost und Logie) anbieten sollte, egal ob Streß oder nicht, dann müßtest Du mittels einer Klage durch das Gericht feststellen lassen, daß Dein Vater Dir den Unterhalt in Form einer "Geldrente" zu zahlen hast und Du nicht bei ihm wohnen mußt.


    Du leist, es ein elender Rattenschwanz.
    Also, einige Dich mit Deinem Bruder bzgl. der Zimmerbenutzer. Eventuell findet sich auch ein Kumpel, mit dem Du zusammen wohnen kannst?



  • Fazit: Ich werde auf jedenfall versuchen noch was zu drücken, damit ich meine eigenen vier Wände hab! Weiß evtl. noch jemand was, oder kann mir den Tipp geben`?

  • Ich drücke Dir die Daumen und bin auf die Fortsetzung und natürlich auf weitere Beiträge gespannt :)


    Eigene vier Wände sind schon wichtig. Event. kann Dich Deine Mutter noch eine wenig unterstützen.
    (Haushaltsersparniss, da Du ja nicht mehr mit am Tisch sitzen würdest :rolleyes: ) Duckundweg... :o

  • Fazit: Ich werde auf jedenfall versuchen noch was zu drücken, damit ich meine eigenen vier Wände hab! Weiß evtl. noch jemand was, oder kann mir den Tipp geben`?


    Evtl. informierst Du dich mal zum Thema Vorausleistung.


    Und kein Tipp, sondern eher eine Frage:
    Woher die Gewissheit, dass dir Kindergeld zusteht?


    Ist Kindergeld eine Leistung für Kinder oder für die Eltern?
    dms

  • @ dms
    wenn die Mutter keinen Anrechnungsbetrag hat, dann wird i. d. R. beim Vorausleistungsverfahren das Kindergeld als Unterstüzungsbetrag gewertet.
    Und, Vorausleistungsverfahren im Schülerbereich sind absolut unschön :mad: und bringen - aufgrund der niedrigeren Bedarfsätze normalerweise nichts/ganz wenig aber Streß. Deshalb halte ich mich bzgl. Vorausleistungen bei Schülern zurück :(


    Insbesondere wenn vom Unterhaltsverpflichteten (hier: Vater) der "Joker" § 1612 BGB gezogen wird.
    Das gibt i.d.R. nur Streß zum Leidwesen des Kindes/Schüler/Studierenden und immer noch kein Geld.
    Mein Tipp: Es sollte eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Ich weiß, daß das oftmals total schwierig ist.