Muss "Erstmaliges Nicht-Bestehen" auf alle fehlenden Module zutreffen?

  • Hallo,


    mein Leistungsnachweis konnte nicht bestätigt werden, da mir dafür drei Module fehlen. Nun habe ich mit meiner BAföG-Stelle telefoniert, welche mir mitteilte, dass ich nur das Nicht-Bestehen einer Prüfung nachweisen muss. Erstmals nicht bestanden habe ich allerdings auch nur eins der drei Module - reicht es aus, wenn nur eins der drei fehlenden Module erstmals nicht bestanden wurde oder müssen alle drei Module erstmals nicht bestanden sein um einen Antrag auf Aufschub des Leistungsnachweises stellen zu können.


    Ich möchte keine Informationen unterschlagen - muss ich dann dazu schreiben, dass ich die anderen beiden Module nicht zum ersten Mal nicht-bestanden habe?


    Vielen Dank für eure Antworten!

  • Hmmmmm
    das erstmalige Nichtbestehen.... ist so eine Sache für sich.
    Es muß eine Prüfung mit einem sog. "Aufstiegscharakter " sein.
    Will heißen, ohne das bestehen DIESER Prüfung bleibt Dir der Zugang ins Hauptstudium verbaut.


    Und natürlich, der sog. "kausale Zusammenhang" muß gegeben sein.
    Es genügt nicht wenn Du diese Prüfung mit "Aufstiegscharakter " nicht bestanden hast und Dir weitere Module fehlen.
    Du würdest dann auch keine positive Eignungsbescheinigung erhalten, wenn Du diese EINE wichtige Prüfung bestanden hättest.
    Oder habe ich da etwas falsch verstanden?


    Versuch macht Kluch.... :rolleyes:
    Stell doch einen Antrag auf die verspätete Vorlage der Eignungsbescheinigung gem. § 48 Abs. 2 BAföG und begründe Deine Mißgeschicke.
    Event. genügt Deiner BAföG-Bearbeiterin die EINE nichtbestandene Prüfung, um weiter fördern zu können.

  • Grundsätzlich ja.
    Es genügt es nicht, eine Prüfung mit dem sog. Aufstiegscharakter versemmelt zu haben, wenn andere Module noch fehlen.
    Denn, selbst wenn Du die obige Prüfung bestanden hättest, würdest Du die Bescheinigung § 48 BAföG ebenfalls nicht bekommen.
    Oder lese ich Eine Darstellung unrichtig?


    Der sog. "kausale Zusammenhang" muß stimmen.
    So gilt z. B. eine ernste Erkrankung als Rechtfertigungsgrund (§§ 15.3 + 48.2 BAföG). Doch solten weitere Leistungen fehlen, so daß auch "ohne mögliche Krankheit = Rechtfertigungsgrund" keine positive Bescheinigung ausgestellt worden wäre.... dann gäbe auch hier kein Geld.
    Mein Vorschlag:
    Stell beim BAföG-Amt einfach einen Antrag auf die verspätete Vorlage der Leistungsbescheinigung... und eventuell hast Du Glück und der/die BAföG-Bearbeiter sehen es nicht so eng.
    Du hast nichts zu verlieren, Du kannst nur gewinnen (BAföG für das 5. Semester).
    Viel Erfolg!