BAFöG Rückzahlungsforderung an Vater- Widerspruch?

  • Hallo!
    Ich bräuchte Hilfe bei folgendem Thema:
    Durch Arbeitslosigkeit meines Vaters habe ich eine Aufstockung des BaFöGs bekommen. Da mein Vater aber rückwirkend wieder Eingestellt wurde ergibt sich eine Überbezahlung. Der Differenzbetrag (ca 1000€) wurde von mir eingefordert, ich ließ diese Forderung stunden. Der Stundungszeitraum ist bereits abgelaufen.
    Jetzt wendet sich das Amt an meinen Vater mit der Rückforderung der Gesamtsumme. Da er es nicht besser wußte legte mein Vater erstmal Widerspruch ohne Begründung ein, mit dem Vermerk diese Nachzureichen. Nun schreibt das Amt er solle en Widerspruch begründen, oder zurückziehen und eine Vollmacht von mir vorlegen.
    Was ist nun der beste Weg? Ziel soll sein, daß die Forderung wieder an mich, die Tochter gehen. Wie können wir das nun noch erreichen? Hat mein Vater durch diesen Widerspruch (Begründung hin oder her) die Forderung anerkannt und ich quasi bereits abgetreten?
    Oder ist es so einfach, daß er jetzt nur noch schreiben muß: Bitte wenden Sie sich an meine Tochter xy.


    Hoffe auf Hilfe! Viele Grüße, Eike + Malaika

  • Hallo,
    grundsätzlich hat das BAföG-Amt richtig gehandelt.
    Bei der Auflösung des Vorbehaltes bzw. der Neuberechnung bist Du als STud. der erste Ansprechpartner für die Rückforderung.
    Und wenn Du nicht zurückzahlst (egal warum), dann ist der Einkommensbezieher - also der Vater - der Rückzahlungsverpflichtete.


    Ich weiß nicht, nach welcher Zeit Du bzw. Dein Vater dem BAföG-Amt die Aufnahme der Erwerbstätigkeit mitgeteilt hat.
    Lese Dir einfch ´mal den § 47a BAföG durch.


    Wenn die BAföG-Bearbeiter "total schlecht drauf sind", dann könnte Deinem Vater sogar eine Ordnungswidrigkeit unterstellt werden!
    Denn er hat unterschrieben, daß er jede Änderung zur Einkommenssituation dem BAföG-Amt unverzüglich anzeigt! Und wenn durch die versptätete Mitteilung nun eine Rückzahlung entstanden ist, dann könnten Die BAföG-Bearbeiter schon die Stirne ganz kraus ziehen :mad:
    Mein Tipp:
    Dein Vater soll den Widerspruch zurückziehen.
    Du stellst einen Stundunggsantrag mit dem Vorschlag eines "sozialverträglichen" mtl. Rückzahlungsbetrag.
    Und dann müßten die BAföG-Bearbeiter schon sehr viel Langeweile haben, wenn sie sich darauf nicht einlassen :o


    Viel Erfolg!

  • Hallo!
    Ja, danke für all die Infos- ich weiß. Das Ganze lief damals vor Gericht, mein VAter wurde erst nach Monaten wieder eingestellt, musste über die Gewerkschaft die unrechtmäßige Kündigung bekämpfen etc. Das ich zu viel Geld bekommen habe ist klar und die Konsequenzen daraus auch ;-)) Bin nicht weltfremd... Ich habe nur jetzt das Ziel meinen Dad da rauszuhauen, da er als einfacher Arbeiter mit der gesamten Thematik völlig überfordert ist! Als Arbeiterkind bin ich ja eh froh es überhaupt so weit gebracht zu haben, meine Eltern sollten nicht unter meiner Ausbildung leiden (sie haben mich schon mehr als genug unterstützt).
    Widerspruch zurückziehen und ZAhlungsvereinbarung klingen besser als Widerspruch mit der Begründung "wenden sie sich an meine Tochter"- DANKE!!